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Simulationszentrum Foto: Zientz MultiMedia

Das Simulationszentrum der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Krankenhauses Düren ist im Rahmen des interdisziplinären Symposiums zur Simulation in der Medizin (InSiM) in Reutlingen mit dem Posterpreis (2. Platz) der Deutschen Gesellschaft für Simulation in der Medizin (DGSiM e.V.) in der Kategorie „wissenschaftliche Arbeit“ ausgezeichnet worden.

Simulationstrainings ermöglichen das Erleben („simulation“) und Reflektieren des eigenen Handelns in kritischen Situationen („debriefing“). Mithilfe speziell geschulter Instruktoren können dabei Abweichungen von standardisierten Prozessen erkannt und als Ausgangspunkt für die Entwicklung der Patientensicherheit durch strukturelle Analyse möglicher Fehler im System genutzt werden. Darüber hinaus werden weitere positive Aspekte, wie z.B. effektiveres Arbeiten in kritischen Situationen beschrieben. Das im Rahmen des InSiM präsentierte Poster aus Düren beinhaltet eine ausführliche Literaturrecherche zu unerwünschten Ereignissen in der Medizin und deren Folgekosten. Darauf aufbauend wird eine gesundheitsökonomische Betrachtung von Simulationstrainings im Kontext des klinischen Risikomanagements vorgenommen, u.a. durch Kosten-Nutzen- bzw. Kosten-Effektivität-Analysen. Auf diese Weise soll diskutiert werden, wie Simulationstrainings dazu beitragen können, kritische Zwischenfälle zu vermeiden und die Patientensicherheit durch Stärkung des Systems zu erhöhen. Zu dieser Fragestellung wurde bereits Anfang des Jahres von der gleichen Autorengruppe ein Übersichtsartikel in der Fachzeitschrift „Der Anästhesist“ publiziert.

Prof. Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Initiator des Simulationszentrums in Düren, zeigte sich am Rande des Symposiums äußerst zufrieden: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und die Anerkennung unserer Arbeit durch die DGSiM. Diese Arbeit hat aus meiner Sicht wesentlich von der interdisziplinären Ausrichtung unserer Autorengruppen profitiert. So konnten wir wertvolle klinische und wissenschaftliche Impulse aus der Anästhesiologie, der Inneren Medizin, der Gesundheitsökonomie sowie der Arbeits- und Organisationspsychologie einfließen lassen.“


Die Urkunde nahm der Erstautor des Posters Dr. Tillmann Speer, langjähriger freier Mitarbeiter des Simulationszentrums und Assistenzarzt am Klinikum Itzehoe, entgegen. Der Posterpreis ist mit 250 Euro dotiert.

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