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Krankenhaus Dueren gem. GmbH - Artikel nach Datum gefiltert: Montag, 08 Juli 2019
Montag, 08 Juli 2019 18:03

Lilli

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Montag, 08 Juli 2019 16:43

Halit

Publiziert in Babygalerie

Am 05. und 06. Juli 2019 fand das zehnte Simulationstraining zur Erstversorgung und Reanimation Neugeborener im Simulationszentrum des Krankenhaus Düren statt.
Der 1,5tägige Kurs weckt regelmäßig das Interesse von Hebammen, Pflegekräften und Ärzten verschiedener Fachdisziplinen und unterschiedlichem Ausbildungstands und wird zweimal jährlich angeboten. Dieses Jahr wurde er von 13 Teilnehmern besucht. Die kleine Teilnehmeranzahl sorgt für ein intensives Training in einem geschützten Rahmen.
Dr. Ulrike Glöckner, Fachärztin für Anästhesie, Dr. Andreas Wentz, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, und Prof. Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, führten zusammen durch die Veranstaltung. Sie wurden von Sandra Ohlerth, Weiterbildungsassistentin in der Anästhesie, und Anja Sommer, Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin, unterstützt.
Am ersten Tag stellte Dr. Andreas Wentz die physiologischen und pathophysiologischen Besonderheiten für die spezielle Situation des Neugeborenen dar. Ebenso erläuterte er den Teilnehmern die Grundsätze der Versorgung und Reanimation des Neugeborenen basierend auf den Leitlinien zur Reanimation von 2015 des European Resuscitation Councils in einem kurzweiligen Fachvortrag.
Bevor das eigentliche Simulationstraining am zweiten Tag startete, wurde in einer kurzen Vortragsreihe das Konzept des Crew Ressource Managements (CRM), einem Schulungskonzept für die Verbesserung der Teamperformance, dargestellt.
Im Anschluss daran konnten praktische Fertigkeiten wie beispielsweise Maskenbeatmung, intraossäre Zugänge, das Legen von Nabelvenenkathetern sowie die kardiopulmonale Neugeborenenreanimation in Kleingruppen intensiv geübt werden. Nun ging es für den Kurs endlich in die realitätsnahen Szenarien an einer Versorgungseinheit „Lifetherm 2003“, die das Simulationszentrum Düren von der Firma Heinen und Löwenstein als Spende erhalten hat, mit authentischem Neugeborerenmannequin und Monitoring über.
Hier schlossen sich die Teilnehmer erneut in Kleingruppen zusammen und stellten sich als Team kritischen Situationen und Notfällen, die im Arbeitsalltag genauso oder ähnlich auftreten können. Durch die realitätsnahe Umgebung hatten es die Teilnehmer besonders leicht, sich auf die Szenarien einzulassen. Viele schienen dabei sogar zu vergessen, dass es sich um nur um ein Training handelt.
Durch Videoaufnahmen der Szenarien bestand die Möglichkeit einzelne Punkte aufzugreifen und in einer ruhigen, sicheren Umgebung mit Abstand zur Simulation nachzubesprechen und zu reflektieren. Im Anschluss an das jeweilige Debriefing wurden die Aufnahmen selbstverständlich direkt vernichtet.
Die Simulationsfortbildung bot den Teilnehmern die Möglichkeit mit Freude Handlungssicherheit in Stresssituationen zu stärken, sowie für typische Fehler sensibilisiert zu werden. Das Kurskonzept zielt nicht alleine auf das Vertiefen der notwendigen technischen Fertigkeiten ab, sondern in besonderem Maße auf das der nicht-technischen Fähigkeiten wie Situationswahrnehmung, Entscheidungsfindung, Aufgabemenmanagement, Teamwork und Kommunikation. So können Zwischenfälle oder sogar Patientenschädigungen minimiert werden (Text Sandra Ohlerth).
Alle Interessierten sind zum nächsten Simulationstraining zur Erstversorgung und Reanimation Neugeborener am 22. und 23. November 2019 herzlich eingeladen.

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