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Sie freuten sich über das große Interesse am Patientenforum (von links): Thorsten Repas, Dr. Marco Gerards, Christiane Kraft und Priv.-Doz. Dr. Thomas Dienstknecht. Foto: Christoph Lammertz

Es war das Interesse am Thema, aber sicherlich auch die Neugier auf den neuen Chefarzt: 130 Besucher kamen zum ersten Patientenforum, zu dem Priv.-Doz. Dr. Thomas Dienstknecht ins Foyer des Dürener Krankenhaus eingeladen hatte. Der neue Chef der Orthopädie und Unfallchirurgie informierte mit dem leitenden Oberarzt Dr. Marco Gerards und Oberarzt Thorsten Repas über Vorbeugung und Therapie von Schulter-, Knie- und Rückenschmerzen.

Einleitend stellte Dr. Dienstknecht sich und seine Klinik vor. Der „Dürener Jong“ ließ die Besucher an seinem beruflichen Weg teilhaben und betonte, dass es für ihn natürlich etwas ganz Besonderes sei, nun Chefarzt in dem Krankenhaus zu sein, in dem er vor 42 Jahren geboren wurde. Der Spezialist für Orthopädie und Unfallchirurgie berichtete, dass seine Klinik unter anderem als zertifiziertes Endoprothetikzentrum (Einsatz von künstlichen Hüft- und Kniegelenken) orthopädisch hoch spezialisiert ist und nannte das Krankenhaus Düren als regionales Traumazentrum „die Nr. 1 für schwerverletzte Patienten im Kreis Düren“. Fachlich befasste sich der Chefarzt an diesem Abend mit dem Kniegelenk. Er stellte Verletzungen von Menisken und Knorpel vor, die durch Unfälle oder Verschleiß entstehen. Dabei veranschaulichte er das medizinische Vorgehen sehr gut anhand von Vergleichen aus dem Alltag. So erfuhren die Besucher zum Beispiel, dass beim Meniskus-Glätten ein ähnlicher Effekt erzielt wird, als würde man einem Teppich die Fransen kappen, über die man ständig stolpert.

Wirbelkörperbrüche waren das Thema von Dr. Marco Gerards. Die „Volkskrankheit Osteoporose“ sei dabei der häufigste Auslöser, erklärte der leitende Oberarzt. Diese entstehe nicht nur altersbedingt, sondern beispielsweise auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente, in erster Linie durch Cortison. Dr. Gerards stellte die am Krankenhaus Düren eingesetzten OP-Methoden vor – von stabilisierenden Eingriffen in leichteren Fällen bis zum Fixieren mit Schrauben und Zement bei besonders porösen Knochen.

Über die Verletzungen und Erkrankungen des Schultergelenks berichtete Thorsten Repas. Er sprach unter anderem über das „Engpass-Syndrom“, das sehr häufig Ursache für Schulterschmerzen ist. Schonung, abschwellende und schmerzstillende Medikamente und eine spezielle Krankengymnastik können im frühen Stadium helfen. Tritt jedoch dauerhaft keine Besserung ein, kann der knöcherne Engpass in einer Operation beseitigt werden, erläuterte der Oberarzt.

Neben den Informationen zu den umfangreichen Therapiemöglichkeiten im Krankenhaus Düren war den Referenten des Patientenforums eine Botschaft besonders wichtig: Jeder kann selber viel dafür tun, dass Probleme erst gar nicht entstehen. Und dabei steht die Bewegung oben an. Zwischen den Vorträgen stellte Sportwissenschaftlerin Christiane Kraft, Leiterin des Gesundheitszentrums im Krankenhaus Düren, deshalb zum jeweiligen Thema passende Übungen vor und motivierte die Besucher, sich durch die individuell angepasste sportliche Aktivität fit zu halten und Erkrankungen vorzubeugen.