headerline

Aktuelle Informationen

"Medizin hautnah": Ein Abend für die Kontinenz

Freitag, 18 Mai 2018 14:23

Es gibt Dinge, über die spricht man nicht. Und es gibt Beschwerden, die man auch für sich selber lieber klein redet. Es sind ja vielleicht nur ein paar Tropfen Urin, die beim Niesen plötzlich in der Unterhose landen. Und es gibt ja Einlagen, mit denen sich das Problem auch irgendwie „lösen“ lässt. Da erübrigt sich der Besuch beim Arzt – auch wenn es längst nicht mehr nur ein paar Tropfen beim Niesen sind.

„Etwa sieben Millionen Frauen sind von Inkontinenz oder Senkungsbeschwerden betroffen“, weiß Dr. Guido Breuer, der stellvertretende Chefarzt der Urologie am Krankenhaus Düren. Von Senkungsbeschwerden spricht man,  wenn die Scheide aufgrund von Schäden an der Beckenbodenmuskulatur und dem Bindegewebe nicht mehr in ihrer Position gehalten werden kann. „Obwohl es so viele Frauen betrifft, ist es ein Thema, über das meistens geschwiegen wird.“ Der Peinlichkeitsfaktor ist bei dieser Krankheit, die zunächst nicht unbedingt körperlich wehtut, hoch. Aus seiner Erfahrung weiß der Urologe, dass viele Frauen erst sehr spät einen Arzt aufsuchen – manche erst, wenn die Inkontinenz oder die Senkungsbeschwerden massiv sind, oder wenn es bereits zu einem sogenannten „Vorfall“ gekommen ist, die Scheide sich also schon aus dem Körper drückt. Dann verschieben sich auch andere Organe, wodurch es zu Störungen der Blasenfunktion und der Stuhlentleerung kommt. „Dabei können wir den Frauen bereits mit konservativen Methoden, also ohne Operation, sehr gut helfen“, sagt Dr. Heike Matz, die Chefärztin der Frauenklinik.

Am Dienstag, 29. Mai, informieren die beiden Mediziner ab 18 Uhr beim DZ-Forum „Medizin hautnah“ im Foyer des Krankenhauses zum Thema „Ein Abend für die Kontinenz – Prävention, Diagnose, Therapie“. Die Physiotherapeutin Petra Samans wird Einblicke geben, wie Frauen ihren Beckenboden vorbeugend und heilend trainieren können.

Junge Frauen betroffen

„Der Beckenboden ist eigentlich für den Vierbeiner gemacht“, erklärt Breuer. Bei der aufrecht gehenden Frau wird er damit zur Schwachstelle. „Schwangerschaft und Geburt, schweres Heben zum Beispiel auch von Pflegebedürftigen oder die genetische Veranlagung wirken sich auf das Gewebe des Beckenbodens aus.  Er macht vielen Frauen nicht erst in den Wechseljahren zu schaffen. Auch Frauen Mitte 30 haben oftmals schon Beschwerden“, erklärt Dr. Heike Matz. Zu diesen Beschwerden gehören ein Druckgefühl und eben die Probleme beim Halten des Urins.  „Dicht ist der Normalzustand, auch im Alter“, ermutigt Breuer Frauen, bei Beschwerden sofort einen Arzt aufzusuchen. „Inkontinenz tötet nicht, aber sie kostet das Leben“, sagt Breuer. Damit spielt er darauf an, dass Frauen, die das Wasser nicht richtig halten können, sich oftmals isolieren, an Ausflügen nicht mehr teilnehmen, sich zurückziehen. Die breite Palette an Inkontinenzprodukten sieht Breuer vor diesem Hintergrund auch kritisch: „Die Werbung suggeriert, dass es normal ist, Wasser zu verlieren. Aber das ist es nicht. Und die Lösung dafür hat nicht die Industrie, die hat die Medizin.“

Vor allem vorbeugend nach der Schwangerschaft, aber auch bei bereits bestehenden Beschwerden ist ein gezieltes Beckenbodentraining unter fachlicher Anleitung wichtig. „Denn nur wer richtig trainiert, tut seinem Körper auch etwas Gutes“, betont Matz. Die Ärzte können bei Beschwerden außerdem mit Elektrostimulation, vaginalen Trainingshilfen, stützende Ringe (Pessare), Medikamenten und Operationen helfen. Im Krankenhaus Düren arbeiten Gynäkologie und Urologie bei Inkontinenz und Senkungsbeschwerden von der Diagnose bis zur Behandlung eng zusammen. Die Experten können mit einem hoch spezialisierten Ultraschallgerät, das wie beim Frauenarzt in die Scheide eingeführt wird, schnell erkennen, wo die Ursache für die Beschwerden liegt und dann eine entsprechende Behandlung einleiten.

Freier Eintritt

Ausführlichere Informationen zu Diagnose, Therapie und Vorbeugung werden Sie bei der Veranstaltung des Krankenhauses, der AOK und der Dürener Zeitung am 29. Mai erhalten. Dort können Sie auch Fragen stellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt zu dem Infoabend ist frei.

Sarah-Maria Berners (Dürener Zeitung)

Ein preiswürdiges Lernkonzept 

Mittwoch, 16 Mai 2018 11:58

Für die Entwicklung des innovativen digitalen Lernkonzepts „Klinik-Weiterbildung“ sind die Dürener Medienproduktionsfirma Zientz MultiMedia und das Krankenhaus Düren mit dem „M&K-Award" der Zeitschrift „Management & Krankenhaus“ ausgezeichnet worden. Die Dürener sind 2. Sieger in der Kategorie „IT und Kommunikation“. Auf ihrem Online-Portal können Fort- und Weiterbildungen für Kliniken und medizinische Einrichtungen mit individuellen Inhalten als E-Learning-Kurse angelegt und verwaltet werden. Ziel ist es, medizinisches Pflegepersonal und Ärzte mit eigenen Videos, Fragen und Antworten sowie Downloadmaterial schulen zu können. 

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung dieser Entwicklungsleistung, zu der unser Krankenhaus einen wichtigen Part besteuern konnte“, sagte Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum im Rahmen der Preisverleihung, die „Management & Krankenhaus“-Chefredakteurin Ulrike Hoffrichter im Dürener Krankenhaus vornahm. Dr. Blum dankte der Klinik für Anästhesie und deren Chefarzt Prof. Dr. Stefan Schröder, die sich als „Vorreiter“ im Krankenhaus Düren intensiv mit Fragen der digitalen Vermittlung von Lerninhalten befassen. Diesem Dank schloss sich Winfried Zientz, Inhaber von Zientz Multimedia, an: „Die Zusammenarbeit mit Prof. Schröder und seinem Team war für uns ein Glücksfall, weil wir unser Portal mit den Praktikern vor Ort entwickeln konnten. So konnten wir uns an den tatsächlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten im klinischen Betrieb orientieren.“ So entstanden bereits in der Entwicklungsphase von „Klinik-Weiterbildung“ unter anderem Schulungsvideos und digitale Weiterbildungskurse für die Sektion Schmerztherapie unter Leitung von Dr. Stefan Hegemann. Als Projekt zur Implementierung einer Video-basierten E-Learning Plattform in der studentischen Lehre wurden dafür sogar Mittel aus dem Innovationsfond des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft zur Verfügung gestellt.
Für Chefarzt Prof. Stefan Schröder liegt der Nutzen des digitalen Lernkonzeptes auf der Hand: „Wissen hilft, Fehler zu vermeiden und verschafft Kompetenz zur qualitativ hochwertigen Patientenbehandlung. In diesem Zusammenhang müssen Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen auf die Bedürfnisse und Kompetenzen einzelner Zielgruppen abgestimmt werden. Mit Hilfe von ´Klinik-Weiterbildung` können diese individuellen Anforderungen umgesetzt werden.“
Neben dem Einsatz in der klinischen Fort- und Weiterbildung ermöglicht das digitale Lernkonzept den Krankenhäusern auch, der Unterweisungspflicht ihrer Mitarbeiter nach der novellierten Arbeitsstättenverordnung nachzukommen, ohne die Nachteile wie Arbeitsausfall einer kompletten Abteilung oder Nachschulungsbedarf bei Abwesenheit in Kauf nehmen zu müssen. Im Krankenhaus Düren haben die Verantwortlichen auch die Vorteile von „Klinik-Weiterbildung“ für den Bereich der Pflichtfortbildungen erkannt und bereiten die Nutzung der digitalen Alternative derzeit vor. Für die Klinik steht dies im Zusammenhang mit der Entwicklung eines neuen Krankenhausinformationssystems, mit dem eine komplette Digitalisierung des Krankenhausbetriebs einhergehen soll.

Lebensretter trainieren am Seeufer

Donnerstag, 03 Mai 2018 08:55

Zur sommerlich-leichten Atmosphäre am Seeufer wollten die Themen auf den ersten Blick nicht so recht passen. Es ging um Jagdunfälle, Terrorszenarien und verunglückte Taucher. Doch der landschaftlich reizvolle Antoniushof in Rurberg war nur Schauplatz eines intensiven Trainings, mit dem sich beim 8. Dürener Anästhesie-Symposium (DAS) des Krankenhauses Düren wieder fast 90 Ärzte, Rettungsdienstler und Pflegekräfte für den Ernstfall präparierten.

„Wir leben gute Nachbarschaft“

Mittwoch, 02 Mai 2018 16:20

Die Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus Düren und Rurtal-Gymnasium bekommt gute Noten: Bei der ersten routinemäßigen Evaluierung gab es von allen Beteiligten Lob. „Wir leben gute Nachbarschaft“, fasste Dr. Werner Hickel, Leiter der Ganztagsschule an der Bismarckstraße, die bisherigen Erfahrungen zusammen.

Patientinnentag des Brustzentrums

Freitag, 20 April 2018 10:08

Fragen der Ernährung, die Behandlung des Lymphödems und die modernen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion stehen im Mittelpunkt des Patientinnentages, zu dem das kooperative Brustzentrums von Krankenhaus Düren und St. Marien-Hospital am Mittwoch, 2. Mai, ab 17:30 Uhr in die „Alte Molkerei“ (Mariaweilerstraße 83 a-c/) einlädt. Die Chefärzte Dr. Heike Matz (Krankenhaus Düren) sowie Prof. Dr. Gerd Crombach und Dr. Axel Sauerwald (beide St. Marien-Hospital), laden alle Interessierten herzlich zu Vorträgen und einer Modenschau ein.