Dr. Stefan Hegemann und weitere Experten sprachen beim 7. Dürener Schmerztag über Neues aus der Schmerzmedizin. Dr. Stefan Hegemann und weitere Experten sprachen beim 7. Dürener Schmerztag über Neues aus der Schmerzmedizin. Foto: Krankenhaus Düren

Mehr als 80 Gäste bei der 7. Dürener Fachtagung.

Der 7. Dürener Schmerztag stand ganz im Zeichen aktueller schmerzmedizinischer Neuigkeiten. Das Veranstalterteam um Dr. Stefan Hegemann, Sektionsleiter Schmerztherapie im Krankenhaus Düren, freute sich über 80 Teilnehmer im Kongresszentrum des Krankenhauses.

Zu Beginn berichtete Dr. Holger Neye von der Pharmakotherapieberatung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein über Neuerungen und Wissenswertes zum Thema „Verordnungssicherheit“ in der Schmerztherapie. Dabei gelang es ihm, den zahlreichen Medizinern im Auditorium die Sorge vor einem möglichen Regress zu nehmen.

Heike Müllers informierte über die geänderten Rahmenbedingungen in der psychotherapeutischen Versorgung und stellte zudem die geänderten Abläufe in der Psychotherapie dar. Eindrucksvoll konnte sie die derzeit bestehende offenkundige Unterversorgung mit Psychotherapieplätzen veranschaulichen.

Dr. Stefan Hegemann sprach über die neuen Erfahrungen im Umgang mit Beantragung, Verordnung und Herstellung von Cannabinoid-Präparaten, wenngleich der Anteil der Patienten, die für eine Therapie mit Cannabinoiden in Frage kommen, nach wir vor gering ist und vom Schmerzmediziner  - auch aufgrund der noch fehlenden Datengrundlage - auf derzeit etwa 1 Prozent aller Schmerzpatienten beziffert wird.

Pharmakologe Dr. Kuno Güttler rundete die Veranstaltung mit seinem Vortrag zum Umgang mit Metamizol ab. Metamizol ist ein in Deutschland alltägliches Medikament, das jedoch in der Anwendung insbesondere aufgrund möglicher schwerwiegender Nebenwirkungen einer ausführlichen Aufklärung bedarf. Zudem stellte Dr. Güttler fest, dass die Patienten ebenfalls über mögliche Symptome der gefürchtetsten Nebenwirkung (Agranulozytose) aufgeklärt sein müssen, um sich dann im Bedarfsfall zeitnah in medizinische Weiterbehandlung zu begeben.

In einer regen Diskussion hatten die Teilnehmer nach den Vorträgen die Möglichkeit, auch individuelle Fragestellungen mit den Fachrreferenten zu diskutieren.

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