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Chefarzt Dr. Hermann Roth (2.v.l) und die Referenten des Burgau-Symposiums gaben den Teilnehmern die Möglichkeit, das eigene Wissen aufzufrischen und neue Ansätze und Methoden kennen zu lernen. Foto: Johnen

Was ist der neueste Stand der Forschung? Welche neuen Möglichkeiten gibt es in der Diagnose? Und wie haben sich neue Verfahren und Medikamente in der Therapie bewährt? Antworten auf diese Fragen gab es beim jüngsten Burgau-Symposium im Konzertsaal von Schloss Burgau. Bereits zum 32. Mal hatte das Krankenhaus Düren zu dieser Veranstaltung eingeladen, die wissenschaftliche Leitung hatte Dr. Hermann Roth, Chefarzt der Kardiologie im Krankenhaus Düren.

Im Mittelpunkt des Symposiums, das sich besonders an niedergelassene Ärzte richtet, standen die Themenschwerpunkte Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit und COPD/Asthma. Erneut ist es den Veranstaltern (zu ihnen gehörte auch Dr. Serhat Aymaz, Chefarzt der Gastroenterologie im Krankenhaus Düren) gelungen, elf hervorragende, klinisch erfahrene Mediziner als Referenten für praxisrelevante Themen zu finden. Neben Übersichtsvorträgen stellten die Experten auch interessante Fälle vor und stiegen in die Fachdiskussion mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein. Rund 50 Mediziner aus der gesamten Region nahmen die Möglichkeit wahr, das Symposium zu besuchen und sich zu informieren. „Das Symposium ist für viele praktisch handelnde Mediziner eine gute Möglichkeit, das eigene Wissen aufzufrischen und neue Ansätze und Methoden kennen zu lernen“, freut sich Dr. Hermann Roth über den großen Zuspruch. Die Veranstaltung habe einen festen Platz im Terminkalender vieler Ärzte in der Region.

Von Diabetologe Dr. Kurt Rinnert erfuhren die Teilnehmer beispielsweise, dass dank neuer Medikamente an Diabetes mellitus erkrankte Menschen weiterhin auch beruflich Kraftfahrzeuge (Lkw-Fahrer) und Maschinen führen können, die bislang meist aufgrund von potenziellen Komplikationen arbeitsuntauglich waren. Insulin wird in diesen Fällen nicht mehr gespritzt, sondern als Tablette verabreicht. Im Bereich der koronaren Herzkrankheiten stellte beispielsweise Prof. Dr. Nikos Werner, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am Uniklinikum Bonn, neue interventionelle Therapien vor. Ablagerungen lassen sich neuerdings mit Schockwellen zu Leibe rücken, dafür kommen spezielle Stents zum Einsatz, die als Impulsgeber dienen. Besondere Fälle chronisch obstruktiver Lungenkrankheiten (COPD) aus dem Krankenhaus Düren stellte Alex Jerosch, Facharzt für Innere Medizin, vor.

Das Symposium war als „Drei-in-Einem DMP-Veranstaltung“ konzipiert und eine anerkannte Fortbildung für die teilnehmenden Mediziner. Die Abkürzung DMP steht für „Disease-Management-Programm“ der Krankenkassen. Chronisch kranke Patienten mit COPD, Diabetes mellitus und koronaren Herzkrankheiten werden im Rahmen dieser besonders strukturierten Behandlungsprogramme betreut.