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Hochkonzentriert: An Phantomen und anatomischen Präparaten trainierten die Teilnehmer des 2. DAS Techniken, die im Notfall Leben retten können. Foto: Christoph Lammertz

120 Teilnehmer sammeln beim 2. Dürener Anästhesie Symposium wertvolle Erfahrungen

Düren. Natürlich möchte niemand in eine solche Situation geraten. Doch wer nach einem Unfall oder in einem internistischen Notfall auf Hilfe angewiesen ist, dem ist zu wünschen, dass er auf bestens ausgebildete Rettungskräfte und Mediziner trifft. Im Idealfall auf solche, die sich ständig über die neuesten Techniken auf dem laufenden halten und deren Handhabung regelmäßig trainieren. Für Mediziner und Rettungskräfte, die diesen Anspruch haben, ist das Dürener Krankenhaus die Anlaufstelle in der Region. Mit dem Dürener Anästhesie Symposium, kurz DAS, bietet die dortige Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie eine hervorragende Möglichkeit, sich zu informieren, auszutauschen und vor allem wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln. 120 Teilnehmer zählten die Verantwortlichen jetzt bei der 2. Auflage des DAS.

„Unser Symposium ist zwar noch jung, aber bereits etabliert", freut sich Dr. Sigurd Kohlen, der das DAS mit seinem Kollegen Dr. Detlef Struck und Anästhesie-Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Stefan Schröder im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat. „Derartig hochwertige Seminare und Workshops werden in der Regel nur von den Unikliniken angeboten – und das meist zu wesentlich höheren Preisen", erklärt Dr. Kohlen. Kein Wunder, dass die 120 Plätze binnen kürzester Zeit vergeben waren. Sogar aus Schleswig-Holstein reisten Teilnehmer an.

Die ganztägige Veranstaltung bot am Vormittag einen wissenschaftlichen Teil. Unter der Überschrift „Invasive Techniken in der Notfallmedizin und am Krankenbett" stellten Experten des Krankenhauses Düren und weitere renommierte Fachleute moderne Alternativen zum klassischen Venenzugang und Strategien zur Lösung von Beatmungsproblemen nach einem Lungentrauma vor. Am Nachmittag wurde das Gehörte dann in die Praxis umgesetzt. Geübt wurde an Phantomen, neudeutsch auch Dummies genannt, und an anatomischen Präparaten. So trainierten die Teilnehmer beispielsweise Punktionen in das Schienbein, die Infusionen ermöglichen, wenn beim Patienten kein Venenzugang gefunden werden kann. An einer anderen Workshopstation wurde die Koniotomie geübt, die im Fall eines Lungentraumas die Beatmung des Patienten ermöglicht. Eine Technik, bei der es ganz wichtig ist, genau die Stelle zu kennen und ertasten zu können, an der das Instrument angesetzt werden muss. „Auch für einen Notfallmediziner ist das kein tägliches Brot", sagt Dr. Detlef Struck. „Deshalb ist es so wichtig, die praktische Erfahrung in Workshops wie unserem zu sammeln." Dass dies in Düren möglich ist, sei dem Einsatz der Dozenten und der Hilfe von Sponsoren zu verdanken, betont Chefarzt Dr. Stefan Schröder, der mit seinen Kollegen die 3. Auflage des DAS im kommenden Jahr schon fest eingeplant hat.

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