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Steht die nächste Hauptuntersuchung an, wird der Wagen zum TÜV gebracht. Ohne Wenn und Aber. Schließlich sollen mögliche Mängel schnell erkannt werden. Deutlich weniger sorgsam gehen vor allem Männer mit ihrem eigenen Körper um. Die häufigste Antwort auf die Frage, was den Patienten zum Urologen führt, lautet: „Meine Frau schickt mich.“ Wie wichtig dabei die regelmäßigen Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten sind, erklärt Priv.-Doz. Dr. Christof Börgermann, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Urologische Onkologie am Krankenhaus Düren, am Beispiel des Prostatakarzinoms.

„Ein Check dauert zehn Minuten – dann gibt´s vom Urologen schon den neuen TÜV-Stempel, wenn alles in Ordnung ist“, sagt der Experte. Ab dem 45. Lebensjahr sei die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Urologen für Männer eine sinnvolle Ergänzung zum regelmäßigen Check beim Hausarzt. „Doch Männer sind oft Gesundheitsmuffel“, weiß Dr. Börgermann. „Sie verstehen ihren Körper als Werkzeug, das bitteschön zu funktionieren hat.“

Dr. Christof Börgermann möchte Männern gerne die Angst vor einem Besuch beim Urologen nehmen. Und die Angst vor einer schlechten Nachricht. „Wenn wir zum Beispiel ein Prostatakarzinom finden, dann gibt es viele Möglichkeiten, mit minimalinvasiven Operationsmethoden die Gefahr zu bannen – und, was ganz wichtig ist: Kontinenz und Potenz zu erhalten“, sagt Dr. Börgermann und betont: „Die Chancen sind umso besser, je früher wir den Krebs entdecken.“ Und darauf ist die Urologie im Krankenhaus Düren hochspezialisiert: Mit den Kollegen aus der Radiologie bietet sie eine innovative Untersuchungstechnik an, die in der Regel schon im Frühstadium bösartige Prostataerkrankungen erkennen kann. Dabei werden mit einer speziellen MRT-Untersuchung der Prostata (multiparametrische MRT) auch kleinste Tumore genau lokalisiert und ihrer Aggressivität beurteilt. Für die anschließende Stanzbiopsie werden dann die MRT-Bilder ins Fusionsultraschallgerät eingelesen. Sie werden im Ultraschallbild mit dargestellt, so dass ganz präzise an der richtigen Stelle gestanzt werden kann. Bestätigt sich bei der Untersuchung der Gewebeprobe der Tumorverdacht, kann der Patient im Krankenhaus Düren schnell und schonend operiert werden. Mithilfe des computergestützten Operationssystems „DaVinci“ können Eingriffe besonders präzise vorgenommen werden. Das ist nicht nur wichtig im Hinblick auf mögliche Folgen für Potenz und Kontinenz, sondern sorgt auch für eine schnellere Wundheilung, weniger Schmerzen und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt.

Ein großes Leistungsspektrum: Die Urologie im Krankenhaus Düren

Neben Niere, Blase, Prostata, Harnröhre und Harnleiter beschäftigt sich die Urologie auch mit der Behandlung von Krankheiten der männlichen Geschlechtsorgane. Eine „reine Männermedizin“ ist dieses Fachgebiet aber trotzdem nicht. So gibt es auch viele Berührungspunkte mit der Gynäkologie. Im Krankenhaus Düren arbeiten Urologie und Gynäkologie daher beispielsweise bei der Diagnostik und Therapie von Senkungsbeschwerden eng zusammen. „In vielen Fällen operieren wir auch zusammen“, betont Dr. Börgermann. „Von dieser interdisziplinären Partnerschaft profitieren die Patientinnen ganz enorm.“

Die Urologie im Krankenhaus Düren bietet das gesamte Leistungsspektrum einer modernen Urologie aus einer Hand an. Das reicht von der Kinderurologie (z.B. die Behandlung der kindlichen Inkontinenz), über die plastisch-rekonstruktiven Chirurgie (z.B. Nierenbeckenplastik, Leistenhernie), die Steintherapie und die Kontinenzchirurgie bis hin zur Behandlung aller urologischen Tumorerkrankungen. Das „DaVinci“-System setzen die Urologen des Krankenhauses Düren inzwischen bei vielen Eingriffen ein, neben der Prostata-OP beispielsweise auch bei bei OPs von Nieren- und Blasenkarzinomen, wenn sich in der Blase sogenannte Divertikel gebildet haben oder wenn Hohlräume eine Art Nebenblase formen und für Probleme sorgen. „Der DaVinci bietet uns Operateuren perfekte Möglichkeiten. Wir sind sehr froh darüber, dass wir unseren Patienten eine derart schonende OP-Methode anbieten können“, sagt Dr. Börgermann.

 

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Zusatzinfo: Kooperation mit der führenden Klinik zur Behandlung des Prostatakarzinoms

Die Hamburger Martini-Klinik ist die führende Klinik zur Behandlung des Prostatakarzinoms. Weltweit führen Prof. Dr. Markus Graefen (Gründer der Klinik / links im Bild) und sein Team die meisten Eingriffe an der Prostata durch. Dabei setzt die Klinik auf das roboterassistierte Operationsverfahren. Seit Einführung der roboterassistierten Chirurgie im Krankenhaus Düren vor einem Jahr kooperiert die Dürener Urologie mit den Hamburger Spezialisten. Prof. Graefen ist regelmäßig zu Gast im Dürener Krankenhaus, um „DaVinci“-Operationen zu begleiten und die Dürener Kollegen von seiner großen Erfahrung profitieren zu lassen. „Für uns ist dieser Austausch unglaublich wertvoll“, sagt Dr. Börgermann (rechts im Bild). „Und unsere Patienten profitieren sehr davon, dass wir von den Besten gelernt haben.“

Diese Artikel ist erschienen in der Ausgabe 2_2020 des Gesundheitsmagazins InForm, herausgegeben vom Krankenhaus Düren.