Radiologie
| Tertial Praktisches Jahr in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Grundkenntnisse in moderner medizinischer Bildgebung sind für nahezu alle Fachbereiche der Medizin zunehmend wichtig. Die Radiologie als klassisches Querschnittsfach verknüpft viele Disziplinen und kann damit an einem großen Krankenhaus wie dem KH Düren quasi als Repetitorium im letzten Ausbildungsabschnitt für die Examensvorbereitungen dienen. Das Team der Radiologie um Prof. Dr. Andreas Kopp möchte daher Studenten einladen und ermutigen, am Krankenhaus Düren das Wahlfach Radiologie zu belegen. Ausbildungsinhalte: Ausbildung, Training und Mitarbeit in der konventionellen (klassischen) Röntgendiagnostik: Hier sollen die Kenntnisse in Notfallradiologie vermittelt werden, die man als junger Stationsarzt v.a. für die Dienste benötigt. Ziel soll sein, das Auge für den Normalbefund zu schulen und pathologische Befunde sicher zu erkennen. Grundlage ist hier v.a. die Röntgenuntersuchung des Thorax und die Abdomenübersicht. Lebensbedrohende Befunde wie Pneumothorax, freie Luft, Fehllagen von Kathetern etc. sollen sicher erkannt werden. Die Studenten sollen am Ende des Tertial unter Aufsicht auch selbstständig einen Befund für die Röntgenuntersuchung des Thorax und Abdomens erstellen und diktieren können. Die Ausbildung in der konventionellen Diagnostik sollte von allen Studenten durchlaufen werden. Grundkenntnisse in Digitalem Bildmanagement: Das Krankenhaus Düren ist komplett digital ausgebaut. Es gibt keine "klassischen" Röntgenfilme, die in Röntgentüten aufbewahrt werden müssen. Von der Anforderung bis zur Befundung ist alles komplett digital auf hochauflösenden Monitoren und damit in höchster Qualität und mit der geringst möglichen Dosis für die Patienten. Grundkenntnisse im Umgang mit digitaler Bildgebung sind für Studenten und junge Ärzte unentbehrlich. Im PJ-Tertial können hierfür die erforderlichen Kenntnisse und Techniken erworben werden. Täglich finden klinische Besprechungen ("Röntgenbesprechungen") mit den unterschiedlichen Abteilungen unseres Hauses satt (Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie etc.). In kompakter Form werden hier Patienten mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern besprochen. Für das PJ-Tertial wird der Student in das Team in Radiologie integriert. Maximal ein oder zwei Studenten werden pro Tertial akzeptiert, um die persönliche, individuelle Betreuung der Studenten gewährleisten zu können. Neben der persönlichen Betreuung für die PJ-Studenten in der Radiologie finden regelmäßig Unterrichtseinheiten über diagnostische und interventionelle Radiologie für alle PJ-Studenten unseres Hauses statt (Seminar Prof. Kopp). Digitale Befundung am KH Düren. Der klassische Röntgenfilm hat ausgedient. Alle weiterführenden diagnostischen unter interventionellen Methoden können nach Interessenlage zusätzlich durchlaufen werden: Grundkenntnisse in der Computertomographie und MRT: Die Abteilung verfügt über ein hochmodernen 64-Zeilen-Multidetektor-Computertomograph. Neben den rein praktischen Aspekten (wie wird ein CT durchgeführt, welches Kontrastmittel wird über welche Körperöffnungen appliziert) steht im Vordergrund, eine Vorstellung vom Indikationsspektrum der Computertomographie zu vermitteln. Welches diagnostische Problem lässt sich mit welcher Untersuchung lösen. Welche Fragen muß ich als Stationsarzt formulieren, um eine möglichst aussagekräftige Untersuchung zu erhalten. Im Bereich der Computertomographie werden pro Tag Dutzende von venösen Zugängen gelegt. Damit besteht - falls gewünscht - ausreichend Möglichkeit, eine der wichtigsten Techniken in der Medizin von Profis zu lernen und intensiv zu üben, um in Zukunft auch schwierige Venenverhältnisse sicher zu beherrschen. Grundlagen in der Interventionsradiologie / Angiographie: Neben der Diagnostik wird die Therapie in der Radiologie immer wichtiger. Dies spiegelt sich schon im Namen der Klinik wieder. Bei Interesse können die PJ-Studenten bei Interventionen dabei sein und ggf. auch einzelne Schritte der Intervention unter Aufsicht selbst durchführen. Hauptziel soll aber auch hier sein, ein Verständnis, für das Indikations- und Leistungsspektrum der interventionellen Radiologie zu entwickeln. |
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