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Die Apothekenleitung, Susanne Bauer und Heinrich Perniok, freuen sich mit Aufsichtsratschefin Liesel Koschorreck, Geschäftsführer Dr. Gereon Blum und Landrat Wolfgang Spelthahn über die neue Reinraum-Apotheke des Krankenhauses Düren. Foto: Christoph Lammertz

Sie tragen weiße Schutzanzüge. Zwischen der Kapuze, die tief in die Stirn gezogen ist, und dem eng anliegenden Mundschutz bleibt nur ein schmaler Streifen für die Augen frei. Der Blick ist auf Substanzen gerichtet, die in der richtigen Dosierung Leben retten. Denn wir sehen Apotheker bei der Arbeit.

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Unter strengsten hygienischen Bedingungen bereiten sie im neuen Reinraum der Klinik-Apotheke im Krankenhaus Düren Zytostatika zu. Sie sollen im Rahmen der Chemotherapie Tumorzellen zerstören oder am Wachstum hindern. Für jede Patientin und jeden Patienten werden sie ganz individuell zusammengestellt. „Für diese immungeschwächten Patienten wären schon minimalste Keimrückstände in den Medikamenten lebensbedrohlich“, erklärt Apotheker Heinrich Perniok den massiven Aufwand, den das Krankenhaus betreibt, um völlig saubere Medikamente zu garantieren. 1,2 Millionen Euro hat die kommunale Klinik für die neue Reinraum-Apotheke bezahlt. Der Aufsichtsrat und weitere Gäste waren jetzt eingeladen, diese weitere Investition in die Patientensicherheit in Augenschein zu nehmen.

„Wir sind froh und dankbar für den Höchststandard an Hygiene, den der neue Reinraum garantiert“, sagte Aufsichtsratsvorsitzende Liesel Koschorreck. „Vor allem unsere schwer erkrankten Patienten profitieren davon.“ Die Aufsichtsratschefin dankte dem Kreis Düren, der 400.000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds zu der anspruchsvollen Baumaßnahme beisteuerte. „Hier kann jeder sehen, dass es wirklich sinnvoll investierte Fördergelder sind“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Bestmögliche Therapie kann nur unter bestmöglichen Bedingungen funktionieren. Die sind hier geschaffen worden“, stellte Spelthahn fest, um sich gleich zu korrigieren: „Unter bestmöglichen Bedingungen und natürlich mit dem bestmöglichen Mitarbeiterteam.“

Für das Apothekenteam des Krankenhauses erläuterte Heinrich Perniok den Gästen die Abläufe in der neuen Reinraum-Apotheke. Er sprach über Schutzkleidung, Schleusen, lückenlose Produktionsüberwachung und Dokumentation. Für das Architekturbüro Syncron ergänzte Tobias Moersdorf technische Details über getrennte Lüftungsstränge, das so genannte „Clean-Corridor-Prinzip und unterschiedliche Luftdruckniveaus, die Kontaminationen verhindern. Moersdorf dankte den beteiligten Behörden, die dazu beigetragen hätten, in der rekordverdächtigen Zeit von einem halben Jahr die Baumaßnahme zu realisieren.