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Sie widmen sich bei "Medizin hautnah" dem Thema "Schwere Beine" (von links): Dr. Holm Reintges, Ali Akil, Dr. Marc Scynaka, Dr. Annerose Dorf und Priv.-Doz. Dr. Hermann Janßen. Foto: Stephan Johnen (Dürener Zeitung)

Im Patientenforum "Medizin hautnah" geht es am 24. März unter anderem um die Schaufensterkrankheit und Krampfadern

Die Beine haben das Gewicht von Blei, jeder Schritt schmerzt, und schon nach kurzen Wegstrecken müssen Pausen eingelegt werden – „Schaufensterkrankheit“ wird die Störung der arteriellen Durchblutung der Extremitäten umgangssprachlich genannt. Oder schlicht „schwere Beine“. Diesen Titel trägt auch das nächste kostenlose Forum „Medizin hautnah“ in Kooperation von Krankenhaus Düren, Dürener Zeitung und AOK. Am Dienstag, 24. März, informieren Experten des Krankenhauses über Symptome, Diagnostik, Therapie – und auch Vorsorge. Beginn ist um 18 Uhr im Foyer der Klinik an der Roonstraße, die Mediziner stehen nach ihren Vorträgen Rede und Antwort.

Oft sind eine Einengung oder ein Verschluss der Arterien die Ursache der Durchblutungsstörung, meist handelt es sich um eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Doch auch eine Venenerkrankung kann zu schweren Beinen führen. Symptome sind Schmerz, eine Belastungsschwäche sowie eine kalte und blasse Haut. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer unter diesen Erkrankungen leidet, gehört zur Risikogruppe. Werden die Symptome ignoriert, kann es in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und plötzlichem Herztod kommen. Auch Amputationen nicht durchbluteter Extremitäten können notwendig werden.

Privat-Dozent Dr. Hermann Janßen, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie und Proktologie, wird zunächst allgemein in das Thema einführen. Dr. Marc Szynaka, Oberarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, stellt die Möglichkeiten der Diagnose und der medizinischen Interventionen aus, bei denen auf einen chirurgischen Eingriff verzichtet werden kann. Bei diesem so genannten interventionellen Vorgehen werden beispielsweise die eingeengten oder verschlossenen Gefäße wieder geweitet oder geöffnet. Mit (zum Teil bewegten) dreidimensionalen Bildern wird er seinen Vortrag veranschaulichen.

Dr. Holm Reintges, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie und Proktologie, geht in seinem Vortrag auf Möglichkeiten der Chirurgie ein, beispielsweise das Legen eines Bypasses. „Je früher ein Patient medizinische Hilfe sucht, desto besser“, sagt Reintges. Denn dank neuer Methoden könne oft interventionell eingegriffen werden, wo früher noch operiert wurde. „Leider kommen wir Ärzte oft erst zum Zug, wenn alles weit fortgeschritten ist“, bedauert er.

Über venöse Erkrankungen wie Krampfadern referiert Oberärztin Dr. Annerose Dorf. Wie finden Ärzte heraus, ob die Venen noch einwandfrei funktionieren? Wie kann Lasertechnologie zur Therapie eingesetzt werden und wann muss operiert werden? Auf diese Fragen wird sie Antworten geben.

In frühen Stadien der Erkrankung kann beispielsweise mit Gehtraining und medikamentöser Behandlung gearbeitet werden. Diese  klassische Therapie stellt Oberarzt Ali Akil vor. Er wird am Dienstagabend auch Möglichkeiten der Vorsorge vorstellen.

Stephan Johnen, Dürener Zeitung