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Die Ärztekollegen Speer, Jäger und Wolf (von links nach rechts) am Patientensimulator in der Endoskopie.

Am Samstag, 21.11.2015 fand im Krankenhaus Düren der erste Refresher-Kurs «Analgosedierung in der Endoskopie» statt. Bereits seit drei Jahren kooperieren die Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Schröder und die Medizinische Klinik II unter Leitung von Dr. Serhat Aymaz, M.Sc. in der Aus- und Fortbildung von nichtärztlichem und ärztlichem Personal. Dabei setzen sie auf den Einsatz moderner Patientensimulatoren direkt in den Räumlichkeiten der Endoskopie.

Das Angebot des dreitägigen Grundlehrganges wurde aufgrund der hohen Nachfrage in diesem Jahr nun um einen Refresherkurs erweitert. Dieser bietet bereits geschulten Mitarbeitern die Möglichkeit, medizinisch-fachliches Wissen aufzufrischen und im Rahmen der Simulation gezielt Notfallsituationen zu trainieren.

Zwölf Teilnehmer, die in verschiedenen Kliniken bzw. Praxen in Nordrhein-Westfalen arbeiten, nutzten diese Gelegenheit. Während der Vormittag aus Vorträgen zum Qualitätsmanagement und zur Analgosedierung in der Endoskopie sowie zur kardiopulmonalen Reanimation bestand, referierte Tillmann Speer, Instruktor für Simulationstraining am Krankenhaus Düren, im weiteren Verlauf über Kommunikation unter Stressbedingungen. Er betonte: «Kommunikation ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Notfallmanagement. Durch sichere Kommunikation können Zwischenfälle in der Patientenversorgung effizienter bearbeitet und in vielen Fällen sogar vermieden werden. Die Umsetzung bestimmter Verhaltensregeln kann so die Patientensicherheit direkt erhöhen». Diese Aussage teilte auch ein niedergelassener Gastroenterologe, der mit seinem Praxisteam nach Düren anreiste. Er ist überzeugt, dass Verbesserungen im Notfallmanagement nur möglich sind, wenn man dieses mit allen beteiligten Personen gemeinsam trainiert.

Dr. Sebastian Wolff, Oberarzt in der Medizinischen Klinik II, zog eine positive Bilanz vom vergangenen Wochenende: «Die Möglichkeiten, die wir in unseren Räumlichkeiten zur Schulung haben sind optimal. In enger Zusammenarbeit mit dem Simulationszentrum der Abteilung für Anästhesie können wir so realitätsnahe Szenarien gestalten, um die Teilnehmer effektiv auf kritische Situationen vorzubereiten. Dabei orientieren wir uns eng an der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e. V. (DGVS) sowie dem erst kürzlich erschienenen Update. Dieses Schulungskonzept wird sehr gut angenommen und hat auch für unsere eigene Abteilung wertvolle Impulse zur Optimierung der Arbeitsabläufe geliefert».

Für das bevorstehende Jahr 2016 stehen bereits Termine für Grund- und Refresherkurse fest. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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