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Chefarzt Dr. Hermann Roth (rechts) gewann wieder anerkannte Spezialisten als Referenten fürs Burgau-Symposium. Foto: Christoph Lammertz

28. Burgau-Symposium des Krankenhauses Düren hat den Teilnehmern viel zu bieten

Der Fortschritt des medizinischen Wissens, der technischen Möglichkeiten und der medikamentösen Optionen ist rasant. Für die Patienten ergeben sich daraus viele neue Perspektiven. Für die Mediziner stellen sich aber auch immer wieder neue Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen der modernen Medizin. Mit ihrem Burgau-Symposium leistet die Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin des Krankenhauses Düren seit fast drei Jahrzehnten einen Beitrag zur Klärung dieser Fragen. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Hermann Roth gaben hochrangige Referenten auch beim 28. Symposium in Schloss Burgau wieder kompakte Zusammenfassungen des aktuellen Wissensstandes.

Priv.-Doz. Dr. Jan-Malte Sinning (Universitätsklinikum Bonn) informierte die rund 60 Teilnehmer über neue Entwicklungen in der interventionellen Therapie von angeborenen Herzfehlern. Prof. Dr. Ralf Koos (Uniklinik RWTH Aachen) stellte neue Thrombozytenaggregationshemmer, also Medikamente, die die Verklumpung von Blutplättchen verhindern, vor. Dass es in der interventionellen Therapie der arteriellen Gefäßkrankheit inzwischen durchaus Alternativen zur Operation gibt, erläuterte Dr. Holm Reintges, Oberarzt der Kardiologie im Krankenhaus Düren. Prof. Dr. Marc Horlitz (Kankenhaus Porz am Rhein) widmete sich dem aktuellen Stand in der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Die neuen Behandlungsmöglichkeiten der Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung nahm Dr. Paul-G. Behler (Katholisches Karl-Leisner-Klinikum) in den Blick, bevor Dr. Ingo Zillessen, Leitender Oberarzt der Kardiologie im Krankenhaus Düren, den sehr interessanten Fall einer Patientin vorstellte, die mit Herzstillstand in die Klinik an der Roonstraße eingeliefert wurde. Es stellte sich heraus, dass sie am Bland-White-Garland-Syndrom litt, einer äußerst seltenen Fehlbildung der Herzkranzgefäße. 90 Prozent der Kinder, die mit dieser Anomalie zur Welt kommen, leben nicht einmal ein Jahr. Die Dürener Patientin überstand mit dieser Fehlbildung sogar eine Zwillingsgeburt. Auch den Herzstillstand überlebte sie und hat nach einer erfolgreichen OP auch gute Aussichten auf ein gesundes Leben.

 „Theoretisches Wissen auffrischen und den Weg aufzeigen, wie das Wissen in der Praxis umzusetzen ist – das wollen wir den Teilnehmern unseres Symposiums bieten“, sagt Chefarzt Dr. Roth. Die durchweg positive Resonanz bewies, dass dies auch bei der 28. Auflage wieder gelungen ist.