headerline

Am Weltanästhesietag informiert die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Krankenhauses Düren in der Fußgängerzone über ihre Arbeit. Foto: Christoph Lammertz

1. Weltanästhesietag: Viele Informationen und Aktionen in der Fußgängerzone

Düren. Der 16. Oktober ist so etwas wie der Geburtstag der modernen Anästhesie. An diesem Tag vor 166 Jahren versetzte ein Bostoner Zahnarzt erstmals einen Patienten öffentlich mit Hilfe von Äther in Narkose. „Gentlemen, this is no humbug“, adelte einer der berühmtesten Chirurgen seiner Zeit das mit großer Aufmerksamkeit verfolgte Geschehen im Operationssaal der Bostoner Universitätsklinik. Nachdem sich die Chirurgie zu Beginn des 16. Jahrhunderts von allen mehr oder weniger geglückten mittelalterlichen Narkostisierungstechniken distanziert und dann fast 350 Jahre lang Patienten bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und operiert hatte, war dies der Startschuss für ein neues Zeitalter in der Medizin. Zwar wurden auch in den Jahren danach vielfach sogar noch Amputationen bei vollem Bewusstsein des Patienten vorgenommen, doch der Siegeszug der Narkose und der Anästhesie als eigenständiges medizinisches Fach ließ sich nicht mehr aufhalten.


Bis heute hat sich dieses junge Fach der Medizin sehr stark weiterentwickelt. Unter dem Dach der Anästhesiologie sind seit vielen Jahren auch die Intensivmedizin, die Notfallmedizin und die Schmerztherapie angesiedelt. Das ganze Spektrum ihrer Arbeit wollen Anästhesisten überall auf der Welt nun am 1. Weltanästhesietag der Öffentlichkeit vorstellen. Dass dafür als Datum der 16. Oktober gewählt wurde, liegt auf der Hand. Auch die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Krankenhauses Düren beteiligt sich an diesem Aktionstag. Von 8 bis 16 Uhr stellt sich die Abteilung von Chefarzt Prof. Dr. Stefan Schröder auf der Kölnstraße (Ecke Wirtelstraße) vor. Was muss ich vor einer Narkose beachten? Welches Narkoseverfahren ist das schonendste? Wie sorgt der Arzt dafür, dass ich während der OP nicht aufwache? Was kann ich gegen meine Kopf- oder Rückenschmerzen tun? Wie leiste ich am besten Erste Hilfe? Wann muss ich auf die Intensivstation? Die Themenpalette ist so vielfältig wie die Arbeit der Anäs-thesisten.
Wenn es um die Notfallmedizin geht, arbeiten Anästhesisten und Rettungsdienste Hand in Hand. Und so wird auch der Rettungsdienst des Kreises Düren am 16. Oktober auf der Kölnstraße präsent sein. Dr. Detlef Struck, Anästhesist im Krankenhaus Düren und zugleich Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Düren, hat die Organisation des Aktionstages übernommen. DRK, Malteser Hilfsdienst und Feuerwehr werden mit Wagen und Gerät vor Ort sein, Lebensrettung demonstrieren und natürlich wie die Ärzte des Krankenhauses die Fragen der interessierten Besucher beantworten. Am Dienstag, 16. Oktober, lohnt es sich also auf jeden Fall, für den Weg in die Stadt ein wenig mehr Zeit einzuplanen.

Schlagwörter