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Das einzige Verfahren, mit dem Darmkrebs geheilt werden kann, ist nach wie vor die Operation. Dabei ist in den frühen Tumorstadien (UICC I und II) eine alleinige Operation ausreichend, um eine vollständige Heilung zu erzielen. In den höheren Stadien (UICC III und IV) kann auch eine Heilung erreicht werden. Hier sind jedoch meist zusätzliche Therapiemaßnahmen notwendig.

Wir unterscheiden bei der Operation die kurative (heilender Eingriff) und die palliative (bessernder Eingriff) Operation.

Weiterlesen: Die Operation

Die zentrale Aufgabe der Anästhesie bei darmchirurgischen Eingriffen ist die möglichst stressfreie Führung des Patienten durch die Phase vor, während und nach der Operation. Hier sind neben der schonenden Narkoseführung mit modernen und gut steuerbaren Anästhesieverfahren, das Flüssigkeitsmanagement sowie die suffiziente Schmerzbehandlung die tragenden Säulen des sogenannten perioperativen Konzeptes.

Die orale Flüssigkeitsaufnahme vor der Operation kann bei Genuss klarer, fettfreier Flüssigkeiten bis zu 3 Stunden vor dem Eingriff erfolgen. Mit den heute verfügbaren Narkosemitteln ist eine «punktgenaue» Anästhesieführung möglich, die unter Berücksichtigung eines ausgeglichenen Flüssigkeits- und Wärmehaushaltes auch dem unangenehmen Erbrechen nach der Operation entgegen wirken kann.

Weiterlesen: Die Rolle der Anästhesie bei der modernen Darmchirurgie

Eine Chemotherapie wird für Patienten mit einem Kolokarzinom ab Stadium III und bei einem Rektumkarzinom bereits ab dem Stadium II empfohlen. Gerade bei Patienten, bei denen die Lymphknoten befallen sind, wird sie nach einer erfolgreichen Operation eingesetzt, um die Wahrscheinlichkeit des Therapieerfolges zu erhöhen.

Eine Chemotherapie wird als adjuvant bezeichnet, wenn sie zusätzlich zur radikalen Operation die Langzeitergebnisse bessern soll.

Bei einem ausgedehnten Tumorwachstum im Rektum, wird die so genannte neoadjuvante Therapie angewandt. Es handelt sich dabei um eine der OP vorgeschaltete Strahlentherapie oder Chemotherapie - manchmal auch eine Kombination aus beiden Behandlungen - wodurch der Tumor zunächst verkleinert wird, damit er sich operativ leichter entfernen lässt.

Bei der palliativen Chemotherapie geht es um die Verbesserung der Lebensqualität und die Verlängerung des Lebens.

Weiterlesen: Chemotherapie

Hauptsächlich wird die Strahlentherapie (Radiotherapie) bei Tumoren im Mastdarm ab dem Stadium II angewandt. In der Regel wird vor einer Operation bestrahlt, um den Tumor zu verkleinern. Wird die Strahlentherapie nach einem chirurgischen Eingriff eingesetzt, hat sie das Ziel, eventuell verbliebene einzelne Krebszellen zu zerstören. Die Dauer der Strahlentherapie ist sehr unterschiedlich und hängt sowohl von der Tumorgröße ab als auch von der Art und dem Umfang der geplanten bzw. durchgeführten Operation. Oft wird die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie kombiniert (Radiochemotherapie).

Auch hier gilt, dass Therapien, die für Sie in Frage kommen, ganz individuell angepasst werden müssen. Über die Behandlung, die Wirkungsweise, sowie mögliche Nebenwirkungen und deren Eindämmung, werden wir vorher mit Ihnen sprechen.

Es gibt neben der Operation, Chemo- und Strahlentherapie eine Vielzahl an «ganzheitlichen» Behandlungen - auch «alternative Therapien» genannt.

Bitte sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, bevor Sie an eine alternative Therapie denken. Ergänzend können diese Therapien sinnvoll sein - die schulmedizinische Behandlung können sie aber auf keinen Fall ersetzen.