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Krankenhaus Düren, Dürener Zeitung und AOK laden zu „Medizin hautnah“ am Mittwoch, 4. Dezember, ein.

Die wichtigste Botschaft gleich vorweg: „Die Entbindung war noch nie so sicher wie heute“, sagt Dr. Axel Sauerwald, Chefarzt der Frauenklinik im Krankenhaus Düren. Dennoch seien die Themen Schwangerschaft und Geburt oft mit Angst besetzt, mit einem Gefühl der Überforderung und der Unsicherheit verbunden. Wie die Medizin dazu beitragen kann, Müttern eine möglichst unkomplizierte Schwangerschaft und eine möglichst sanfte Geburt zu ermöglichen, ist Thema des nächsten Forums „Medizin hautnah“.

„Neues rund um die Geburt“ ist die Veranstaltung am Mittwoch, 4. Dezember, 18 Uhr, überschrieben. Drei Experten werden beim Forum, das vom Krankenhaus Düren und der Dürener Zeitung veranstaltet und von der AOK unterstützt wird, viele neue medizinische Angebote und Methoden vorstellen.

„Fit durch die Schwangerschaft – Was werdenden Müttern hilft“, hat Dr. Axel Sauerwald seinen Eingangsvortrag überschrieben. Der Chefarzt der Frauenklinik gibt Antworten auf Fragen zur Ernährung, Bewegung und zu vielen anderen Aspekten, die zum Wohlbefinden der Frau während der Schwangerschaft beitragen. „Eine Schwangerschaft ist das Normalste des Normalen“, sagt Sauerwald. Eine Verwissenschaftlichung der Geburtsmedizin habe die Standards und die Qualität auf der einen Seite deutlich erhöht, könne womöglich aber auch ein Stück weit zu einer Entfremdung führen. „Angesichts des Themas fühlen sich viele angehende Mütter überfordert“, weiß Sauerwald. Er möchte in seinem Vortrag herausstellen, dass dies nicht sein muss.

Der Gynäkologe Dr. Rüdiger Stressig berichtet über neue Möglichkeiten der Pränataldiagnostik und stellt unter anderem moderne Methoden der Frühgeburtenprävention vor. Stressig ist als Spezialist auf dem Gebiet der Pränataldiagnostik Mitglied der Praxisgemeinschaft „praenatal.de“, die unter anderem Standorte in Düsseldorf und Köln hat.

Professor Dr. Friedrich Wolff richtet sein Augenmerk auf die Geburt selbst. Unter der Überschrift „Sanft und sicher“ stellt der frühere Chefarzt der Frauenklinik Köln-Holweide moderne Methoden der Geburtshilfe vor. Ein Thema ist dabei auch der Kaiserschnitt und die Frage, wann und für wen diese Methode sinnvoll ist.

Im Anschluss an die Vorträge haben Zuhörer die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu richten. Danach wird Bettina Eiling, Bereichsleiterin Geburtshilfe im Krankenhaus Düren, das Konzept des neuen Mutter-Kind-Zentrums vorstellen. Nach Schließung der Kinderklinik wurde der Ausbau der Geburtshilfe zum Mutter-Kind-Zentrum initiiert. „Mutter und Kind werden komplett im Zimmer versorgt“, erläutert Bettina Eiling das Konzept. Auf diese Weise werde ein Stück „Zuhause“ simuliert, die Fachkräfte begleiten und beraten die Mütter dabei. In Familienzimmern können auch die Väter und ein Geschwisterkind aufgenommen werden. „Als Partner stehen wir den Eltern zur Seite und machen sie fit für das Leben mit Baby zu Hause “, sagt Bettina Eiling.

Das Forum „Medizin hautnah“ findet im Foyer des Krankenhauses Düren, Roonstraße 30, statt. Der Eintritt ist frei. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung (17 Uhr) und im Anschluss an die Vorträge können Interessierte einen Blick ins neue Mutter-Kind-Zentrum werfen.

Stephan Johnen, Dürener Zeitung

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