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Dr. Stephanie Heinrich, Christiane Kraft und Priv.-Doz. Dr. Thomas Dienstknecht stellten im Foyer des Krankenhauses Düren Strategien gegen Hüftgelenksschmerzen, bei Schenkelhals- und Beckenfrakturen vor. Foto: Christoph Lammertz

"Was kann ich selber tun?“ Antworten auf diese Frage bekamen die Besucher des Patientenforums „Vorsorge- und Behandlungsoptionen bei Becken- und Hüftschmerzen“ im Krankenhaus Düren an vielen Stellen. Denn Priv.-Doz. Dr. Thomas Dienstknecht, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im kommunalen Krankenhaus, stellt bei seinen Vortragsabenden die Gäste gerne in den Mittelpunkt. Mit Oberärztin Dr. Stephanie Heinrich und Christiane Kraft, Leiterin des Gesundheitszentrums im Krankenhaus Düren, informierte er über Strategien gegen Hüftgelenksschmerz, bei Schenkelhals- und Beckenfrakturen.

„Neun von zehn Deutschen bewegen sich zu wenig“, startete Dr. Dienstknecht gleich mit einer Antwort auf die Fragen „Was kann ich selber tun?“. 150 Minuten Bewegung pro Woche gab er als unteren Richtwert vor und erklärte, dass ein gut trainierter Bewegungsapparat die Folgen eines beginnenden Gelenkverschleißes deutlich reduzieren könne. Der Gelenkverschleiß selber lasse sich aber leider nicht aufhalten. „Arthrose gehört zum Leben“, sagte der Chefarzt. Bei einer weit fortgeschrittenen Arthrose des Hüftgelenks gebe es schließlich wie auch bei Knien und weiteren Gelenken die Möglichkeit, ein Kunstgelenk einzusetzen. „Die OP ist ein Angebot für neue Lebensqualität, wenn nichts Anderes mehr hilft“, betonte Dr. Dienstknecht. Und er versprach: „Sollte es soweit kommen, sind Sie bei uns in besten Händen.“ Er verwies auf das Gütesiegel „Zertifiziertes Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“, das eine Garantie für besondere Qualität sei. In einem solchen Zentrum werden nicht nur an die Operateure und die OP-Ausstattung, sondern auch an die Narkoseärzte, an Physiotherapeuten, Hygiene und die Pflege besonders hohe Ansprüche gestellt.

Dass auch bei Brüchen im Hüft- und Beckenbereich nicht zwangsläufig operiert werden muss, stellten Dr. Dienstknecht und Dr. Stephanie Heinrich klar. Wenn die Brüche nicht verschoben sind, wird zunächst versucht, den Patienten mit einer gezielten Schmerztherapie wieder auf die Beine zu bekommen. Brüche in dieser Körperregion kommen besonders häufig bei älteren Menschen vor und werden oft durch Osteoporose begünstigt. Und deshalb sollten gefährdete Personen auch ganz besonders auf ihre Sicherheit achten, riet Dr. Heinrich: „Was können Sie selber tun? Körperlich aktiv bleiben, sich gut ernähren, viel Vitamin D aus der Sonne tanken und das Sturzrisiko in der eigenen Wohnung senken.“ Und wie bleibe ich beweglich? Dafür hatte Sportwissenschaftlerin Christiane Kraft einfache Übungen mitgebracht, die der eine oder andere Besucher sicherlich gleich zu Hause ausprobiert hat.

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