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Dr. Hermann Roth freut sich über die erfolgreiche Online-Premiere einer traditionsreichen Veranstaltung: Die 34. Auflage war die erste digitale Ausgabe des Burgau-Symposiums. Foto: C. Lammertz

Ein Symposium mit großer Tradition hat jetzt neue Wege beschritten. Seit Mitte der 80er-Jahre ist das Burgau-Symposium der kardiologischen Klinik im Krankenhaus Düren eine weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte und geschätzte Fortbildungsveranstaltung für Mediziner. Im schönen Ambiente von Schloss Burgau kommen in jedem Frühjahr bis zu 120 Ärztinnen und Ärzte zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse für die Diagnose und Therapie von Herz-, Lungen- und Stoffwechselerkrankungen auszutauschen. Coronabedingt musste das Treffen im Schloss nun ausfallen. Doch die 34. Auflage des Burgau-Symposiums ging dennoch erfolgreich über die Bühne: als Online-Fortbildung mit 80 Teilnehmern aus ganz Deutschland.

„Wir sind sehr froh, dass wir auf diese Weise die Möglichkeit hatten, unsere Tradition fortzusetzen“, freute sich Dr. Hermann Roth, Chefarzt der Kardiologie im Krankenhaus Düren, nach der ersten digitalen Ausgabe des Symposiums. Die Resonanz der Teilnehmer sei hervorragend gewesen, auch wenn natürlich alle hofften, sich im kommenden Jahr wieder im Schloss zu sehen.

Das achtstündige Programm des Online-Symposiums wartete wie die 33 Präsenz-Fortbildungen zuvor mit hochkarätigen Referenten auf. Neben den Gastgebern des Krankenhauses Düren, die in sechs Vorträgen nicht nur Updates unterem anderem zu Lungenerkrankungen und Diabetes gaben, sondern auch besondere Fälle aus der Praxis vorstellten, referierten unter anderem vier Universitätsprofessorinnen und -professoren. So stellte Prof. Sebastian Zimmer (Uniklink Bonn) die Fortschritte in der interventionellen Kardiologie vor. Prof. Dirk Skowasch (Uniklink Bonn) referierte über den Zusammenhang von pulmonaler Hypertonie (hoher Blutdruck im Lungenkreislauf) und Herzinsuffizienz. Einem ganz aktuellen Thema widmete sich Prof. Michael Dreher (Uniklink Aachen), der die Folgen einer Covid-19-Erkrankung für Asthma- und COPD-Patienten beschrieb. Über die Rolle des Sports in der Prophylaxe und Therapie von Stoffwechsel- und kardiovaskulären Erkrankungen berichtete Prof. Christine Joisten von der Sporthochschule Köln. Dr. Peter Bartz-Bazzanella, Ärztlicher Leiter der Rheumatologie im Rhein-Maas-Klinikum, nahm Lungenbeteiligungen bei rheumatischen Erkrankungen in den Blick.

„Wir sind natürlich stolz darauf, regelmäßig solche hochrangigen Referenten für uns zu gewinnen“, sagt Dr. Hermann Roth. Die Attraktivität des Burgau-Symposiums lebe aber ebenso von den hervorragenden Vorträgen der eigenen Kolleginnen und Kollegen und der lokalen niedergelassenen Ärzte, die in diesem Jahr in der Reihe der Referenten von Alexander Balsam aus Merzenich, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie, vertreten waren. Und sie lebe von den Fachdiskussionen aller Teilnehmer, die auch in der Online-Version des Burgau-Symposiums nicht zu kurz kamen.

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