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Anästhesie

Patientensicherheit in der Anästhesiologie - Simulationstraining in der fachärztlichen Aus- und Weiterbildung

Montag, 17 Dezember 2018 10:53

Die tägliche Arbeit in der Anästhesiologie findet in einem komplexen Arbeitsumfeld statt, in dem das zielgerichtete effektive Arbeiten in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Team von entscheidender Bedeutung ist. Dabei werden teils kritisch kranke Patienten unter Zeitdruck behandelt. Das Fach der Anästhesiologie hat glücklicherweise in den letzten Jahrzehnten wesentliche Fortschritte in der Patientensicherheit erreicht. Dies ist vermutlich auf modernere Arbeitsplätze, verbesserte Technologien und ein größeres Verständnis physiologischer Zusammenhänge sowie den gezielteren Einsatz von Medikamenten zurückzuführen.

Kompetenzzentrum für Schmerztherapie

Dienstag, 04 Dezember 2018 14:36

Wer zu einer Operation ins Krankenhaus Düren kommt, der kann sich auf eine professionelle und individuell angepasste Schmerztherapie verlassen. Das hat der TÜV Rheinland der kommunalen Klinik nun erneut bestätigt. Die Akutschmerztherapie des Krankenhauses wurde zum dritten Mal zertifiziert. Der TÜV Rheinland bescheinigte der Klinik an der Roonstraße, alle Voraussetzungen dafür zu bieten, dass es den Patienten rund um eine Operation gut geht. 

Neugeborenen-Simulationstraining im Krankenhaus Düren - Lernen in einer realitätsnahen Umgebung

Freitag, 23 November 2018 14:30

Am vergangenen Wochenende fand der zweite Simulationskurs des laufenden Jahres zur Erstversorgung und Reanimation kritisch kranker Neugeborener mit 13 Teilnehmenden im Krankenhaus Düren statt. Dieser Lehrgang blickt mittlerweile auf eine fünfjährige Vergangenheit zurück und weckt regelmäßig das Interesse bei Pflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, die mit der Behandlung von Neugeborenen in den ersten Lebensminuten betraut sind.

Dr. Andreas Wentz, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, und Prof. Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, führten zusammen mit einem speziell ausgebildeten Instruktorenteam durch die 1,5-tägige Veranstaltung, bei der die Simulation der Erstversorgung und Reanimation von Neugeborenen einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Unter den Teilnehmenden war diesmal auch Dr. Heike Matz, die seit 1. Januar 2018 als Chefärztin die Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Senologie am Dürener Krankenhaus leitet. Sie betont die Bedeutung des Lehrganges als Teil des Aus- und Fortbildungskonzeptes ihrer Klinik: „In diesem Jahr werden wir in Düren rund 750 Geburten haben. Glücklicherweise benötigen davon nur die wenigsten nach der Geburt unterstützende Maßnahmen, wie z.B. eine Maskenbeatmung. Dennoch halte ich es für besonders wichtig, gerade diese seltenen kritischen Situationen zu trainieren, um sie dann im medizinischen Alltag mit höchstmöglicher Sicherheit beherrschen zu können. Ich bin froh, dass wir mit diesem Dürener Lehrgangskonzept zweimal im Jahr die Möglichkeit haben, sowohl die dafür notwendigen technischen Fertigkeiten wie z.B. die Thoraxkompression oder das Legen von Nabelvenenkathetern zu trainieren als auch die nicht-technischen Fähigkeiten wie Situationswahrnehmung, Entscheidungsfindung, Aufgabemenmanagement, Teamwork und Kommunikation. Die Möglichkeiten, die uns das Simulationszentrum dafür bietet, sind optimal.“

Die realitätsnahe Umgebung im Simulationszentrum gehört zu den wichtigsten Grundlagen für ein effektives Lernen. Das Simulationszentrum in Düren kann dafür nun regelmäßig auf die Versorgungseinheit „Lifetherm 2003“ zurückgreifen, die es in diesem Jahr von der Firma Heinen und Löwenstein als Spende erhalten hat. Dabei handelt es sich um ein speziell für Neugeborene und Säuglinge entwickeltes Bett, das eine effektive Wärmeübertragung durch eine exakt einstellbare Flächenheizung sicherstellt. Zusammen mit dem Mannequin können so alle wesentlichen Maßnahmen der Erstversorgung und Reanimation hautnah durchgeführt werden. Die Teilnehmenden der Neugeborenenlehrgänge haben es aufgrund der umfangreichen Ausstattung nun besonders leicht, sich auf die Simulation einzulassen. Viele scheinen dabei sogar zu vergessen, dass es sich dabei nur um ein Training handelt.

Neben der Aus- und Fortbildung der Teilnehmenden bietet die Simulation kritischer Ereignisse noch weitere Vorteile. Prof. Stefan Schröder führt dazu aus: „Das Arbeitsumfeld der Neugeborenenversorgung ist durch eine komplexe Umgebung geprägt. Fehler bei der Versorgung kritisch kranker Neugeborener können zu Zwischenfällen oder sogar zu Patientenschädigungen führen. Um dies zu vermeiden, ist eine effektive Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachdisziplinen (Gynäkologie, Anästhesiologie und Pädiatrie) als auch Berufsgruppen (OP- und Pflegepersonal, Hebammen) entscheidend. Die Simulation mit der Neugeboreneneinheit ermöglicht das Erleben und Reflektieren von kritischen Situationen. So können beobachtete Fehler und Zwischenfälle als Ausgangspunkt für die Entwicklung sicherer Systeme genutzt werden. Dazu gehört auch die Arbeitsplatzgestaltung, die wir mit Hilfe der Simulation fortwährend hinterfragen und optimieren. Insgesamt möchten wir also die Fähigkeit der Teilnehmenden stärken, Sicherheit auch unter ungewohnten und stressigen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Dafür haben wir auch bei diesem Lehrgang wieder wertvolle Ideen sammeln können. Das bestärkt uns, das Lehrgangskonzept auch im neuen Jahr 2019 fortzuführen.

In diesem Jahr findet noch ein weiterer Simulationslehrgang zu Narkosezwischenfällen im Krankenhaus Düren statt (8.12.2018, 09.00 - 18.00 Uhr). Interessierte Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte sind dazu herzlich eingeladen.

8. Dürener Schmerztag: Jeder Schmerz ist echt

Montag, 22 Oktober 2018 10:56

Kommunikatives „Handwerkszeug“ zum multiprofessionellen Umgang mit schmerzbelasteten Patienten

Gerade noch hat man voll Elan den Spaten zum Abschluss in die Erde gestoßen und sich an der Vollendung des Gartenprojektes erfreut, als ein extrem starker Schmerz der weiteren Aktivität ein Ende setzt. Schulter oder Rücken sind so schmerzempfindlich, dass der Arztbesuch notwendig wird.
Dieses Szenario steht häufig am Beginn der Schilderung eines Patienten, der auch nach vielen Wochen und Behandlungen unterschiedlichster Fachdisziplinen unter Schmerzen leidet und dies auf die Gartenarbeit schiebt. Die Schmerzen sind stärker und intensiver geworden, die Verzweiflung des Patienten über die erfolglose Behandlung nimmt ebenso zu - ein Teufelskreis, aus dem nur schwer auszubrechen ist.
Spätestens an diesem Punkt können Schmerztherapeuten ansetzen, Fachärzte z.B. der Anästhesie, Neurologie oder Orthopädie, die sich in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Pflegeberufen der ursächlichen Probleme, die zu den Schmerzen geführt haben, annehmen, wenn konventionelle Therapien nicht erfolgreich sind. Sie gehen von einem bio-psycho-sozialen Ansatz aus, d.h. dass körperliche, soziale und seelische Aspekte den Schmerz beeinflussen, hervorrufen und auch unterhalten können. Mehr als 12 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen, viele von ihnen haben jahrelange Odysseen bei Ärzten und Therapeuten hinter sich und die Diagnose, „körperlich sei alles in Ordnung“. Besonders belastend ist für sie die Unterstellung zu simulieren, sich den Schmerz einzubilden, doch wie kann ihnen geholfen werden?

Antibiotika zielgerichtet und sparsam einsetzen

Montag, 09 Juli 2018 13:46

Unkontrollierter und übermäßiger Einsatz von Antibiotika hat dazu geführt, dass Bakterien zunehmend resistent gegen Antibiotika werden. Gegen manchen Krankheitserreger hat die Medizin deshalb nur noch wenige oder im schlimmsten Fall gar keine Mittel mehr. Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die zunehmende Resistenzentwicklung als eine Bedrohung für die Menschheit. Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, verpflichtet das Infektionsschutzgesetz Krankenhäuser zu einer „rationalen Antibiotikaverordnung“. Der Fachbegriff dafür ist Antibiotic Stewardship (ABS). Um die Frage, wie und warum das ABS in der Intensivmedizin zu fördern ist, ging es jetzt beim 5. Dürener Workshop Infektiologie des Krankenhauses Düren, der wieder vom dortigen Zentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene (ZIK) und der Anästhesieabteilung veranstaltetet wurde. 

Tauchärztliche Ausbildung mit Knowhow aus Düren

Freitag, 15 Juni 2018 09:24

Im Ernstfall treffen bei einem Tauchunfall unterschiedliche Rettungs- und Bergungsorganisationen aufeinander. Die noch bessere Vernetzung dieser Organisationen stand jetzt bei einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte im Vordergrund, die vom Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) und Tauchmedizin der Euregio Aachen in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Düren angeboten wurde. Schnelles, überlegtes Handeln, die vorhandenen Ressourcen sinnvoll nutzen und die richtigen Kommunikationskanäle wählen: Das waren Kernpunkte des Workshops am Fühlinger See. 

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