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Bürgermeister Paul Larue warb beim Neujahrsempfang vor den Vertretern der Wohlfahrts- und Sozialverbände für die Werte und Verdienste eines geeinten Europas. Als Aufsichtsratsvorsitzende des Krankenhauses Düren begrüßte Liesel Koschorreck die Gäste und richtete ihren Blick auf die Entwicklung der kommunalen Klinik. Foto: Christoph Lammertz

Sein Plädoyer für die Einheit Europas hielt Dürens Bürgermeister Paul Larue beim dritten Neujahrsempfang 2019 im Kongresszentrum des Krankenhauses Düren auch vor den Vertretern der Dürener Wohlfahrts- und Sozialverbände.  „Wir dürfen das größte Friedensprojekt der Weltgeschichte nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, forderte Larue mit Blick auf das Wiedererstarken nationalistischer und antidemokratischer Kräfte. Die Wahl des EU-Parlaments am 26. Mai sei eine Chance, die politischen Kräfte zu stärken, die für die Einheit der EU und des Kontinents antreten. Auf dem Spiel stehe die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die soziale Gerechtigkeit, die einheitliche Währung und die längste Friedens- und Wohlstandsperiode in der Geschichte Europas.

Der Bürgermeister erinnerte mit Stolz an die vielen Zeichen der europäischen Einheit, die die Stadt Düren mit ihren Partnerstädten gesetzt habe. Verbunden mit dem Dank für das große Engagement der Wohlfahrts- und Sozialverbände rief er deren Vertreter dazu auf, über Begegnungen im Rahmen der Städtepartnerschaften nachzudenken und auf diesem Wege verstärkt auch behinderte und benachteiligte Menschen an den Partnerschaften teilhaben zu lassen.

Für den Gastgeber hatte die Aufsichtsratsvorsitzende des Krankenhauses Düren, Liesel Koschorreck, zuvor die Gäste begrüßt. Sie blickte auf die Entwicklung der kommunalen Klinik im Jahr 2018 zurück und erinnerte unter anderem an die Einrichtung der Reinraum-Apotheke zur Produktion von Chemotherapeutika. Wie bei allen Investitionen im Krankenhaus Düren habe auch dabei das Wohlergehen der Patienten im Mittelpunkt gestanden, erklärte Koschorreck: Unter strengsten hygienischen Bedingungen werden im Reinraum jährlich über 8.500 individuell dosierte Zytostatika-Rezepturen zubereitet, die im Rahmen der Chemotherapie Tumorzellen zerstören oder am Wachstum hindern. Für jede Patientin und jeden Patienten werden sie ganz individuell zusammengestellt. Für diese immungeschwächten Patienten wären schon minimalste Keimrückstände in den Medikamenten lebensbedrohlich.

Beim Thema Investitionen erwähnte die Aufsichtsratsvorsitzende natürlich auch den im Dezember für das Krankenhaus vorgestellten Masterplan 2030. Darin bekennen sich die Gesellschafter Stadt und Kreis Düren zur kommunalen Trägerschaft, zu dauerhaft sicheren Arbeitsplätzen und zu Investitionen von bis zu 120 Millionen Euro, mit denen das Krankenhaus Düren seine führende Rolle in der Gesundheitsversorgung der Menschen in Stadt und Kreis Düren weiter festigen werde, betonte Koschorreck.