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Als Aufsichtsratsvorsitzende des Krankenhauses Düren begrüßte Liesel Koschorreck die Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt und blickte auf die Entwicklung der kommunalen Klinik im vergangenen Jahr zurück. Foto: Christoph Lammertz

Empfang der Stadt im Krankenhaus Düren. Aufsichtsratschefin nennt positive Entwicklungen.

Wenn Bürgermeister Paul Larue zum Start ins neue Jahr die Vertreter der Wohlfahrts- und Sozialverbände einlädt, dann ist traditionsgemäß das Krankenhaus Düren der Gastgeber. Und so war das dortige Kongresszentrum auch diesmal sehr gut besucht, als der Bürgermeister vor allem mit Blick auf die sozialen Themenfelder über die Herausforderungen 2018 sprach. Er stellte den Begriff „Heimat“ in den Mittelpunkt seiner Ansprache und verwies auf das Grundbedürfnis des Menschen nach Geborgenheit und Beheimatung. Er wünsche sich für die Stadt Düren im Jahr 2018, „dass wir weiterhin als Gemeinwesen von Menschen aus mittlerweile 137 Ländern der Erde gut zusammenleben. Außerdem hoffe ich, dass wir denjenigen unter uns, die ihre Heimat wegen Terror, Verfolgung und Krieg verlassen mussten, eine gute neue Heimat sind und sie sich hier sicher und aufgehoben wissen.“

Für das Krankenhaus Düren hatte zuvor Aufsichtsratsvorsitzende Liesel Koschorreck die Gäste begrüßt. Sie blickte auf das Jahr 2017 zurück und nannte drei Entwicklungen, die für die kommunale Klinik besondere Bedeutung hatten, beginnend mit der Verleihung des Goldsiegels der Aktion Saubere Hände. „Nur 35 von knapp 2000 Kliniken in Deutschland wurde bisher das Goldsiegel verliehen“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende und betonte, dass das Goldsiegel kennzeichnend für den Weg des Krankenhauses sei, die Sicherheit und die Bedürfnisse der Patienten in den Mittelpunkt zu stellen.

Auch die zweite von ihr erwähnte Entwicklung bestätigt diesen Weg: die Kooperation mit der LVR-Klinik mit dem Ziel, die immer älter werdenden Patienten optimal zu betreuen. „Wir sind überzeugt davon, dass es der richtige Weg ist, auch demente Patienten dort zu versorgen, wo die Spezialisten für ihre akuten Erkrankungen sind – also in der Kardiologie, der Chirurgie oder den anderen Fachabteilungen und nicht auf gesonderten Stationen“, erklärte Koschorreck. Dies werde durch die Kooperation mit der Altersmedizin der LVR-Klinik ermöglicht.

Als letzten Punkt nannte die Aufsichtsratschefin die Initiative des Krankenhauses Düren zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in der Fläche. Dem Medizinischen Versorgungszentrum des Krankenhauses, dem MVZ Rur, seien erstmals hausärztliche Praxen in Langerwehe und Niederzier beigetreten, die ansonsten in Ermangelung eines Nachfolgers wohl in einigen Jahren hätten geschlossen werden müssen. Das Krankenhaus werde diesen Weg weiter verfolgen und so einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der ärztlichen Versorgung in den Gemeinden des Kreises leisten, sagte Liesel Koschorreck.