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Stellten die Schul-Kooperation von DRK und Krankenhaus Düren vor (v.l.): Heinz Lönneßen, Hartmut Krabs-Höhler, Prof. Stefan Schröder, Dr. Gereon Blum, Uwe Möcker, Heinz-Peter Salentin und Stefan Wilms. Foto: Christoph Lammertz

Die Landesschule Nordrhein des DRK und das Krankenhaus Düren kooperieren

Unter dem Dach seines Bildungszentrums für Gesundheitsberufe hat das Krankenhaus Düren eine weitere wertvolle Kooperation vereinbart: Das Krankenhaus und der Landesverband Nordrhein des Deutschen Roten Kreuzes unterzeichneten einen Vertrag, dessen Gegenstand die Kooperation in der theoretischen und praktischen Ausbildung im Rettungsdienst, in der Aus- und Fortbildung im Bereich der Anästhesie, der Ersten Hilfe und des Transportdienstes ist. Konkret bedeutet das: Die Landesschule Nordrhein (LANO) des DRK richtet am Krankenhaus Düren eine neue Berufsfachschule für den Rettungsdienst ein, das Krankenhaus Düren stellt Praktikumsplätze für die Ausbildungsangebote der LANO zur Verfügung und beide Institutionen entwickeln gemeinsam neue Fort- und Ausbildungsangebote.

Neben praxisnahen Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildung für den Rettungsdienst macht die DRK-Landesschule Nordrhein auch Bildungsangebote im Bereich der Breitenausbildung und der Betriebssanitäterausbildung sowie spezielle Weiterbildungsangebote für Arztpraxen, Kliniken und erfahrene Notfallmediziner. Die Berufsfachschulen der LANO stehen neben den ehren- und hauptamtlichen DRK-Mitarbeitern auch den Kollegen anderer Hilfsorganisationen und der Feuerwehr offen.
Die Kooperation mit dem Krankenhaus Düren ist die erste der DRK-Landesschule mit einem Akutkrankenhaus. In Düren eröffnet die LANO ihren siebten Ausbildungsstandort. Auch am neuen Standort wird die Landesschule in Kooperation mit dem Krankenhaus vielfältige Angebote machen. Schwerpunkt ist dabei die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. Der Notfallsanitäter ersetzt ab diesem Jahr den herkömmlichen Rettungsassistenten. Rettungsassistenten können sich künftig am Standort Düren zu Notfallsanitätern weiterbilden lassen. „Die direkte Anbindung an das Krankenhaus, vor allem an die Anästhesie mit ihrer Sektion Notfallmedizin bietet uns dabei hervorragende Möglichkeiten“, sagte LANO-Leiter Stefan Wilms bei der Vorstellung der Kooperation. Hartmut Krabs-Höhler, Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbands Nordrhein, betonte ebenfalls die strategischen Vorteile der Zusammenarbeit mit einem erfolgreichen Akutkrankenhaus.

Für Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum ist die Schul-Kooperation mit dem DRK „der nächste Meilenstein“ beim Aufbau des Bildungszentrums, in dem die Klinik ihre unterschiedlichsten Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote in Gesund-heitsberufen unter einem Dach bündelt. Das Krankenhaus bildet derzeit 145 Gesundheits- und Krankenpfleger aus, bietet in Kooperation mit der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft low-tec eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpfle-geassistenz an und bildet darüber hinaus in kaufmännischen und weiteren Lehrberufen aus. Rund 180 Ausbildungsplätze bietet das Krankenhaus derzeit schon an, kurzfristig kommen nun die Plätze in der Notfallsanitäterausbildung hinzu. Mittelfristiges Ziel sind laut Dr. Blum insgesamt 300 Ausbildungsplätze. Nach dem Bau einer neuen Pathologie, mit dem in Kürze begonnen wird, wird das heutige Pathologiegebäude Heimat des Ausbildungszentrums sein, das zunächst noch auf mehrere Gebäude verteilt ist.

DRK und Krankenhaus Düren betreten mit ihrer Zusammenarbeit kein Neuland. So gibt es bereits eine Schnittstelle bei den Aus- und Weiterbildungen zum Thema Intensivtransport, an denen die Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin, Notfall-medizin und Schmerztherapie unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Schröder intensiv beteiligt ist. „In der Notfallversorgung arbeiten wir eng zusammen. Zum Wohl der Patienten sollten wir dabei dieselbe Sprache sprechen. Deswegen ist das gemein-same Lernen und die Nähe zueinander von großem Wert“, betonte Prof. Schröder.
Darüber hinaus hat der DRK-Kreisverband Düren im Dürener Krankenhaus vor gut zwei Jahren den Patiententransportdienst übernommen. Ein Erfolgsprojekt, wie Dr. Blum und Uwe Möcker, Geschäftsführender Vorstand des DRK-Kreisverbandes, einhellig urteilen. Viele gute Erfahrungen miteinander seien also die sehr gute Basis für die neue Kooperation gewesen, sagte Dr. Blum.

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