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Landesumweltminister Johannes Remmel (l.) und Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) überreichten den Krankenhaus-Vertretern Dr. Gereon Blum, Rosi Dorn und Bernd Bolho das Umweltzertifikat Ökoprofit. Foto: Christoph Lammertz

Krankenhaus Düren erhält das Umweltzertifikat Ökoprofit

Düren. Das Krankenhaus Düren gehört im Kreis Düren zu den Pionieren in Sachen Umweltschutz. Die Klinik an der Roonstraße zählt zu den ersten zehn Unternehmen, die das vom Landesumweltministerium und vom Kreis geförderte Ökoprofit-Projekt erfolgreich absolviert haben. Im Leopold-Hoesch-Museum haben Dr. Gereon Blum, Bernd Bolho und Rosi Dorn jetzt für das Krankenhaus die Auszeichnung aus den Händen von Landesumweltminister Johannes Remmel und Landrat Wolfgang Spelthahn entgegengenommen.

Ressourcenschonend wirtschaften und dabei messbare ökologische und ökonomische Effekte erzielen – das ist der Gedanke hinter Ökoprofit. Oder einfacher ausgedrückt: Betriebe schonen die Umwelt und senken dadurch ihre Kosten. Seit dem Start des Anfang der 90er Jahre entwickelten Projekts haben sich 2500 Unternehmen in 100 Städten und Gemeinden dieser Idee angeschlossen. Dabei sind die immer weiter explodierenden Energiekosten sicher ein großer Motivationsfaktor. Das Projekt, durch das die Betriebe von erfahrenen Umweltmanagern begleitet werden, ist für viele Teilnehmer der Start in ein aktives Energiemanagement.

Im Kreis Düren startete Ökoprofit im Dezember 2010 mit einem bunten Branchenmix. Mit Anker Teppichboden, das Autohaus Herten, der Bundesliegenschaftsbetrieb mit seiner hiesigen Niederlassung, die Kreisbahn, Metzeler Plastics, S + T Reprotechnik, das Technologiezentrum Jülich, Valder Kunststoffverarbeitung und der Wohnanlage Sophienhof machte sich das Krankenhaus auf den Weg. Wie in den anderen Betrieben wurde auch im Krankenhaus ein Umweltteam gegründet.

Bernd Bolho, Julia Mostert und Corinna Ganser aus der Technischen Abteilung, Rosi Dorn (Qualitätsmanagement), Eugen Simons (Abfallmanagement) und Jürgen Engel (Einkauf) stürzten sich in die Arbeit. Auf dem Ökoprofit-Fahrplan standen neben der von den externen Umweltmanagern unterstützten Entwicklung des eigenen Umweltprogramms auch Workshops und intensiver Austausch mit den anderen Teilnehmern. Und die Bilanz kann sich sehen lassen: Von den knapp 4,9 Millionen Kilowattstunden Energie, die durch Ökoprofit-Maßnahmen im Kreis Düren jährlich eingespart werden, entfallen auf das Krankenhaus satte 3,8 Millionen. Hinzu kommt eine Senkung der Abfallmenge in der Klinik um 10 Tonnen pro Jahr. Erreicht wird dies durch den Austausch von Heizkörpern im Haupthaus, die Fassadensanierung, die Installation einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, eine komplette Sanierung der Wärmeversorgung, die Umrüstung der Beleuchtung und die Installation einer neuen Spülstraße, einer Trocknung für die Speisereste und von Durchflussbegrenzern in den Wasserarmaturen. Bis

2013 hat das Umweltprogramm des Krankenhauses ein Investitionsvolumen von knapp 3 Millionen Euro. Das sind mehr als zwei Drittel der Gesamtinvestitionen im Rahmen von Ökoprofit im Kreis Düren.

In seinem Dank an die Teilnehmer unterstrich Landesumweltminister Remmel bei der Abschlussveranstaltung im Leopold-Hoesch-Museum die existenzielle Bedeutung ressourcenschonenden Handelns. Den immer knapper werdenden Vorräten stehe ein Weltbevölkerungszuwachs von 7 auf rund 9 Milliarden Menschen in wenigen Jahrzehnten gegenüber. Er appellierte deshalb an die Unternehmensvertreter, den Ökoprofit-Gedanken auch über das eigene Haus hinaus zu tragen.