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Freude über die Rezertifizierung des Brustzentrums Düren: die Verantwortlichen von Krankenhaus Düren und St. Marien-Hospital. Foto: Christoph Lammertz

Das Brustzentrum Düren ist rezertifiziert worden. Lob für besonders intensive Fallbesprechungen.

Sylvie van der Vaart, Kylie Minogue, Anastacia, Angelina Jolie – der von großem Medieninteresse begleitete Kampf prominenter Frauen gegen den Brustkrebs rückt eine Krankheit regelmäßig in den Fokus, an der allein in Deutschland jährlich über 50.000 Frauen erkranken. Es ist die häufigste Krebsart bei Frauen, die Zahl der Erkrankungen ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Doch im Gegenzug sinkt die Zahl der Todesfälle glücklicherweise immer weiter. Dank der modernen Medizin und neuer Heilmethoden liegt die Überlebensrate bei Brustkrebs mittlerweile bei weit über 80 Prozent.

Ein ausschlaggebender Faktor für diesen Erfolg ist zweifellos die Bildung von besonders spezialisierten Zentren zur Behandlung dieser Erkrankung. In Stadt und Kreis Düren profitieren Patientinnen schon seit 2002 von den Vorteilen eines solchen Kompetenzzentrums. Vor elf Jahren erhielt  das Brustzentrum Düren als gemeinsame Einrichtung von Krankenhaus Düren und St. Marien-Hospital Birkesdorf das Gütesiegel der Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKzert). Jetzt wurde diese Zertifizierung bereits zum vierten Mal bestätigt. Nach intensiver Prüfung in einem zweitägigen Audit erhielt das Brustzentrum Düren erneut die Urkunde, mit der eine erstklassige Qualität in der Behandlung von Brustkrebspatientinnen bescheinigt wird.

Für die beiden Gynäkologie-Chefärzte Dr. Axel Sauerwald (Krankenhaus Düren) und Prof. Dr. Gerd Crombach (St. Marien-Hospital) ist die erneute Auszeichnung der Erfolg eines großen Teams in der Behandlung und Betreuung von Brustkrebspatientinnen im Kreis Düren, zu dem auch die niedergelassenen Frauenärztinnnen und -ärzte gehören, wie beide betonen. Und natürlich auch die Kollegen anderer Fachrichtungen in den beiden Krankenhäusern wie beispielsweise die Onkologie oder die Radiologie. Das Krankheitsbild jeder einzelnen Patientin wird im Brustzentrum Düren regelmäßig fach- und berufsgruppenübergreifend besprochen, um so perfekt abgestimmte Behandlungskonzepte für alle Patientinnen anbieten zu können. Die Intensität dieser Fallbesprechungen wurde von den Auditoren besonders gelobt.

Über 200 Patientinnen werden jährlich im Brustzentrum Düren nach modernsten Methoden behandelt. Dabei werden auch psychosoziale Aspekte der Erkrankung intensiv berücksichtigt. Zu den positiven medizinischen Entwicklungen seit 2002 gehört unter anderem, dass der Anteil der brusterhaltenden Operationen in Düren auf drei viertel der Fälle erhöht worden ist.