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Chefarzt Dr. Hermann Roth und Oberarzt Dr. Jens Berger studieren echokardiographische Aufnahmen. Foto: Sarah-Maria Berners (Dürener Zeitung)

Krankenhaus Düren, Dürener Zeitung und AOK informieren am 20. November bei "Medizin hautnah" über Herzerkrankungen

Als „muskuläres Hohlorgan“, das mit „rhythmischen Kontraktionen“ Blut durch den Körper pumpt und damit die Versorgung aller Organe sichert, definieren Lexika das Herz. Aber nicht immer funktioniert dieses Organ so, wie es soll. Das Herz kann zu schnell schlagen oder zu langsam, es kann vollkommen ungefährlich „stolpern“, aber es kann auch gefährlich aus dem Takt geraten. Und es kann -  ganz ganz plötzlich – stehenbleiben.

„Welche Herzrhythmusstörungen sind harmlos, welche nicht? Welche Ursachen können vorliegen? Und welche Behandlungsmöglichkeiten können wir anwenden?“. Diese und viele weitere Fragen beantworten Kardiologen des Krankenhauses Düren am Donnerstag, 20. November, 18 Uhr, im Foyer der Klinik an der Roonstraße. Unter der Überschrift „Wenn das Herz aus dem Takt gerät“ laden das Krankenhaus, die Dürener Zeitung und die AOK zum nächsten Patientenforum „Medizin hautnah“ ein. Dabei werden die Mediziner das „banale Herzstolpern“ – Extraschläge, die keinen Anlass zur Sorge bieten – ebenso thematisieren wie schwerwiegende Herzerkrankungen.

„Zu den häufigsten Erkrankungen zählt das Vorhofflimmern“, sagt Hermann Roth, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin. Deswegen wird der leitende Oberarzt der Klinik, Dr. Ingo Zillessen, diese Erkrankung und deren Ursachen auch in den Mittelpunkt seines Vortrages rücken. „Das Vorhofflimmern führt zu einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle. Daher ist eine Behandlung sehr wichtig“, erklärt Zillessen. Ein Baustein dieser Behandlung sei der Einsatz von gerinnungshemmenden Medikamenten. Sein Kollege, Oberarzt Dr. Jens Berger, wird die Ausführungen mit echokardiographischen Aufnahmen, also Aufnahmen des Herzultraschalls, anschaulich demonstrieren. Wie sieht ein gesunder Herzschlag aus? Wie können Ärzte erkennen, wenn mit dem Herzen etwas nicht stimmt? Und wie erkennen sie, wo genau die Ursachen für ein Problem liegen?

„Der medizinische Fortschritt in den vergangenen 30 Jahren ist enorm“, sagt Dr. Roth. Die Untersuchungsmethoden zur Diagnostik von Herzklappenfehlern und Herzmuskelerkrankungen zum Beispiel hätten sich ebenso verbessert wie Medikamente und operative Behandlungsmöglichkeiten. Auch auf diese, zum Beispiel Herzschrittmacher und kleine implantierte Defibrillatoren zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod, werden die Ärzte beim Informationsabend eingehen.

AOK-Regionaldirektor Waldemar Radtke empfiehlt den Besuch der Veranstaltung allen Betroffenen: „Informationen über moderne Behandlungsmöglichkeiten, und wie man seinen Gesundheitszustand verbessern kann, wünschen sich nahezu alle Patienten. Bei ,Medizin hautnah‘ kommen regionale Experten zu Wort, die für alle auch erreichbar sind .“

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nach den Ausführungen der Mediziner haben Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen. Sarah-Maria Berners (Dürener Zeitung)