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Geschichte

Zur Geschichte unseres Hauses
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747 15. August: Erste Erwähnung Dürens als Villa Duria, fränkischer Königshof des Hausmeiers Pippin, der 751 König der Franken wurde. Errichtung einer Pfalz, in der Karl der Große (742-814) sich häufig aufhielt. Die Pfalzkapelle war Vorgänger der heutigen Annakirche.

1184 Düren wird als oppidum (städtische Siedlung) erwähnt

1212 Baubeginn der Stadtmauer. Eigenes Siegel der königlichen Stadt Düren

1358 24. Mai: Ersterwähnung des Dürener Leprosenhauses südlich von Mariaweiler. Am 8. August 1690 durch französische Soldaten eingeäschert; da sich 1712 keine Leprakranken mehr im Herzogtum Jülich befinden erfolgt der endgültige Abbruch. Der Altar kommt 1724 in die Ursulinenkirche.

1417 27. November: Erste Erwähnung des St.-Agatha-Hospitals (Gasthaus), auf der nördlichen Seite der Weierstr./Ecke Wilhelmstr., in dem Testament des Kölner Bürgermeisters Lambert van Duren, der diesem 1 Mark Kölner Pagaments vermacht. Sicherlich ist das Haus aber mindestens 100 Jahre älter. Erste Nennung in einer Dürener Urkunde 1429.

1543 25. August: Großer Stadtbrand, über 600 Häuser brennen ab, darunter auch das St. Agatha-Hospital Ecke Weierstr./Wilhelmstr.

1548 Der Magitrat weist den Armen ein ander hus bei dem observanten closter zu. Die Stadt ließ den Nachfolger des zerstörten St.-Agatha-Hospitals in einem schon vorhandenenGebäude, das 1591 als St. Catharinen Hoeff bezeichnet wird, vielleicht ein alter Beginenhof, einrichten. Der Wenzel Hollar Plan von 1634 zeigt an Nr. 15 das neue Gasthaus als Hospital der armer fremblingen südlich der Marienkirche auf dem Gelände der heutigen Peschschule.

1563 Nachdem es zunächst nur als Pilgergasthaus diente, wurde 1563/64 eine gesonderte Kammer vur inwendige Krancke, also für Dürener Kranke, angebaut

1582 11. August: Ordnung für das Gasthaus (= Armenhausordnung)

1650 14. September: Bedingungen der Aachener Elisabethinnen zur Übernahme des Dürener Gasthauses werden akzeptiert

13. Oktober: Genehmigung der Übersiedlung durch den Erzbischof von Köln

16. November: Der Herzog von Jülich genehmigt ebenfalls die Übersiedlung

1651 6. Januar: Die ersten drei Elisabethinnen, unter ihnen Maria Magdalena Crom als erste Mutter treffen in Düren ein. Die Übersiedlung erfolgt auf Betreiben von Margarete Kemmerling geb. Brandroesters, die Geld und Sachspenden stiftet.

1658 Baubeginn von Kloster und Kapelle an der Weierstraße und Neubau des Gasthause mit Zugang von der Philippstraße (heute Verkehrsfläche Einmündung der Viktor-Gollancz-Straße in die Weierstraße

1665 Umzug in das neue Gasthauskloster in der Weierstrasse

1732 1. Januar: Für die Klosterkirche der Elisabethinnen ist eine neuer Glocke gegossen worden; eine weitere wird 1782 gegossen

1802 2. Juli: Aufhebung der Orden und Klostergemeinschaften. Das Kloster der im Krankendienst tätigen Elisabethinnen bleibt bestehen.

1816 24. April: Der Landkreis Düren wird gebildet

1860 15. Januar: Für den Bau eines städtischen Krankenhauses werden von Privaten 20.000 Taler gestiftet

1864 21. Juni: Im früheren Franziskanerkloster, das bis 1861 als Bergamt diente und 1862 dem Staat von der Stadt abgekauft wurde, wird das städtische Maria-Hilf-Hospital mit 64 Betten in 8 Sälen eröffnet; Verlegung der Kranken des alten Gasthausklosters in die neue Anstalt. Die Pflege übernehmen Elisabethinnen aus dem Mutterhaus in Aachen

1868 3. April: Das Maria-Hilf-Hospital erhält eine Gasbeleuchtung

1870 4. März: Im Hospital werden zwei Zellen für Irre eingerichtet

1873 14. März: Auflösung des Gasthausklosters durch Wegzug der beiden letzten dort lebenden Elisabethinnen nach Linnich

1874 25. März: Seit dem Frühjahr Pockenepidemie mit etwa 500 Erkrankungen, davon während des Jahres 153 tödlich; Pläne für den Bau eines epidemischen Krankenhauses schleppen sich unausgeführt bis 1884 hin; bis dahin Unterbringung von Kranken im alten Badehaus an der Lindenpromenade

1875 31. Mai: In Preußen Verbot der katholischen Orden und Kongregationen mit Ausnahme der krankenpflegenden

1879 12. Dezember: Das Gasthauskloster an der Weierstraße mit der Kapelle wird abgebrochen. Das Grundstück dient seitdem als Verkehrsfläche der hier mündenden Philippstraße

1881 November: Vergrößerung des städtischen Hospitals durch einen Anbau um 40-50 Betten, Anfang 1882 bezogen

1885 19. Februar: Todestag Gustav Hoesch. Er vermacht der Stadt 40.000 Mark für Hospital und Leichenhaus.

1889 Februar: Die im Hospital tätigen Elisabethinnen gründen in der Holzstraße das Elisabethstift, das alleinstehenden bejahrten Leuten Unterkunft und Pflege bietet

1890 17. Dezember: Großbrand im Hospital an der Philippstraße

1893 Oktober: Anschluß des Hospitals an die Fernsprechleitung; in der Stadt bestehen 109 Fernsprechstellen

1897 11. Dezember: Anschaffung eines Röntgenapparates für das Hospital

1909 27. Oktober: Das neugebaute Krankenhaus an der Roonstraße wird eingeweiht. Entwurf von Heinrich Dauer. Für die Röntgeneinrichtungen des Krankenhauses schenkt Leopold Peill 25.000 Mark.

1909 Dezember: Ausbau der Roonstraße

1910 Herbst: Nach dem Umbau des alten Krankenhauses an der Marienkirche zieht die Marienschule dort ein

1914 19. Juni: Die Stadtverordneten beschließen die Errichtung eines Infektionshauses im Krankenhaus

1925 Frühjahr: Der 1914 begonnene Neubau des Infektionshauses des Städtischen Krankenhauses ist vollendet

1930 31. Januar: Das Schwesternhaus des Dürener Krankenhaus wird seiner Bestimmung übergeben

1936 31. Oktober: Das Wöchnerinnenheim an der Ecke Goethestraße/Hoeschplatz wird aufgelöst. Abriß am 22.09.37 für den Neubau des Amtsgerichtes

1936 6. November: Das mit 19 Betten ausgestattete neugebaute Wöchnerinnenheim in der Roonstraße gegenüber dem Krankenhaus wird eingeweiht

1940 Juli: An der Stelle des 1417 erwähnten Agathahospitals werden bei Bodenaushub zu einem Keller im Hause Weierstr. 22-24 in einer offenbar größeren Begräbnisstätte etwa 15-20 Bestattungen sowie darunter in gestörtem Boden römische Ziegelreste gefunden

1944 19. Juli: 28. Fliegerangriff, Krankenhaus leicht beschädigt

1944 21. Juli: 29. Fliegerangriff, Krankenhaus leicht beschädigt

1944 24. Oktober: Mit einem Eisenbahnzug (Lazarettzug) werden kranke Bewohner u.a. aus dem Krankenhaus nach Halle/Saale und in die Staatliche Heilstätte für Tbc-Kranke in Domjüch in Neustrelitz-Strelitz/Mecklenburg gebracht

1944 16. November: Fast völlige Zerstörung der Stadt durch einen Fliegerangriff. Das Krankenhaus wird schwer beschädigt

1945 Mai: Im schwer beschädigten Krankenhaus werden die ersten Patienten stationär behelfsmäßig behandelt

1945 28. August: Nachdem die wenigen Kranken aus dem Städtischen Krankenhaus wegen Instandsetzung in die Krankenhäuser Birkesdorf und Stolberg verlegt worden sind, muß das Krankenhaus am 28.8. wegen einer sich im Kreise Düren ausbreitenden Thypusepidemie auf Anordnung der Militärregierung mit Typhuskranken belegt werden

1946 28. Mai: Die innere Abteilung der Krankenanstalten ist soweit hergerichtet, daß stationäre Kranke in dringenden Fällen aufgenommen werden können

1947 1. April: Einrichtung einer Krankenpflegeschule

1947 16. September: Eine Typhusepidemie breitet sich aus. Wegen der mangelnden Bettenkapazität des Krankenhauses nimmt die Provinzial Heil- und Pflegeanstalt 50 Typhuskranke auf

1948 1. Oktober: Wiedereröffnung der Augen- und der Hals-, Nasen- und Ohrenabteilungen mit 16 Betten

1950 10. November: Die Stadtverordneten beschließen die Einrichtung einer Kinderstation

1951 9. Januar: Die Elisabethinnen sind seit 300 Jahren in der Krankenpflege tätig. Feier im städtischen Krankenhaus, anwesend u. a. der Aachener Bischof van der Velden.

1953 19. März: Das neue Schwesternhaus ist fertiggestellt

1953 29. November: Erster Gottesdienst in der neuen Krankenhauskapelle

1961 Oktober: Zehn Personen erkranken an Kinderlähmung, eine stirbt.

1967 2. u. 6. Juni: Stadt und Kreis Düren gründen für das städtische Krankenhaus in der Roonstraße und das kreiseigene Krankenhaus in Langerwehe einen Zweckverband Krankenanstalten.

1. September: Dr. med. Krause wird zum Chefarzt der neu eingerichteten eigenständigen Fachabteilung Anästhesie berufen

1969 August: Das zwölfgeschossige Schwesternwohnhaus ist fertiggestellt

1970 19. Oktober: Erster Spatenstich zum Neubau

1972 9. November: Richtfest

1975 31. März: Die letzten 23 Schwestern der Elisabethinnen verlassen nach fast 325-jähriger Tätigkeit des Ordens in der Dürener Krankenpflege wegen des anhaltenden Nachwuchsmangels das Krankenhaus und kehren in ihr Mutterhaus in Aachen zurück.

1976 1. Januar: Das Dürener Krankenhaus wird von einer gemeinnützigen GmbH mit der Stadt und dem Kreis Düren als Gesellschafter betrieben. Der Zweckverband Krankenanstalten der Stadt und des Kreises Düren wird zum 31. Januar 1976 aufgelöst.

1976 4. Juni: Das neu erbaute Dürener Krankenhaus wird eingeweiht

1976 6. September: Die ersten Patienten werden aufgenommen

1977 2. Januar: Abriß des alten Krankenhauses

1995 29. November: Der Neubau der Endoskopie wird eingeweiht

2000 11. April: Die neuerbaute Eingangshalle wird eingeweiht

2002 2. Januar: Die Tagesklink für ambulante Operationen wird offiziell in Betrieb genommen.
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Städtische Krankenanstalten 1909-1976
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