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Infostand von "Klinik Weiterbildung" auf dem 7. Dürener Schmerztag Zientz MultiMedia

Krankenhäuser gelten als Hochrisikoorganisation, in denen anspruchsvolle Tätigkeiten unter Zeitdruck im komplexen Umfeld durchgeführt werden. Das macht die Behandlung von Patienten fehleranfällig. Dabei verursachen nicht einzelne, kleinere Fehler einen schwerwiegenden Zwischenfall, sondern die Summe vieler Fehler kann in einem nachweisbaren Patientenschaden resultieren. Das klinische Risikomanagement fokussiert mit dem kontinuierlichen Bestreben nach Verbesserung der Patientensicherheit auf den klinischen Kernprozess der Patientenbehandlung.
Es soll unterstützen, Behandlungsfehler zu reduzieren und muss von der Klinikleitung gewollt werden, damit es erfolgreich umgesetzt werden kann. Voraussetzung ist die Etablierung einer Sicherheitskultur. Dazu gehören, dass Fehler und (Beinahe-)Zwischenfälle sanktionsfrei gemeldet werden können, die Bereitschaft besteht, die Ursachen zu ergründen und das eigene Handeln sowie Organisationsstrukturen anzupassen, so dass das Risiko der Wiederholung minimiert ist. Grundlage der Patientensicherheit ist ein lernendes Gesundheitssystem.

 


Wissen hilft, Fehler zu vermeiden und verschafft Kompetenz zur qualitativ hochwertigen Patientenbehandlung. In diesem Zusammenhang müssen Ausbildungskonzepte auf die Bedürfnisse und Kompetenzen einzelner Zielgruppen abgestimmt werden. Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Krankenhaus Düren haben in Zusammenarbeit mit Zientz MultiMedia die Online-Plattform „Klinik-Weiterbildung.de“ mit individuellem Medieninhalt (Videos, PowerPoint-Präsentationen und dergleichen) als Instrument zur Erhöhung der Patientensicherheit entwickelt. Mittels dieser E-Learning Plattform können beispielsweise Schulungsmaßnahmen zur Hygiene, zur Arbeitssicherheit, zum Strahlen-, Brand- und Datenschutz und für Geräteeinweisungen nach dem Medizinproduktegesetz angeboten werden.
Dadurch besteht eine kontinuierliche Schulungsmöglichkeit unabhängig von Schicht- und Bereitschaftsdienst. Die Kurse bestehen aus einem individuellem
Beitrag, der die Lerninhalte (audio)visuell vermittelt und zugeordneten Fragen mit Antwortoptionen. Nach Abschluss des Kurses wird das Resultat der Schulung angezeigt und mittels PDF dokumentiert.

 


Klinik-Weiterbildung.de als Innovation
Dieses intelligente Bildungskonzept ermöglicht auch der Unterweisungspflicht der Mitarbeiter nach der novellierten Arbeitsstättenverordnung nachzukommen, ohne die Nachteile wie Arbeitsausfall einer kompletten Abteilung oder Nachschulungsbedarf bei Krankheit bzw. Abwesenheit in Kauf nehmen zu müssen. Dies gibt es beim E-Learning nicht. Klinik-Weiterbildung bietet zusätzlich die Möglichkeit zur Ausbildung, zum Beispiel in der studentischen Lehre. Dr. Hegemann, Sektionsleiter der Schmerztherapie der Klinik für Anästhesiologie am Krankenhaus Düren, wird für sein Projekt zur Implementierung einer Video-basierten E-Learning Plattform als Innovation in der studentischen Lehre für den Bereich der Schmerztherapie in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik der RWTH Aachen durch Mittel aus dem Innovationsfond des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft gefördert. Das Projekt bindet die Studenten im Praktischen Jahr aktiv im Rahmen eines E-Learning-Prozesses in die Erstellung von schmerztherapeutisch relevanten Videosequenzen ein und bietet zudem die Möglichkeit einer digitalen Lernerfolgskontrolle. Die fertiggestellte Videoplattform lässt sich mittelfristig durch alle an der Patientenversorgung beteiligten Berufsgruppen nutzen.
Somit bietet das E-Learning Tool für Krankenhäuser rund um die Uhr die Möglichkeit einer individuellen und zeitgemäßen Wissensvermittlung als Instrument
für das Risiko- und Qualitätsmanagement, um die Patientensicherheit weiter verbessern zu können. Dafür ist die Online-Plattform www.klinik-weiterbildung.de für jedermann öffentlich zugänglich. Die allgemeinen Informationen zur Website, ein Teaser mit Neuigkeiten und die Kontaktdaten sind für jedermann sichtbar. Die Kurse lassen sich aber nur mit den dazugehörigen Zugangsdaten von registrierten Usern aufrufen und absolvieren.
In einem sog. Backend können die jeweiligen Kursadministratoren (Teacher) die Kursuser anlegen, die Kursinhalte verändern, Kursdokumente hinzufügen sowie mit den zugelassenen Kursusern kommunizieren. Auch eine beliebige Kurswiederholfrequenz lässt sich einstellen. Zudem kann der Teacher sehen, wer wann mit welchem Erfolg den Kurs absolviert hat.
Für die Online-Plattform fallen Kosten für das Anlegen des Benutzerkontos der jeweiligen Institutionen (Kliniken, Praxen, Medizintechnikhersteller, Pharmaunternehmen, u.a.) sowie eine monatliche Gebühr für den Zeitraum des gewünschten Kursangebots in Abhängigkeit von der Useranzahl an. „Klinik-Weiterbildung.de“ ist „responsive“ programmiert, so dass die Nutzung auf Tablet und Smartphone ebenso gewährleistet ist wie auf einem Notebook oder einem Desktop-PC. Dabei befindet sich die Plattform auf einem zertifizierten SSL-Server, so dass die Datensicherheit gewährleistet ist.
Ein weiteres attraktives Feature kann bei Bedarf gebucht werden. Hierbei handelt es sich um ein sog. Code-Plugin, mit welchem ein kompletter Kurs auf einer beliebigen Kundenhomepage eingebunden werden kann. Eine Kursabsolvierung ist dann auf dieser Website ohne Zugangsdaten für jedermann möglich. Damit wird Klinik-Weiterbildung zu einem attraktiven Marketinginstrument über das herkömmliche Betrachten von Informationsvideos hinaus.

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