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Unter Darmkrebs werden Krebserkrankungen des Dickdarms und des Mastdarms zusammengefasst. Dabei sind Frauen und Männer gleichermaßen betroffen. Darmkrebs gehört in Deutschland, ebenso wie in der gesamten westlichen Welt, zu den häufigsten bösartigen Tumoren. Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 60.000 Menschen an dieser Krebsart.

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Der Begriff Darmkrebs bezeichnet bösartige Tumoren, die im gesamten Dickdarm Vorkommen können. Krebserkrankungen des Dünndarms sind extrem selten. Mehr als 95 % aller bösartigen Tumoren des Darms findet man im Dickdarm obwohl der Dünndarm viel länger ist und einen Croßteil des gesamten Darms ausmacht.


Man unterscheidet:

  • Kolonkarzinom
  • Rektumkarzinom (Enddarmkrebs)

Weiterlesen: Was ist Darmkrebs?

Darmkrebstumoren entstehen zu 90% aus Polypen. Diese können jahrelang gutartig bleiben, aber auch entarten und sich zu einem bösartigen Tumor entwickeln - das geschieht meist schleichend und völlig unbemerkt in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren.

Mit zunehmendem Alter kann es bei jedem Menschen zu Veränderungen an den Schleimhautzellen des Darms kommen. Das nennt man Mutation. Darmkrebs entsteht nicht durch ein einziges schädigendes Ereignis, sondern erst dann, wenn sich Schäden in der Erbsubstanz häufen. Diese Schäden führen schließlich zum Verlust der natürlichen Wachstumskontrolle und veranlassen eine Zelle, sich unkontrolliert zu teilen oder übermäßig zu wachsen. Im Alter steigt also das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Zum einen weil sich mit zunehmendem Alter Immer mehr Mutationen ansammeln können. Zum anderen, weil die Reparatursysteme der Erbsubstanz im Alter nicht mehr so effektiv arbeiten. Ein Großteil der Darmkrebspatienten ist daher älter als 50 Jahre.

Genveränderungen können aber auch vererbt werden. In solchen Fällen sammeln sich genetische Schäden wesentlich schneller an und die Krankheit kann schon in jungen Jahren entstehen.

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Wissenschaftler konnten bis jetzt noch nicht endgültig klären, warum Darmkrebs entsteht. Aber es gibt viele Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen.

 

Risikofaktor Alter

Das Alter spielt bei der Erkrankung an Darmkrebs eine wesentliche Rolle. Die Anfälligkeit des menschlichen Organismus für genetische Zelldefekte steigt mit zunehmendem Alter. Diese können dann vom Körper selbst nicht mehr so leicht repariert werden. So kann es passieren, dass entartete Zellen entstehen, die sich als bösartiger Krebs vermehren und ausbreiten. 90 % der Darmkrebserkrankungen treten nach dem 50. Lebensjahr auf. Das Durchschnittsalter bei einer Erstdiagnose liegt bei 65 Jahren. Nur fünf Prozent der Patienten sind jünger als 40 Jahre.

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