Wenn Knie oder Hüfte schmerzen

Dr. Bertram Barden, Dr. Michael Alefeld und Thomas Kortstegge (von links)  informierten im Foyer des Dürener Krankenhauses über den Einsatz von Kunstgelenken. Dr. Bertram Barden, Dr. Michael Alefeld und Thomas Kortstegge (von links) informierten im Foyer des Dürener Krankenhauses über den Einsatz von Kunstgelenken. Foto: Christiane Kraft

Patientenforum des Krankenhauses Düren beantwortet Fragen rund um das Thema Kunstgelenk.

Das Einsetzen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken ist seit Jahrzehnten eines der erfolgreichsten Operationsverfahren. Und dennoch ist der Eingriff für viele Patienten nach wie vor mit Unsicherheiten oder gar Ängsten verbunden. Umfassende Informationen zur Operation und zum Leben mit dem Kunstgelenk helfen dabei, diese zu überwinden. Die Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus Düren lädt deshalb regelmäßig zu Patientenforen ein. Rund 70 Interessierte kamen diesmal ins Foyer der Klinik an der Roonstraße.

„Mein Gelenk schmerzt. Brauche ich ein Kunstgelenk?“ Dass die Antwort auf diese Frage nicht von einem Röntgenbild abhängt, verdeutliche Oberarzt Thomas Kortstegge. „Die entscheidende Frage lautet: Wie hoch ist mein Leidensdruck?“, sagte Kortstegge. Wenn das Beschwerdeniveau noch niedrig ist, komme eine Operation zu früh. Konservative Methoden wie Krankengymnastik, geeigneter Sport, Medikamente, Infiltrationen oder auch nur Gewichtsabnahme könnten die Beschwerden oft schon entscheidend lindern. Erst wenn all das nicht zum Erfolg führe, komme der Einsatz eines Kunstgelenks in Frage. Auf Basis der vom Patienten geschilderten Beschwerden, der Untersuchungen und der bildgebenden Diagnostik werde dann mit dem Patienten gemeinsam die Entscheidung getroffen, sagte Kortstegge.

Ist das Kunstgelenk eher Fluch oder eher Segen? Dieser Frage ging der Leitende Oberarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Michael Alefeld, nach. Auch er betonte, dass zunächst alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssten. Wenn das aber nicht zum Erfolg führe, seien die Alternativen zum Kunstgelenk Immobilität, Schmerzen und eine eingeschränkte Teilnahme am sozialen Leben. Ein neues Gelenk könne die Probleme lösen – vorausgesetzt, es kämen gute Implantate zum Einsatz, es werde gut operiert und der Patient komme in den Genuss von guter Pflege und Physiotherapie, betonte Dr. Alefeld. Das sei in einem zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung, wie es die Dürener Klinik ist, selbstverständlich.

Wie schnell Patienten nach einer Endoprothetik-Operation wieder auf den Beinen sind, schilderte Chefarzt Dr. Bertram Barden. „Nach zwei Tagen könnten Sie schon wieder ins Büro, nach zwei Wochen leichte körperliche Arbeiten verrichten und nach zwei Monaten wieder Auto- und Radfahren“, berichtete der Chefarzt. Auch Sport sei mit dem Kunstgelenk rasch wieder möglich. „Wandern, Nordic Walking, Schwimmern und Radfahren sind sehr gut geeignet für Menschen mit Endoprothese“, sagte Dr. Barden. Sportarten mit „Stop and Go“ wie Fußball oder Tennis sollten dagegen gemieden werden.

Die Fragerunde mit den drei Referenten und Dr. Josef Fitzek, früherer Chefarzt in Mechernich und heute als weiterer  erfahrener Operateur im Team von Dr. Barden, nutzten die Besucher rege. „Die Entscheidung für eine Kunstgelenk-OP ist sicher nicht einfach“, sagte Dr. Barden abschließend. „Wir unterstützen Sie nach Kräften dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.“ 

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