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Zum Professor der Medizinischen Fakultät an der Universität Bonn ernannt: Prof. Dr. Stefan Schröder. Foto: Christoph Lammertz

Rektor der Universität Bonn ernennt Dr. Stefan Schröder zum Professor

Düren. Natürlich ist er stolz auf das Erreichte und doch spricht er bescheiden von einem Gemeinschaftserfolg: Dr. Stefan Schröder, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im Krankenhaus Düren, ist vom Rektor der Universität Bonn zum Professor ernannt worden. „Ohne die Unterstützung meiner Familie und ohne eine Supercrew in der Klinik wäre das nicht möglich gewesen", betont der bisherige Privat-Dozent, dessen wissenschaftliche Karriere zehn Jahre nach der Habilitation nun mit der Ernennung zum Professor gekrönt wurde.

„Es war ein langer Weg", blickt der 47-Jährige zurück auf die Anfänge seiner wissenschaftlichen Tätigkeit Mitte der 90er- Jahre. Der gebürtige Hamburger hatte damals die Uniklinik seiner Heimatstadt verlassen, um sich in Kiel das Rüstzeug für die verantwortungsvolle Arbeit auf einer Intensivstation zu holen, bevor es später wieder nach Hamburg zurückgehen sollte.

Doch wie so oft im Leben kam es anders. 1996 folgte der junge Arzt seinem Kieler Mentor an die Universitätsklinik nach Bonn, wo er sich neben der klinischen Tätigkeit auch intensiv auf unterschiedlichen Forschungsgebieten bewegte. Unter anderem befasste er sich mit der Rolle des sogenannten Hitzeschock-Proteins bei Patienten mit schwerer Blutvergiftung. Zu diesem Thema verfasste Schröder auch 2002 seine Habilitationsschrift. Wäre es nach seinem Mentor gegangen, hätte er damals seinen Fokus stärker auf den wissenschaftlichen Part der medizinischen Arbeit gelegt. „Doch für mich war es keine Frage, dass die Arbeit in der Klinik, die Arbeit mit den Patienten mein Schwerpunkt war", sagt Prof. Schröder.

2004 wechselte er an das Westküstenklinikum nach Heide, wo er als leitender Oberarzt maßgeblich am Aufbau einer großen Intensivstation und eines neuen großen OP-Traktes beteiligt war. Zugleich blieb er der Wissenschaft und der Akademischen Lehre an den Universitäten in Lübeck, Kiel und Hamburg treu. Auch nach seinem Wechsel ans Krankenhaus Düren, wo Schröder seit dem 1. Januar 2011 Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie ist, hat er die wissenschaftliche Arbeit nicht aus dem Blick verloren. Auch hier setzt der Chefarzt, der mit seiner Frau und drei Kindern im Kreuzauer Ortsteil Bilstein lebt, seine intensive Publikationstätigkeit fort. Er nimmt weiter an überregionalen Studien teil, betreut Doktoranden der Uni Bonn und der RWTH Aachen bis zur Dissertation, hält regelmäßig Vorlesungen.

„Die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses macht nicht nur Spaß, sie ist auch für mich selber permanente Weiterbildung. Und nicht zuletzt ermöglicht sie es, guten ärztlichen Nachwuchs für unsere Klinik zu gewinnen", sagt Prof. Schröder. Sein vielfältiges Engagement in der Aus- und Weiterbildung des medizinischen Nachwuchses wird von seinen Mitarbeitern im Dürener Krankenhaus sehr stark mitgetragen. Die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor (Professor ohne Dienstverhältnis an der Universität), mit der die Uni Bonn Schröders hervorragende Leistungen in Forschung und Lehre würdigt, versteht der junge Professor deshalb auch als Auszeichnung für seine ganze Abteilung.

 
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