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Stadt und Kreis Düren tragen eine besondere Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region. Als Gesellschafter des Krankenhauses Düren, der größten Klinik im Kreis, bieten sie sich deshalb der Caritas-Trägergesellschaft West (CTW) offensiv als starker Partner an. In einer Sondersitzung hat der Aufsichtsrat des Krankenhauses Düren mit diesem einstimmigen Beschluss auf die jüngst veröffentlichten Pläne der CTW reagiert: Der Träger der Krankenhäuser in Birkesdorf, Lendersdorf, Jülich und Linnich ist auf der Suche nach einem strategischen Partner, um seine Standorte und Arbeitsplätze zu sichern.

Für die Träger des Krankenhauses Düren steht fest: Wir sind der prädestinierte Partner, wenn es um die CTW-Krankenhäuser in Stadt und Kreis Düren geht. Dabei betonen die Aufsichtsratsvorsitzende des Krankenhauses, die Dürener Vizebürgermeisterin Liesel Koschorreck, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Dürens Bürgermeister Paul Larue, sowie Landrat Wolfgang Spelthahn und Henner Schmidt als Vertreter der Gesellschafter, dass es für sie selbstverständlich ist, die Konfessionsidentität der CTW-Häuser zu beachten. Der katholische Träger hatte erklärt, dass ein strategischer Partner „mit den eigenen kulturellen Gegebenheiten zusammenpassen“ müsse.

Der Erhalt der Strukturen in der Gesundheitsversorgung der Menschen im Kreis Düren – das ist eines der beiden großen Ziele, die die Gesellschafter des Krankenhauses Düren mit ihrer Offensive verfolgen. Man werde alles Erdenkliche dafür tun, die Kliniken zu stärken und die wohnortnahe medizinische Versorgung langfristig zu sichern, lautet das Versprechen. Dabei wird auch daran erinnert, dass die Träger des Krankenhauses Düren bereits vor neun Jahren bereit waren, Verantwortung zu übernehmen, als das Krankenhaus Jülich zum Verkauf stand. Mit der Übernahme durch die CTW blieb es damals allerdings in katholischer Trägerschaft und ist inzwischen mit dem Krankenhaus Linnich zu den Nord-Kreis Kliniken zusammengeschlossen.

Die Arbeitsplätze in den Krankenhäusern der CTW langfristig zu sichern, ist das zweite große Ziel. In seiner Sondersitzung hat der Aufsichtsrat des Krankenhauses Düren auch dazu ein klares Bekenntnis abgegeben. In Richtung der CTW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter blieb die Tarifbindung von Stadt und Kreis Düren als Arbeitgeber im öffentlichen Dienst nicht unerwähnt.

Eine Partnerschaft im Kreis Düren für die Menschen des Kreises Düren wäre aus Sicht des Aufsichtsrats der kommunalen Dürener Klinik auch mit Blick auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen die beste Lösung. Die Vorgaben der Gesundheitspolitik in Bund und Land zielen klar in Richtung Kooperationen zwischen benachbarten Krankenhäusern. Für das Land NRW ist diese Zusammenarbeit zum Wohl der Patienten ein entscheidendes Kriterium für Investitionszusagen.