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Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Christof Börgermann berichtet nach rund 70 Prostata-Operationen mit dem DaVinci-System von Ergebnissen, die „noch einmal um Klassen besser“ sind. Foto: C. Lammertz

Bei der Operation von Patienten mit Prostatakrebs blickt die Urologie im Krankenhaus Düren auf eine Erfahrung von mehr als drei Jahrzehnten zurück. Mit Ergebnissen, die vor allem auch in Hinblick auf den Erhalt der Kontinenz und der Potenz den Vergleich mit den renommierten Universitätskliniken nicht scheuen mussten, haben sich die Dürener Urologen einen sehr guten Ruf erworben. Seit nun etwas mehr als einem Jahr nutzt der Chefarzt der Klinik, Priv. Doz. Dr. Christof Börgermann, bei der Prostataentfernung (radikale Prostatektomie) die Unterstützung des robotischen Systems DaVinci. Und seine Bilanz nach rund 70 Operationen ist außerordentlich positiv. „Inkontinenz ist vielleicht die größte Sorge, die unsere Patienten seit jeher vor dieser Operation haben. Wenn man aber auf das DaVinci-System zurückgreifen kann, werden selbst gute Ergebnisse noch einmal um Klassen besser“, berichtet der Chefarzt.

Durch die Entfernung des Prostatagewebes, das die Harnröhre umschließt und bis an den Schließmuskel heranreicht, könnten Strukturen, die für Kontinenz und Potenz wichtig sind, erheblichen Schaden nehmen, erklärt Dr. Börgermann. „Weil wir mit DaVinci viel feiner und genauer arbeiten können als bei der klassischen Methode, können wir der Angst der Patienten, bis zum Lebensende nass zu sein, aber hervorragend begegnen“, sagt der Chefarzt und weist auf die weiteren Vorteile hin, die bei allen OPs mit dem DaVinci-System zum Tragen kommen: weniger Schmerzen, kleinere Wunden und kürzere Krankenhausaufenthalte.

Das robotische System bietet den Ärzten an einer Konsole, mit der der Operateur den ganzen Eingriff steuert, hochauflösende 3D-Bilder des Operationsgebietes und ein dreifach vergrößertes Sichtfeld. Vier Roboterarme gelangen über kleine Einstiche in den Körper. An deren Ende befinden sich die Instrumente, die der Operateur mit einer 360-Grad-Bewegungsfreiheit von der Konsole aus führt. „Das ermöglicht uns die höchste chirurgische Präzision, die heute erreicht werden kann“, erklärt Dr. Börgermann, der aus seiner Begeisterung für das robotische System keinen Hehl macht. Natürlich musste auch der erfahrene Dürener Operateur die neue Methode zunächst erlernen und trainieren. Dass er sich dazu die Unterstützung eines weltweit führenden Experten sichern konnte, habe sich als Glücksfall erwiesen, sagt Dr. Börgermann. Prof. Markus Graefen, Gründer und Leiter der Hamburger Martini-Klinik, war regelmäßig zu Gast im Dürener Krankenhaus, um DaVinci-Operationen zu begleiten und die Dürener Kollegen von seiner großen Erfahrung mit roboterunterstützten Prostata-OPs profitieren zu lassen. Das war für die Urologen des Dürener Krankenhauses besonders wertvoll und für die Dürener Patienten, die sich dank DaVinci nicht nur weniger Sorgen um ihre Kontinenz, sondern auch um ihre sexuelle Funktionstüchtigkeit machen müssen. „Auch ohne Prostata ist ein gut funktionierendes Sexualleben möglich“, sagt der Chefarzt und betont: „Auch in dieser Hinsicht sind die Ergebnisse mit DaVinci deutlich besser.“

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