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Donnerstag, 20 August 2020 14:10

Ein Eingriff für mehr Lebensqualität

Wenn das Gehen zur Qual wird, leidet die Lebensqualität. Ganz erheblich sogar. Dann ist es Zeit, einen Experten aufzusuchen. So wie es Paul Erven getan hat. Der 82-Jährige klagte seit Jahren über schlimme Schmerzen in den Beinen. Und weil sich trotz aller Bemühungen keine Linderung einstellte, suchte er Rat in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus Düren. Dort wurde erkannt, wie ihm geholfen werden kann.

„Bei unserer Untersuchung ergab sich, dass die Ursache in der Wirbelsäule zu finden war“, erklärt Dr. Marco Gerards, Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Aufgrund einer sogenannten Spinalkanalstenose wurden im Bereich der Lendenwirbelsäule die Nerven eingeklemmt. Mithilfe einer mikrochirurgischen Technik unter dem OP-Mikroskop weitete Dr. Gerards die verengten Stellen, um die Nerven zu befreien. „Die Komplikationsrate der Operation ist sehr gering, der Zugewinn an Lebensqualität aber enorm“, berichtet der zertifizierte Wirbelsäulenchirurg (Deutsche Wirbelsäulengesellschaft) aus den Gesprächen mit vielen Patienten, denen es nach dem Eingriff wieder wesentlich bessergeht. 

Dienstag, 18 August 2020 14:10

„Die Heilungschancen sind sehr gut“

 

Dr. Telja Pursche ist Sektionsleiterin des Brustzentrums im Krankenhaus Düren. Im Interview spricht sie über Vorsorge, immer bessere Therapien, psychische und ästhetische Aspekte.

Frau Dr. Pursche, die regelmäßige Vorsorge ist für die Heilungschancen bei Brustkrebs von hoher Bedeutung.
pursche webDr. Telja Pursche: Das ist richtig. Durch eine regelmäßige Vorsorge gelingt es in der Regel, eine Brustkrebsvorstufe oder einen Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Das vergrößert die Heilungschancen und erlaubt in den allermeisten Fällen eine möglichst wenig belastende Therapie.

Dennoch ist Brustkrebs eine Erkrankung, die mit vielen Ängsten verbunden ist.
Dr. Telja Pursche: Die Diagnose Krebs macht natürlich immer Angst. Mit rund 72.000 Neuerkrankungen im Jahr bei Frauen ist es die häufigste Krebserkrankung, aber Brustkrebs ist tatsächlich mittlerweile gut behandelbar. Durch die gute Früherkennung sind die Heilungsraten sehr gut. Sie liegen aktuell bei 86 Prozent. Das liegt auch an immer besseren Therapien, die meistens auch gut verträglich sind. Gerade in den letzten Jahren haben wir gelernt, dass nicht jede Patientin mit Krebs eine Chemotherapie braucht und dennoch eine sehr gute Prognose hat. Es gilt: So wenig wie möglich und so viel wie nötig. Wichtig ist es jedoch, genau diese Patientinnen zu identifizieren, die eine intensive Therapie benötigen. Das ist nur durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Team möglich, denn die Innovationen gerade im Bereich der Brustkrebstherapie sind erfreulicherweise aktuell so mannigfaltig, dass man ansonsten schnell den Überblick verliert oder nicht mehr auf dem aktuellsten Stand ist.

Dies ist sicherlich auch ein Vorteil des Brustzentrums im Krankenhaus Düren. Hier arbeiten die Gynäkologinnen als Spezialistinnen für Brusterkrankungen quasi Tür an Tür mit den Radiologen, den Onkologen, den Pathologen und den Strahlentherapeuten. So können wir für jede Patientin eine maßgeschneiderte Therapie komplett vor Ort anbieten. 

Auch die Möglichkeiten der brusterhaltenden OPs und der Brustrekonstruktion sind in den vergangenen Jahren noch einmal größer geworden. Sie sind als „Senior Mammaoperateur“ der Deutschen Krebsgesellschaft Spezialisten auf diesem Gebiet.
Dr. Telja Pursche: In den meisten Fällen ist heute eine brusterhaltende Methode möglich – ein wichtiger Aspekt vor dem Hintergrund der psychischen Belastung, die mit der Erkrankung einhergeht. Der Gewebeverlust, der durch die Tumorentnahme entsteht, kann durch plastische Operationstechniken ausgeglichen werden. So lassen sich neben der Heilung der Krebserkrankung auch gute ästhetische Ergebnisse erzielen – auch dann, wenn die Brust neu aufgebaut und die Brustwarze rekonstruiert werden muss.
Für die Patientinnen hat natürlich zunächst einmal die Heilung vom Brustkrebs die höchste Priorität. Aber auch die Ästhetik ist ein wichtiger Aspekt. Dass sie bei uns zwischen den aktuellsten Verfahren entscheiden können, ohne dafür noch einmal das Behandlungsteam zu wechseln, ist für die Dürener Patientinnen sicher ein großer Vorteil.

Sie sprachen die psychische Belastung für die Patientinnen an. Auch die Sorge um das seelische Gleichgewicht gehört zu den Aufgaben eines Brustzentrums. Wozu raten Sie den Patientinnen?

Dr. Telja Pursche: Wichtig ist, dass sich die Patientin darauf verlassen kann, dass Spezialisten aus allen beteiligten Fachgebieten gemeinsam eine „maßgeschneiderte“ individuelle Therapieempfehlung geben und dass diese Empfehlung im vertrauensvollen Gespräch mit der Patientin intensiv erläutert wird. Auch der schnelle Beginn der Therapie mit zeitnahen Terminen zum Beispiel beim Onkologen oder Radiologen ist wichtig.
Neben den klassischen ärztlichen Behandlungsoptionen sollten aber viele weitere Behandlungsakteure nicht vergessen werden, die sehr viel zum Wohlbefinden unserer Patientinnen beitragen. Unsere speziell ausgebildeten Brustschwestern, die Breast Care Nurses, begleiten und beraten Sie während der gesamten Therapie und darüber hinaus, zum Beispiel auch bezüglich Reha oder sozialrechtlichen Fragen. Sport kann nachweislich das Rezidivrisiko und die Nebenwirkungsrate von medikamentösen Therapien senken. Deshalb sind wir sehr froh über unser Gesundheitszentrum, das ein breites Sportangebot auch speziell für Krebspatientinnen vorweisen kann. Ein weiteres Standbein ist die psychoonkologische Betreuung, die wir in unserem Haus anbieten. Und wir haben Expertinnen für naturheilkundliche Verfahren, die ebenfalls eine sehr gute Ergänzung zur klassischen Schulmedizin sein können.

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Moderne Mammographie

Seit dem Frühjahr steht im Krankenhaus Düren das derzeit modernste Mammographiegerät. Wie wird es eingesetzt?
Dr. Telja Pursche: Unser neues Mammographiegerät ist rege im Einsatz. Beispielweise bei Patientinnen, die sich mit einer bereits bekannten Brustkrebserkrankung bei uns in Behandlung befinden. Die Mammographie bieten wir diesen Patientinnen zur Komplettierung der Diagnostik an. Ein weiteres Einsatzgebiet der neuen Anlage sind sehr kleine Tumorbefunde oder auffälliger Mikrokalk. Am Tag der Operation können wir mit Hilfe der modernen Mammographieanlage einen Markierungsdraht einlegen, um ganz präzise operieren zu können.

Bieten Sie auch Vorsorgeuntersuchungen an?
Dr. Telja Pursche: Für Vor- und Nachsorgeuntersuchungen mit dem neuen Mammographiegerät haben wir bisher nur eine Zulassung der privaten Kassen. Die Brustvor- und Nachsorge bei gesunden Patientinnen ist aber in Deutschland auch vor allem über den ambulanten Bereich organisiert. Ihr Frauenarzt ist dafür der erste Ansprechpartner. Ab dem 30. Lebensjahr werden die Brustdrüsen und die Lymphknoten in den Achselhöhlen jährlich kontrolliert und abgetastet. Sollten sich hier unklare Befunde ergeben, führt der Frauenarzt oft einen gezielten Ultraschall durch und prüft, ob eine Weiterüberweisung ins Brustzentrum zur Abklärung sinnvoll ist.
Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr erfolgt zusätzlich alle zwei Jahre die Einladung zur sogenannten Screening-Mammographie, also die Röntgenuntersuchung der Brust. Bei sehr dichtem Drüsengewebe kann es sein, dass die Mammographie nur bedingt aussagekräftig ist. Dann kann eine zusätzliche regelmäßige Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein. Auch hier berät Sie der niedergelassene Frauenarzt und entscheidet mit der Patientin zusammen, was sinnvoll ist.

Dieses Interview ist erschienen in der Ausgabe 2_2020 des Gesundheitsmagazins InForm, herausgegeben vom Krankenhaus Düren.

Publiziert in Gynäkologie
Mittwoch, 01 Juli 2020 13:23

„Das Gesundheitswesen braucht Sie!“

Ein ganz besonderes Gemeinschaftsprojekt hat erfolgreich die fünfte Runde durchlaufen. Elf junge Frauen und zwei junge Männer erhielten nach einjähriger Ausbildung im Krankenhaus Düren ihre Abschlusszeugnisse und dürfen sich von nun an Gesundheits- und Krankenpflegeassistenten nennen. Zum fünften Mal haben das kommunale Krankenhaus, die gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft low-tec, die Agentur für Arbeit Aachen-Düren und die job-com, die sich im Kreis Düren um Langzeitarbeitslose kümmert, ihre Kräfte gebündelt, um motivierten jungen Menschen eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben.

Publiziert in Krankenpflegeschule
Donnerstag, 25 Juni 2020 10:04

Expertenteam für schwerste Verletzungen

Knochenbrüche, innere Blutungen, Organverletzungen, Schädel-Hirn-Traumata – rund 35.000 Menschen werden in Deutschland jedes Jahr schwer- und schwerstverletzt. Für sie kommt es nicht nur auf jede Minute an, sondern auch auf das Expertenteam im behandelnden Krankenhaus. Vor neun Jahren wurde in unserer Region deshalb das Traumanetzwerk Euregio gegründet. Unfallopfer mit lebensbedrohlichen Verletzungen (Polytrauma-Patienten) sollten fortan gezielt in Kliniken gebracht werden, die für ihre Versorgung besonders geeignet sind. Das Krankenhaus Düren ist damals als Regionales Traumazentrum zertifiziert worden und übernahm die Führung im Kreis Düren. Jetzt ist das Zertifikat zum dritten Mal verlängert worden.

Donnerstag, 18 Juni 2020 12:36

Fast 4000 Corona-Patienten in Mytischi

Fast 4000 Corona-Patienten bisher, bis zu 100 neue pro Tag, 1000 zusätzliche Klinikbetten, mehr als 200 erkrankte Mitarbeiter – das sind Zahlen aus dem Klinischen Krankenhaus Mytischi, der russischen Partnerklinik des Krankenhauses Düren. Das Krankenhaus in der Partnerkommune des Kreises Düren ist für ein Einzugsgebiet mit 7,5 Millionen Einwohnern in der Region um Moskau als „Corona-Klinik“ ausgewählt worden. Während dort andere Krankenhäuser alle anderen Patienten behandeln, kümmert sich das Klinische Krankenhaus Mytischi fast ausnahmslos um Menschen, die mit Covid-19 infiziert sind.

Publiziert in Aktuelle Informationen
Montag, 25 Mai 2020 15:46

Corona-Diagnose im CT

Erst kommt der Abstrich im tiefen Rachen, dann das Warten aufs Ergebnis aus dem Labor: Wenn von Corona-Test die Rede ist, dann ist damit in den allermeisten Fällen der PCR-Test gemeint. Mit dessen Hilfe kann das Virus in der Speichelprobe nachgewiesen werden. Doch zu 100 Prozent zuverlässig ist der PCR-Test nicht. Weil es dabei auch zu falsch negativen Ergebnissen kommt, haben Radiologen bereits zu Beginn der Corona-Pandemie auf eine zusätzliche Diagnose-Möglichkeit hingewiesen: Auch im Computertomographen (CT) kann eine Corona-Infektion nachgewiesen werden. Wie wertvoll diese zusätzliche Option sein kann, das haben Radiologen der Uniklinik RWTH Aachen und des Krankenhauses Düren jetzt in einer Studie nachgewiesen.

Publiziert in Radiologie
Dienstag, 19 Mai 2020 12:47

Gesund grillen? Ja, das geht!

Das sollte ein perfekter Feiertag werden: Strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen versprechen die Meteorologen für diesen Donnerstag. Ideale Voraussetzungen also, um im Garten oder auf dem Balkon den Grill anzufeuern. Wir haben unsere Ernährungsberaterin Kathrin Hunf gefragt, was wir denn mit gutem Gewissen aufs Rost legen können. Die Überschrift: Gesundes Grillen! 

Publiziert in Aktuelle Informationen

Als die Corona-Pandemie Deutschland erreichte, begann für unsere Gesellschaft eine der größten Herausforderungen, die das Land je erlebt hat. Ganz besonders gilt das für unser Gesundheitssystem. Mitte März beschlossen Bund und Länder, dass sich die Krankenhäuser auf die Behandlung der zu erwartenden hohen Zahl von Corona-Patienten konzentrieren sollten. Intensivkapazitäten sollten ausgebaut werden, alle planbaren Operationen und Eingriffe auf unbestimmte Zeit verschoben werden, soweit es medizinisch vertretbar ist.
Wie ist fünf Wochen später die Lage im größten Krankenhaus des Kreises Düren? Wir haben darüber mit der Ärztlichen Direktion – Priv.-Doz. Dr. Christof Börgermann, Chefarzt der Urologie, und Dr. Serhat Aymaz, Chefarzt der Gastroenterologie – gesprochen.

Publiziert in Aktuelle Informationen
Donnerstag, 13 Februar 2020 14:40

Erfolgreiches Telemedizin-Projekt

Die bestmögliche Gesundheitsversorgung in Stadt und Land ist der Wunsch von Patienten und ihren Angehörigen, von Ärzten und der Politik. Insbesondere schwer kranke Menschen sind auf eine hochqualifizierte intensivmedizinische und infektiologische Behandlung angewiesen. Dort setzte 2017 das Projekt TELnet@NRW an: Mit Hilfe der Telemedizin sollte es möglich werden, medizinisches Wissen genau dort zu nutzen, wo es benötigt wird – und das rund um die Uhr.

Zwei Modellregionen wurden für TELnet@NRW ausgewählt: Münster und Aachen. In der hiesigen Modellregion vernetzte sich das Krankenhaus Düren mit der Uniklinik RWTH Aachen. Fortan wurde die Videokonferenz zwischen den Aachener und Dürener Intensivmedizinern und Infektiologen zur täglichen Praxis. Beide Seiten waren schnell vom großen Wert des kollegialen Austauschs über teils hochkomplexe Behandlungsfragen überzeugt. Bei der Abschlussveranstaltung wurden die beteiligten Mediziner aus dem Krankenhaus Düren nun von TELnet@NRW-Konsortialführer Prof. Gernot Marx (Uniklinik Aachen) für ihre wertvolle Mitarbeit am erfolgreichen Projekt ausgezeichnet.

Publiziert in Anästhesie
Freitag, 07 Februar 2020 10:28

Antibiotika sinnvoll einsetzen!

Der Hals kratzt, die Nase läuft – eine heftige Erkältung ist im Anmarsch. Was tun? Antibiotika sind als Gegenmaßnahme beliebt, aber häufig die falsche Wahl. Denn: Erkältungskrankheiten werden ganz überwiegend von Viren verursacht. Gegen Viren sind Antibiotika jedoch wirkungslos, sie helfen nur bei der Bekämpfung von Bakterien.

„Teetrinken ist manchmal die bessere Wahl.“ Unter dieser Überschrift steht eine landesweite Informationskampagne, die das Landesgesundheitsministerium mit zahlreichen Partnern gestartet hat. Auch das Krankenhaus Düren unterstützt die Kampagne.

Publiziert in Hygiene