Unser Flyer AkutschmerzdienstIm Krankenhaus Düren spielt die Schmerztherapie in allen Bereichen eine herausragende Rolle.
Viele unserer Patientinnen und Patienten leiden unter Schmerzen, etwa 13 Millionen Deutsche sind sogar chronisch schmerzkrank. Von chronischen Schmerzen spricht man dann, wenn der Schmerz seine „Warnfunktion“ (z. B. bei Verletzungen) verloren hat und sich über einen Zeitraum von mehr als 3 bis 6 Monaten verselbstständigt hat.
In diesen Fällen können dann Schmerzspezialisten aus der Klinik für Anästhesiologie von Ihren behandelnden Ärzten konsiliarisch hinzugezogen werden.

Diese erarbeiten dann mit Ihnen ein Konzept zur Verbesserung Ihrer Schmerzsituation, welches auch schriftlich festgehalten wird und bei Bedarf an Ihren weiterbehandelnden Arzt weitergeleitet werden kann.
Die Schmerzerfassung erfolgt im gesamten Krankenhaus nach der „numerischen Ratingskala“ (NRS).
Von großem Interesse ist für uns aber nicht nur der Schmerz in Ruhe, sondern auch der Schmerz bei Bewegung, da dieser entscheidend für Ihre Genesung ist, da Sie sicherlich frühzeitig das Krankenbett wieder verlassen möchten.
Natürlich stehen wir Ihnen auch bei akuten Schmerzen (zum Beispiel im Rahmen einer Operation) hilfreich zur Seite. Bei diesen Eingriffen werden sie durch Narkoseärzte sowohl vor, während als auch danach schmerztherapeutisch mitbetreut.
Im Narkosevorgespräch erläutern wir Ihnen die für Ihre geplante Operation geeigneten Narkoseverfahren. Hierbei haben Regionalanästhesieverfahren (Narkosen, bei denen nur die zu operierende Region betäubt werden) einen hohen Stellenwert.
In der Zeit nach der Operation werden Sie durch speziell geschultes Personal des Akutschmerzdienstes (ASD) weiter mitbetreut und täglich besucht. Im Rahmen dieser Visiten werden dann sowohl aktuell vorhandene Schmerzen besprochen, als auch das Regionalanästhesieverfahren auf seine Wirkung überprüft.

Schmerzkatheter werden zum Erreichen einer bestmöglichen Schmerzlinderung kontinuierlich durch spezielle tragbare Schmerzpumpen (CADD Legacy) beschickt, so dass Ihnen während Ihrer Genesung auch die notwendige Mobilität möglich ist.
In den seltenen Fällen, in denen die Schmerzlinderung nicht durch ein Regionalanästhesieverfahren erzielt wird, besteht die Möglichkeit der Nutzung einer Patienten-kontrollierten intravenösen Analgesie (PCIA). Hierbei handelt es sich um eine Pumpe, die nach Anforderung des Patienten eine definierte Menge eines starken Schmerzmittels über einen Venenzugang verabreicht. Eine Überdosierung ist bei allen im Einsatz befindlichen Systemen ausgeschlossen.

Als Qualitätskontrolle nehmen wir als Krankenhaus auch am „Quips-Projekt“ teil, dies steht für „Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“. Dabei werden stichprobenartig die Krankenhausaufenthalte der Patienten in unterschiedlichen
operativen Kliniken untersucht und – Ihre Meinung ist uns wichtig – auch Sie nach einer Beurteilung unserer schmerztherapeutischen Tätigkeit gefragt. Uns liegt dieses Projekt sehr am Herzen, da wir dieses als wichtigen Parameter zur
Einschätzung unserer Schmerztherapie-Qualität benötigen.

Das Team der Schmerztherapie wünscht Ihnen eine baldige Genesung und einen angenehmen Aufenthalt in unserem Haus.