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Dr. Telja Pursche (links) ist Spezialistin für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie. Als Sektionsleiterin des Brustzentrums im Krankenhaus Düren ist sie froh darüber, dass mit Beate Jepsen eine Spezialistin für die Mamillen-Pigmentierung zum Team gehört. Foto: Christoph Lammertz

Jährlich erkranken in Deutschland rund 72.000 Frauen neu an Brustkrebs. Die operative Entfernung des Tumors ist in der Regel die erste Therapiemaßnahme. In den meisten Fällen ist heute eine brusterhaltende Methode möglich – ein wichtiger Aspekt vor dem Hintergrund der psychischen Belastung, die mit der Erkrankung einhergeht. Der Gewebeverlust, der durch die Tumorentnahme entsteht, kann durch plastische Operationstechniken ausgeglichen werden. So lassen sich neben der Heilung der Krebserkrankung auch gute ästhetische Ergebnisse erzielen.

Im Brustzentrum des Krankenhauses Düren ist Dr. Telja Pursche auf diese Verfahren spezialisiert. Die Sektionsleiterin des Brustzentrums ist seit 2016 von der Deutschen Krebsgesellschaft als „Senior Mammaoperateur“ anerkannt. Dieses Zertifikat zeichnet sie als besonders qualifizierte Operateurin von Brustkrebserkrankungen aus. Sie beherrscht das komplette Spektrum der Operationsverfahren und ist auch dazu qualifiziert, den Wiederaufbau der Brust vorzunehmen, wenn doch eine Entfernung der ganzen Brust notwendig ist – auf Wunsch der Patientin auch direkt im Anschluss an die Tumorentfernung. In seltenen Fällen muss auch die Brustwarze entfernt werden. „Der letzte und komplettierende Eingriff des Brustaufbaus ist dann die Mamillen-Rekonstruktion, also die Wiederherstellung von Warzenhof und Brustwarze. Dadurch erhält die rekonstruierte Brust ein natürliches und symmetrisches Aussehen“, erklärt  Dr. Telja Pursche, die auch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie ist.

Für die Wiederherstellung der Mamille stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Aus dem operativen Spektrum gehören dazu unter anderem freie Gewebstransplantationen aus unterschiedlichen Spenderarealen und lokale Lappenplastiken. Letztere und das so genannte „Nippel-Sharing“, bei dem ein Teil der gesunden Brustwarze transplantiert wird, gehören zu den Methoden, die die Dürener Spezialistin bevorzugt: „Zusammen mit einer Mamillen-Pigmentierung, bei der medizinisch – ähnlich wie bei einer Tätowierung – Farbpigmente unter die Haut gebracht werden, entstehen sehr natürliche Ergebnisse.“ Dr. Pursche ist froh darüber, mit Beate Jepsen eine Spezialistin für die Mamillen-Pigmentierung im Team des Brustzentrums an der Roonstraße zu haben. Beate Jepsen unterstützt die Brustkrebspatientinnen in der Frauenklinik des Dürener Krankenhauses als Breast Care Nurse und hat zudem die Ausbildung zur Permanent-Make-up-Artistin absolviert. „Die Patientinnen, die sich für eine Mamillen-Pigmentierung entscheiden, müssen dafür nicht nach Köln fahren, sondern können bei ihrem vertrauten Behandlungsteam bleiben“, freut sich Beate Jepsen. Nicht wenige Patientinnen entschieden sich auch für die reine Pigmentierung einer neuen Brustwarze. „Wir können auch alleine mit dieser Technik auf schonende Weise und ohne erneute OP sehr gute Ergebnisse erzielen“, betont Beate Jepsen.

„Für die Patientinnen hat natürlich zunächst einmal die Heilung vom Brustkrebs die höchste Priorität. Aber auch die Ästhetik ist ein wichtiger Aspekt. Dass sie zwischen den aktuellsten Verfahren entscheiden können, ohne dafür noch einmal das Behandlungsteam zu wechseln, ist für die Dürener Patientinnen sicher ein großer Vorteil“, sagt Dr. Telja Pursche.