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Susanne Helten-Hensch freut sich mit Landrat Wolfgang Spelthahn, Initiator der Rizzi- Ausstellung, dass ihre Idee in ganz besonderer Weise umgesetzt wird. Auf dem Foto zeigen sie eines der lebensfrohen und detailreichen Werke des Pop-Art-Stars. Foto: Christoph Lammertz

Wie die Idee einer Mitarbeiterin James Rizzi an die Roonstraße bringt.

Düren. Triste weiße Wände – dass Patienten auf der Intensivstation oft wochenlang nicht viel anderes zu sehen bekommen, stört Susanne Helten-Hensch schon lange. Als Dr. Gereon Blum, Geschäftsführer des Krankenhauses Düren, im vergangenen Jahr alle Mitarbeiter dazu aufrief, Verbesserungsvorschläge für ihren Arbeitsbereich oder das Krankenhaus insgesamt zu machen, war es für die Krankenschwester keine Frage, welche Idee sie vorstellen würde. „Ich habe mich an meine Schulzeit erinnert, als wir in einem großen Kunstprojekt die Schulwände mit schönen Motiven bemalt haben, und angeregt, in dieser Art auch Wände des Krankenhauses künstlerisch zu gestalten", sagt Schwester Susanne.

Bei Dr. Blum traf sie mit diesem Vorschlag auf offene Ohren. Dass ihm gerade die Pläne zu einer großen Ausstellung des Pop-Art-Stars James Rizzi im Kreis Düren präsentiert worden waren, passte perfekt. Warum nicht Schwester Susannes Idee und dieses für den Kreis herausragende kulturelle Ereignis miteinander verbinden, dachte sich der Geschäftsführer. Gesagt, getan: Wenn am 29. April in der Heimbacher Kunstakademie die Ausstellung „James Rizzi: Sein Leben. Seine Werke." eröffnet wird, startet zugleich ein Schülerwettbewerb. Junge Künstler aus dem Kreis Düren und der weiteren Region werden aufgerufen, sich mit dem Werk des im Dezember des vergangenen Jahres überraschend verstorbenen Künstlers auseinanderzusetzen und in seinem Sinne selber aktiv zu werden. Die gelungensten Motive werden später Wände der Intensivstation schmücken.

„Dass meine Idee auf diese Weise umgesetzt wird, finde ich ganz klasse", freut sich Susanne Helten-Hensch, die seit 18 Jahren im Krankenhaus arbeitet und seit der Ausbildung auf der Intensivstation 2c im Einsatz ist. Sie hat sich mit den Bildern von Pop-Art-Star Rizzi befasst und festgestellt: „Seine Werke sind sehr lebensfroh und positiv. Und es gibt in seinen Motiven sehr viel zu entdecken." Wenn nun künstlerisch begabte Schüler diesen fantasievollen, erzähl- und detailreichen Stil nachahmen, sei das genau richtig, um vor allem für die Langzeitpatienten auf der Intensivstation eine angenehmere Atmosphäre zu schaffen, ist Schwester Susanne sicher.

Die Rizzi-Ausstellung wird vom 29. April bis 3. Juni in der Heimbacher Kunstakademie zu sehen sein. Darüber hinaus können Exponate wie der berühmte VW Beetle des New Yorker Künstlers in den Kreishäusern Düren und Euskirchen, im Städteregionshaus Aachen und in der Dürener Sparkasse bestaunt werden. „Mit dieser ersten Rizzi-Gedenkausstellung wird der Kreis Düren nicht nur in der deutschen Kulturszene für Aufsehen sorgen", ist Geschäftsführer Dr. Blum sicher. „Wir können stolz darauf sein, dass wir als Krankenhaus uns daran in einer ganz besonderen Form beteiligen dürfen."

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