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Da staunte nicht nur der künftige Feuerwehrmann: Beim Tag der offenen Tür im Darmkrebszentrum des Krankenhauses Düren konnten die Besucher das Organ von innen kennen lernen. Foto: Christoph Lammertz

Beim Tag der offenen Tür im Darmkrebszentrum Düren lernen Besucher das Organ intensiv kennen.

Spätestens seit Giulia Enders Bestseller „Darm mit Charme“ wird dem hochkomplexen, sensiblen und leider oft vernachlässigten Organ immer mehr Aufmerksamkeit zuteil. Zahllose Ratgeber für den gesunden Darm machen uns mit ihm so vertraut wie eben möglich. Und doch konnten die Besucher des Krankenhauses Düren jetzt ein noch intensiveres Verhältnis zu diesem besonderen Organ aufbauen: Beim Tag der offenen Tür des Darmkrebszentrums waren sie eingeladen, durch ein Modell zu schreiten und den Darm von innen kennenzulernen.

Das große Organmodell war aber nur einer von vielen Punkten, der einen Besuch des Tags der offenen Tür lohnenswert machte. Die Experten des Krankenhauses Düren, unter dessen Dach ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Darmkrebszentrum die Patienten versorgt, stellte die Arbeit in diesem Zentrum – dem ersten zwischen Köln und Aachen – vor und gewährte den Besuchern viele Einblicke. Es gab Führungen durch die Hämato-Onkologische Ambulanz des Krankenhauses, die im vergangenen Jahr ins neue Ärztehaus II umgezogen ist, durch die Radiologie, die Endoskopie und die Strahlentherapie. Die Besucher bekamen also einen guten Eindruck von der Interdisziplinarität des Zentrums, in dem die unterschiedlichen klinischen Fachbereiche eng zusammenarbeiten und auch niedergelassene Mediziner Kooperationspartner sind. Weitere Partner sind die Ernährungsberatung, die Sporttherapie, die psychosoziale Beratung und die Selbsthilfegruppe. Auch sie stellten ihr Angebot am Tag der offenen Tür vor.

Ein Hauptanliegen der Verantwortlichen im Darmkrebszentrum Düren ist die Vorsorge. Deshalb legten sie am Tag der offenen Tür auch großen Wert auf die Information über die große Bedeutung der Früherkennung. Im frühen Stadium entdeckt, sind Darm-Tumore, an denen in Deutschland jedes Jahr über 60.000 Menschen erkranken, inzwischen in 95 Prozent der Fälle komplett heilbar.