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Chefärztin Dr. Heike Matz (links) freut sich mit Dr. Nadine Tix darüber, Dr. Telja Pursche (rechts) als neue Sektionsleiterin im Brustzentrum des Krankenhauses Düren begrüßen zu können. Foto: Christoph Lammertz

Für die Patientinnen im Brustzentrum des Krankenhauses Düren ist das eine sehr gute Nachricht: Das Team des Brustzentrums hat mit Dr. Telja Pursche hochwertige Verstärkung erhalten. Dr. Pursche wechselt vom hohen Norden an die Rur. Sie kommt vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, wo sie stellvertretende Leiterin des interdisziplinären Brustzentrums war. In der Frauenklinik des Krankenhauses Düren übernimmt sie nun die Sektionsleitung Senologie (Lehre von der weiblichen Brust).

„Wir freuen uns sehr darüber, dass sich Frau Dr. Pursche zu einem Wechsel nach Düren entschieden hat“, sagt die Chefärztin der Frauenklinik, Dr. Heike Matz. „Mit ihr gewinnen wir nicht nur eine sympathische Kollegin mit großem Gespür für die Bedürfnisse der Patientinnen hinzu, sondern auch eine Spezialistin auf dem Gebiet der Senologie, die unser Behandlungsspektrum noch einmal erweitert.“ Dr. Telja Pursche ist seit 2016 von der Deutschen Krebsgesellschaft als „Senior Mammaoperateur“ anerkannt. Dieses Zertifikat zeichnet die 35-Jährige als besonders qualifizierte Operateurin von Krebserkrankungen der Brust aus. Sie beherrscht das komplette Spektrum der senologischen Operationsverfahren und ist beispielsweise auch dazu qualifiziert, eine Sofortrekonstruktion, also den direkten Wiederaufbau der Brust vorzunehmen, wenn eine Mastektomie (Entfernung der ganzen Brust) notwendig ist. „Der Vorteil der Sofortrekonstruktion ist, dass wir der Patientin eine zusätzliche Narkose und eine zweite Operation ersparen können“, erklärt Chefärztin Dr. Matz. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Sektionsleiterin sind kosmetische Brust-OPs.

Telja Pursche begann ihre ärztliche Karriere 2009 als Assistenzärztin am Universitätsklinikum in Lübeck. Ihren Doktortitel trägt sie seit der erfolgreichen Promotion 2012. Es folgte die Facharztprüfung in der Gynäkologie und Geburtshilfe, die Ernennung zur Oberärztin am Universitätsklinikum, die persönliche Ermächtigung innerhalb des Mammographie-Screening-Programms Schleswig-Holstein, die Zertifizierung als „Senior Mammaoperateur“ und schließlich die Übernahme der stellvertretenden Zentrumsleitung an der Lübecker Uniklinik. „Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau – und die Diagnose ist in der Regel ein enormer Einschnitt in den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Ganz wichtig ist in dieser Situation eine kompetente und zugleich einfühlsame Hilfe und auf die individuellen Bedürfnisse der Patientin einzugehen“, sagt Dr. Telja Pursche. „Der enge Kontakt zu meinen Patientinnen und deren Angehörigen gehört daher selbstverständlich dazu. So begleite ich sie von der Diagnostik und Abklärung über die Besprechung des histologischen Ergebnisses, Therapieplanung und Operation bis hin zur postoperativen Versorgung und Nachsorge – also über den kompletten Therapieverlauf.“ Das so aufgebaute Vertrauensverhältnis unterstütze den Genesungsprozess, ist Dr. Pursche sicher. Auf die neue Aufgabe freue sie sich sehr, betont die 35-Jährige: „Hier arbeitet ein echtes Team. Das ist mir sehr wichtig.“ Zum Team des Brustzentrums im Krankenhaus Düren gehören neben der neuen Sektionsleiterin die Chefärztin Dr. Matz, Dr. Nadine Tix als Spezialistin für Komplementärmedizin, zwei weitere Assistenzärztinnen, zwei Breast Care Nurses (Pflegeexpertinnen für Brusterkrankte) sowie die Mitarbeiterinnen in der Zentrumsambulanz und die zahlreichen Pflegekräfte auf der ganz neuen Station der Frauenklinik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird groß geschrieben, unter anderem mit der onkologischen Klinik des Dürener Krankenhauses, dem Schwerpunktversorger für Krebspatienten im Kreis Düren.

Im Krankenhaus Düren wurden im vergangenen Jahr weit über 100 Brustkrebspatientinnen behandelt. Bereits 2002 wurde  dem Krankenhaus von der Ärztekammer Westfalen-Lippe bestätigt, die hohen Qualitätsanforderungen an ein zertifiziertes Brustzentrum zu erfüllen. Mit dem Marien-Hospital Birkesdorf bildet das Krankenhaus seither das gemeinsame Brustzentrum Düren.