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Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (2.v.r.), Vertreter der Info-Tour zum Auf-stiegs-BAföG und Verantwortliche des Kranken-hauses Düren informierten und diskutierten im Kongresszentrum der Klinik.

Info-Tour zum Aufstiegs-BAföG macht Station im Krankenhaus Düren.

 

Wenn es um Pflege geht, kann Jessica Diehm so schnell niemand etwas vormachen. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin ist stellvertretende Stationsleiterin am Klinikum Bayreuth. „Aber ich wollte auch auf anderen Feldern qualifiziert mitreden, mich in der Prozessoptimierung, im Management und den betriebswirtschaftlichen Abläufen eines Krankenhauses auskennen“, schilderte die 37-Jährige im Kongresszentrum des Krankenhauses Düren ihre Motivation, nach der Ausbildung noch einmal die Schulbank zu drücken. „Ich wollte mich weiterbilden, um weiterzukommen“, gab sie besonders den Pflegeschülern und Auszubildenden den Rat, lebenslanges Lernen ernst zu nehmen und als Chance zu begreifen. 

Doch lebenslanges Lernen will auch bezahlt werden. Fort- und Weiterbildungen sind nicht immer günstig, die Kontingente in den Betrieben und Kliniken oft begrenzt. Jessica Diehm hat sich daher auf eigene Kosten berufsbegleitend fortgebildet, ihr Wissen vertieft und neue Aufgabenfelder beackert. Unterstützung bei der Finanzierung der mehrere tausend Euro teuren Qualifizierung gab es vom Staat, zum Teil als Zuschuss, zum Teil als zinsgünstiges Darlehen.  

„Vom Aufstiegs-BAföG hatte ich nur durch Zufall erfahren“, schilderte sie in Düren ihre Erfahrungen mit dem unkomplizierten Verfahren. Und da das beste Angebot nichts nützt, wenn es nicht bekannt ist, unterstützt die 37-Jährige die Info-Tour des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die für das Aufstiegs-BAföG wirbt. An der Rur machten die Experten und Berater Station im Krankenhaus Düren – und auch der Dürener Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Thomas Rachel, nutzte die Gelegenheit, auf das staatliche Unterstützungsangebot aufmerksam zu machen. Moderiert wurde die kurzweilige und informative Talkrunde, an der auch die Auszubildenden Corinna Kämper und Denis Stanica teilnahmen, von Heinz Lönneßen, dem Leiter des Bildungszentrums am Krankenhaus Düren. 

„Es gibt mehr als 700 förderfähige Fortbildungen, darunter viele Möglichkeiten auch in den Pflegeberufen“, erklärte Thomas Rachel den über 50 Zuhörern im Kongresszentrum. Wer die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und mit der Fort- und Weiterbildung eine höhere berufliche Qualifikation anstrebt, hat einen Anspruch auf Förderung der Maßnahmenkosten. Die Fördergrenze liegt bei 15.000 Euro, der Beitrag zu den Kosten der Fortbildung ist unabhängig von Einkommen und Vermögen, bei Vollzeitmaßnahmen wird zusätzlich einkommens- und vermögensabhängig ein Beitrag zum Lebensunterhalt gezahlt. Die Förderung der Lehrgangskosten erfolgt zu 40 Prozent als Zuschuss des Staates, der verbleibende Betrag kann aus eigener Tasche oder über ein Darlehen beglichen werden. Bei erfolgreichem Abschluss werden zusätzlich 40 Prozent des Restdarlehens für die Lehrgangskosten erlassen. 

„Das Aufstiegs-BAföG soll die Durchlässigkeit in der Bildung erhöhen und vielen Menschen ermöglichen, sich selbst und ihre beruflichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln“, unterstrich Thomas Rachel die Vorzüge. Dank Fort- und Weiterbildungen können verantwortungsvollere Aufgaben und Führungspositionen eingenommen werden. „Das macht sich auch in der Bezahlung bemerkbar“, betonte der Parlamentarische Staatsekretär. 

„Wir sind immer auf der Suche nach Menschen, die sich weiterentwickeln möchten“, begrüßte Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum die Info-Tour des Ministeriums und warb um eine rege Inanspruchnahme der Förderzuschüsse. „In zehn Jahren wird es viele Wechsel in den Führungspositionen geben, darüber machen wir uns heute schon Gedanken“, unterstrich Blum die Vorzüge von Fort- und Weiterbildungen. „Das Interesse ist groß. Als Krankenhaus informieren wir gerne über die Möglichkeiten von Weiterqualifizierungen, die über die Angebote des Arbeitsgebers hinausgehen“, fügte Heinz Lönneßen hinzu. Die Devise lautet: „Nach der Ausbildung ist vor dem Weiterlernen.“ 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.aufstiegs-bafoeg.de