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Training am Simulator zur strukturierten Übernahme eines Intensivpatienten (von links nach rechts: Yvonne Kayser, Tillmann Speer und Alexa Renner).

Düren - Intensivtransportkurse für Mitarbeiter im Rettungsdienst zum Jahresabschluss im Simulationszentrum der Krankenhaus Düren gem. GmbH

Das Jahr 2015 neigt sich auch im Simulationszentrum der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie dem Ende zu. Im Dezember führten die Instruktoren unter Leitung von Prof. Stefan Schröder noch zwei Simulationskurse für Rettungsdienstpersonal nach den Vorgaben der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) durch. In bewährter Zusammenarbeit mit der Landesschule des DRK-Landesverbandes Nordrhein e.V. wurden 30 Rettungsassistenten auf die Arbeit im Intensivtransport vorbereitet. Neben verschiedenen Praxisstationen zum Umgang mit arteriellen Zugängen, Thoraxdrainagen, Absaugsystemen und Beatmungsgeräten stand die strukturierte Übernahme von Intensivpatienten im besonderen Fokus. Auf diese Weise soll im täglichen Einsatz das Transporttrauma, das in vielen Fällen auf menschliche Faktoren zurückzuführen und somit potentiell vermeidbar ist, minimiert werden.

Dr. Ulrike Glöckner, Fachärztin für Anästhesiologie und Instruktorin für Simulationstraining, betont: «Wir beobachten seit Jahren eine Zunahme der Transporte schwer erkrankter, intensivpflichtiger Patienten. Die Anforderungen an das begleitende Personal im Umgang mit diesen Patienten, die häufig beatmungspflichtig sind und kontinuierlich Medikamente erhalten, sind hoch. Mit unserem Lehrgang legen wir einen entscheidenden Grundstein in der Fortbildung des Rettungsdienstpersonals - sowohl in Bezug auf das Erlernen praktischer Fähigkeiten als auch hinsichtlich der Kommunikation im Team. Wir sind überzeugt, dass wir so die Patientensicherheit im Intensivtransport verbessern können.»

An dem Lehrgang nahmen Rettungsassistenten aus ganz Nordrhein-Westfalen teil. Sie wurden von Ralf Schmitz, pädagogischer Mitarbeiter der Landesschule Nordrhein (LANO), in den theoretischen Grundlagen geschult. Im Krankenhaus Düren lobten die Teilnehmenden insbesondere die realitätsnahe Simulation und die strukturierte Nachbesprechung der Szenarien in der Gruppe.

Im Simulationszentrum der Krankenhaus Düren gem. GmbH finden seit dem Jahr 2011 regelmäßig Simulationstrainings zum Intensivtransport statt. Im Rahmen dessen können sowohl die strukturierte Übernahme von Patienten auf der Intensivstation als auch Zwischenfälle im Intensivtransportwagen (ITW) trainiert werden (Tillmann Speer).

Weitere Bilder:

Ralf Schmitz in grüner Bereichskleidung von der DRK-Landesschule Nordrhein erklärt die Grundzüge der Intensivbeatmung. Der Patientensimulator auf der Intensivstation. 

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