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Die Landtagsabgeordneten Dr. Patricia Peill (2.v.r.) und Dr. Ralf Nolten (Mitte) waren zu Gast im Krankenhaus Düren, wo sie mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Liesel Koschorreck (3.v.l.), Geschäftsführer Dr. Gereon Blum (3.v.r) und weiteren Mitgliedern der Krankenhausleitung intensiv über aktuelle Herausforderungen sprachen. Foto: Christoph Lammertz

Wenn es um die Zukunftssicherung der Krankenhäuser geht, sieht sich die Landespolitik zumeist der Forderung nach mehr Geld ausgesetzt. Von 1 Milliarde Euro jährlich spricht die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, wenn sie die Investitionslücke in den NRW-Kliniken beschreibt. Doch die Verantwortlichen in den Krankenhäusern treibt nicht nur die Sorge um den Erhalt und den notwendigen Ausbau ihrer Gebäude und ihrer medizinischen Infrastruktur um. Der Wettbewerb um das qualifizierte Personal, die Digitalisierung, der Erhalt der wohnortnahen Patientenversorgung: Auch das sind ganz aktuelle Themen – auch im Krankenhaus Düren. Als jetzt die beiden Landtagsabgeordneten des Kreises Düren, Dr. Patricia Peill und Dr. Ralf Nolten (beide CDU), zu Gast in der kommunalen Klinik waren, durften sie erfreut feststellen, dass das Krankenhaus Düren schon viele Antworten auf die aktuellen Fragen geben kann und dabei gerne auch einmal quer denkt, um eigene Wege zu finden.

Natürlich steckt auch das Krankenhaus Düren, gebaut in den 70er-Jahren, in einem Investitionsstau. Und so nehmen die beiden Landtagsabgeordneten auch den Wunsch nach besserer finanzieller Ausstattung mit nach Düsseldorf. Im Gespräch und beim Rundgang mit der Aufsichtsratsvorsitzenden des Krankenhauses, Liesel Koschorreck, Geschäftsführer Dr. Gereon Blum, dem Ärztlichen Direktor Dr. Christof Börgermann und der Pflegedienstleitung mit Anita Breinig und Peter-Josef Dorn hatten aber andere Themen mehr Gewicht. So erläuterte Geschäftsführer Dr. Blum unter anderem die MVZ-Initiative des Krankenhauses, das an mehreren Stellen im Kreisgebiet Praxen von niedergelassenen Ärzten übernommen hat, die keinen Nachfolger finden konnten. Das Krankenhaus sorgt mit seinem Medizinischen Versorgungszentrum MVZ Rur dafür, dass die Praxen überleben und die wohnortnahe Patientenversorgung erhalten bleibt.

Sehr interessiert waren Dr. Patricia Peill und Dr. Ralf Nolten an der Entwicklung eines neuen Krankenhausinformationssystems. Das Weltunternehmen Philips hat das Krankenhaus Düren als Partner ausgewählt, um ein System, mit dem Philips auf dem südamerikanischen Markt bereits führend ist, auf die deutschen und europäischen Anforderungen auszurichten. Neu ist dabei nicht nur die volldigitale Technik, sondern auch der Service für Ärzte, Pflegende und Patienten, wenn jederzeit überall im Krankenhaus die relevanten Informationen zur Verfügung stehen.

Einen eigenen Weg geht das Krankenhaus Düren auch, um Antworten auf die demographische Entwicklung zu finden. In der anspruchsvollen Betreuung betagter Patienten mit komplexen Krankheitsbildern und dementiellen Veränderungen kooperiert das Krankenhaus mit der Dürener LVR-Klinik. „Dort hat man jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet. Diese Erfahrung holen wir mit Gerontopsychiatern der LVR-Klinik auf unsere Stationen und zu unseren Patienten“, erläuterte Dr. Gereon Blum das Projekt Altersmedizin. Dass es für diesen besonderen Kooperationsansatz Unterstützung aus dem NRW-Gesundheitsministerium gibt, dafür wollen sich die beiden Landtagsabgeordneten nun einsetzen.

Zum Abschluss des intensiven Austauschs mit den Klinikverantwortlichen zeigte sich Dr. Patricia Peill beeindruckt, „wie innovativ sich das Dürener Krankenhaus für die Zukunft aufgestellt hat.“ Auch Dr. Ralf Nolten stellte fest: „Das Dürener Krankenhaus ist ein modernes Krankenhaus auf der Höhe der Zeit.“ Sein besonderes Anliegen seien attraktive Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte, betonte der Christdemokrat: „Auch hier gilt es, innovativ zu sein, um attraktive Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Nur die gesunde Krankenschwester, der zufriedene Pfleger dient dem Wohl der Patienten.“ Die Verantwortlichen des Krankenhauses Düren konnten dies nur bestätigen und verwiesen auf neue Dienstplankonzepte, die derzeit in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat entwickelt und eingeführt werden.