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Schmerzen lassen sich heute meist gut behandeln. Dies setzt aber in der Regel voraus, dass die Betroffenen sich zu dieser subjektiven Empfindung äußern können – wo es schmerzt, wie stark der Schmerz ist oder welche Qualität er hat. Was passiert aber, wenn der betroffene Mensch dement ist? „Vergisst“ er die Schmerzen? Kann er sie adäquat beschreiben? Und wenn das nicht so ist: Wie lassen sich aus seinem veränderten Verhalten dennoch Schmerzen deuten?

Das 4. Demenz-Symposium des Krankenhauses Düren und der Alzheimergesellschaft Kreis Düren nähert sich dem Thema „Schmerz und Demenz“ am Mittwoch, 5. September, 13.30 bis 17 Uhr, aus interdisziplinärer Perspektive. Die Veranstaltung liefert einen Beitrag zum Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Schmerz, Demenz und herausfordernden Verhaltensweisen.

Über die medikamentöse Behandlung von Schmerzen bei Menschen mit Demenz berichtet Dr. Stefan Hegemann, Leiter der Sektion Schmerztherapie am Krankenhaus Düren. „Schmerzassessment“ als multiprofessionelle Aufgabe“ hat Junior-Prof. Erika Sirsch von der Philosophisch-theologischen Hochschule Vallendar ihren Vortrag überschrieben. Über die Schmerzbehandlung und Pflege von Menschen mit Demenz berichtet Daniela Leroy (Sophienhof Niederzier) an einem Fallbeispiel aus der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung. Abschließend gibt Dr. Klaus Maria Perrar (Alzheimergesellschaft Kreis Düren) wertvolle Ratschläge zum Umgang mit herausforderndem Verhalten von Menschen mit Demenz.