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Sie gaben mit dem ersten Spatenstich und sichtbarer Freude den Startschuss zum Bau zweier Ärztehäuser am Krankenhaus Düren: Aufsichtsratsvorsitzender Paul Larue (2.v.r.), seine Stellvertreter Wolfgang Spelthahn und Liesel Koschorreck, Pathologie-Chefarzt Dr. Bernd Klosterhalfen und Geschäftsführer Dr. Gereon Blum (von links). Foto: Christoph Lammertz

Auf dem Gelände des Krankenhauses Düren entstehen zwei neue Ärztehäuser

Mit dem Bau der Ärztehäuser I und II ebnen die KHD Träger GmbH und ihre Projektpartner den Weg zu einer weiteren Aufwertung des Standorts Krankenhaus Düren. Auf dem Gelände des Krankenhauses entstehen mit Anschluss an die Merzenicher Straße ein Neubau für die Pathologie und ein nahezu baugleiches Gebäude, in das die onkologische Ambulanz des Krankenhauses, weitere Praxen und Ambulanzen sowie eine öffentliche Apotheke einziehen werden. Mit dem ersten Spatenstich wurden die Bauarbeiten jetzt gestartet.

Der Bau des dreistöckigen Ärztehauses I ist eine Reaktion auf die dringend notwendigen räumlichen Verbesserungen für die pathologische Klinik des Krankenhauses. Das alte Pathologiegebäude wird den gestiegenen Anforderungen an eine moderne Pathologie nicht mehr gerecht und muss deshalb erneuert werden. Im alten Gebäude sollen nach der Fertigstellung der Ärztehäuser die vielfältigen Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote des Krankenhauses unter dem Dach eines Bildungszentrums für medizinische Berufe gebündelt werden.

Ein Schwerpunkt des Krankenhauses ist die Behandlung von Tumorerkrankungen. Neben mehreren tausend stationären Patienten pro Jahr werden im Rahmen der ambulanten Versorgung täglich etwa 120 Patienten in der hämato-onkologischen Ambulanz behandelt. Mit dem Umzug dieser Ambulanz in das Ärztehaus II reagiert das Krankenhaus als einziger onkologischer Schwerpunktversorger im Kreis Düren auf die stetig wachsenden Patientenzahlen. Die neue Ambulanz bietet deutlich mehr Platz und perfekte räumliche Bedingungen für eine hochmoderne und komfortable Patientenbetreuung. Neben der hämato-onkologischen Ambulanz werden weitere Facharztpraxen und eine öffentliche Apotheke, die den Patienten eine ortsnahe Versorgung mit den verordneten Medikamenten ermöglicht, in das vierstöckige Ärztehaus II einziehen.

„Wir sind das größte Krankenhaus zwischen Köln und Aachen, der Eifel und dem Niederrhein. Doch auf diesem Status dürfen wir uns nicht ausruhen“, stellte Bürgermeister Paul Larue, Aufsichtsratsvorsitzender der Krankenhaus Düren gem. GmbH, beim ersten Spatenstich fest. Der Bau der beiden Ärztehäuser sei ein weiterer Schritt auf dem Weg, das Angebot sinnvoll zu erweitern und die Kompetenzen immer weiter zu stärken. „So werden wir auch künftig unserem Anspruch gerecht, für die Menschen in Stadt und Kreis Düren Hauptansprechpartner zu sein, wenn es um ihre Gesundheit geht“, sagte Larue. Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum betonte, dass es gelungen sei, das Bauprojekt realisieren zu können, „ohne einen Euro aus dem Krankenhaus-Etat abzuzweigen“. Er dankte dem Aufsichtsrat für die konstruktive und positive Begleitung der Planungsphase. Der Neubau für die Pathologie sichere die Arbeitsplätze in dem Institut, das bis auf das Uniklinikum Aachen alle Krankenhäuser der Region versorgt. Mit dem Bau des Ärztehauses II werde die seit vielen Jahren geforderte Vernetzung von ambulanter und stationärer Patientenversorgung weiter vorangetrieben.

Im April 2015 soll die neue Pathologie fertig sein, im Juli 2015 das Ärztehaus II. Das Bauprojekt hat ein Gesamtkostenvolumen von rund 7,5 Millionen Euro. Private Investoren beteiligen sich an beiden Projekten. Im Fall der Pathologie hält die Krankenhaus-Trägergesellschaft (KHD Träger GmbH) 25 Prozent, im Fall des Ärztehauses II 49 Prozent der Anteile. Die übrigen Anteile werden von privaten Investoren, in erster Linie den beteiligten Medizinern, gehalten.

Architekt des Bauprojektes ist Helmut Moersdorf (Trier). Er und sein Team haben im neuen Stadtteil Petrisberg in Trier 2011 eine Pathologie und ein Ärztehaus als Zwillingsbauten realisiert, an dem sich das Dürener Projekt orientiert.