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Anästhesie

Schlangenbisse, Strom-Blackout und Verstrahlung: Notärzte üben für den Ernstfall

Mittwoch, 17 April 2019 18:50

Bessere Vorbereitung auf extreme Situationen wird für Notärzte und Rettungshilfepersonal immer wichtiger. Vieles fehlt in der Facharztausbildung oder kommt in der Praxis für Rettungsdienst- und Fachpflegepersonal nur selten vor. Grund genug für die Organisatoren vom Dürener Anästhesie Symposium (DAS), sich diesen extremen Themen bei einer Fortbildung zu widmen. „Wir brauchen einsatzbereite Kollegen und Kolleginnen, die auch mit ungewöhnlichen und Risikosituationen kompetent umgehen können“, erläutert Initiator Prof. Dr. Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Krankenhauses Düren. Dr. Sigurd Kohlen, Oberarzt der Abteilung, Desirée Wilms und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst des Kreises Düren, Dr. Detlef Struck, konnten diesmal über 90 ärztliche Kollegen und Rettungsdienstmitarbeiter aus ganz NRW zum „DAS extreme“  an den Rurbergsee locken. Spezialisten aus der Praxis informierten über Gifttierbisse, Stromunfallopfer, Verstrahlungsunfälle und Erstversorgung bei Verbrennungen.

Bei einer Sepsis zählt jede Stunde

Mittwoch, 10 April 2019 10:50

Die Sepsis, oft auch Blutvergiftung genannt, ist die häufigste Todesursache bei Infektionen. Trotz aller Fortschritte der modernen Medizin treten in Deutschland jährlich etwa 280.000 Sepsisfälle auf. Häufige Ursachen sind Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder Harnwegsinfekt. Rund ein Viertel der Patienten mit Sepsis und fast die Hälfte der Patienten mit schwerer Sepsis sterben an dieser Erkrankung, die entsteht, wenn die körpereigene Abwehrreaktion gegen eine Infektion das eigene Gewebe und die eigenen Organe schädigt. Eine Sepsis kann zu Schock und Multiorganversagen führen, vor allem wenn die Symptome nicht früh genug erkannt und sofort behandelt werden. Mit der Kampagne „Sepsis – kenne die Zeichen“ will das Krankenhaus Düren deshalb für das Thema sensibilisieren. Auf einem Plakat, das jetzt in allen Abteilungen der kommunalen Klinik zu sehen ist, werden die Symptome einer Sepsis sehr anschaulich dargestellt.

Intensivmedizin auf höchstem Niveau

Dienstag, 12 März 2019 09:25

Der Begriff Intensivmedizin verunsichert und beunruhigt viele Menschen. Sie denken an Apparate und lebensbedrohliche Situationen, in denen sich niemand wiederfinden will. Anderseits ist wahrscheinlich jeder glücklich darüber, wenn er sich im Ernstfall auf sehr gut ausgebildete Experten und hochwertige technische Geräte verlassen kann. Im Krankenhaus Düren ist das der Fall. Das kommunale Krankenhaus gehört zu den Kliniken, die die Strukturvoraussetzungen erfüllen, um die sogenannte Intensivmedizinische Komplexbehandlung durchführen zu können.

Patientensicherheit in der Anästhesiologie - Simulationstraining in der fachärztlichen Aus- und Weiterbildung

Montag, 17 Dezember 2018 10:53

Die tägliche Arbeit in der Anästhesiologie findet in einem komplexen Arbeitsumfeld statt, in dem das zielgerichtete effektive Arbeiten in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Team von entscheidender Bedeutung ist. Dabei werden teils kritisch kranke Patienten unter Zeitdruck behandelt. Das Fach der Anästhesiologie hat glücklicherweise in den letzten Jahrzehnten wesentliche Fortschritte in der Patientensicherheit erreicht. Dies ist vermutlich auf modernere Arbeitsplätze, verbesserte Technologien und ein größeres Verständnis physiologischer Zusammenhänge sowie den gezielteren Einsatz von Medikamenten zurückzuführen.

Kompetenzzentrum für Schmerztherapie

Dienstag, 04 Dezember 2018 14:36

Wer zu einer Operation ins Krankenhaus Düren kommt, der kann sich auf eine professionelle und individuell angepasste Schmerztherapie verlassen. Das hat der TÜV Rheinland der kommunalen Klinik nun erneut bestätigt. Die Akutschmerztherapie des Krankenhauses wurde zum dritten Mal zertifiziert. Der TÜV Rheinland bescheinigte der Klinik an der Roonstraße, alle Voraussetzungen dafür zu bieten, dass es den Patienten rund um eine Operation gut geht. 

8. Dürener Schmerztag: Jeder Schmerz ist echt

Montag, 22 Oktober 2018 10:56

Kommunikatives „Handwerkszeug“ zum multiprofessionellen Umgang mit schmerzbelasteten Patienten

Gerade noch hat man voll Elan den Spaten zum Abschluss in die Erde gestoßen und sich an der Vollendung des Gartenprojektes erfreut, als ein extrem starker Schmerz der weiteren Aktivität ein Ende setzt. Schulter oder Rücken sind so schmerzempfindlich, dass der Arztbesuch notwendig wird.
Dieses Szenario steht häufig am Beginn der Schilderung eines Patienten, der auch nach vielen Wochen und Behandlungen unterschiedlichster Fachdisziplinen unter Schmerzen leidet und dies auf die Gartenarbeit schiebt. Die Schmerzen sind stärker und intensiver geworden, die Verzweiflung des Patienten über die erfolglose Behandlung nimmt ebenso zu - ein Teufelskreis, aus dem nur schwer auszubrechen ist.
Spätestens an diesem Punkt können Schmerztherapeuten ansetzen, Fachärzte z.B. der Anästhesie, Neurologie oder Orthopädie, die sich in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Pflegeberufen der ursächlichen Probleme, die zu den Schmerzen geführt haben, annehmen, wenn konventionelle Therapien nicht erfolgreich sind. Sie gehen von einem bio-psycho-sozialen Ansatz aus, d.h. dass körperliche, soziale und seelische Aspekte den Schmerz beeinflussen, hervorrufen und auch unterhalten können. Mehr als 12 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen, viele von ihnen haben jahrelange Odysseen bei Ärzten und Therapeuten hinter sich und die Diagnose, „körperlich sei alles in Ordnung“. Besonders belastend ist für sie die Unterstellung zu simulieren, sich den Schmerz einzubilden, doch wie kann ihnen geholfen werden?