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Für den ersten Testlauf des Virtuellen Krankenhauses wählte die Uniklinik Aachen einen langjährigen Partner aus: Die erste Video-Schalte mit Ministerpräsident Armin Laschet ging ins Krankenhaus Düren ins Zimmer von Ludwig Rombey, der die Corona-Infektion bereits überstanden hat. Ein ZDF-Team begleitete den symbolischen Akt für das Heute Journal. Foto: Christoph Lammertz

Die erste Live-Schaltung ging nach Düren: Ministerpräsident Armin Laschet hat heute in der Uniklinik Aachen den Startschuss für das Virtuelle Krankenhaus des Landes Nordrhein-Westfalen gegeben. Damit können nun landesweit Kliniken durch den Einsatz von Tele-Intensivmedizin auf die Expertise der Unikliniken Aachen und Münster zurückgreifen. Für die erste Testverbindung im Beisein des Ministerpräsidenten wählten die Verantwortlichen in der Aachener Uniklinik das Krankenhaus Düren aus. Und das aus gutem Grund: Das Dürener Krankenhaus kooperiert mit der Uniklinik bereits seit Jahren intensiv und erfolgreich in der Entwicklung und im Ausbau der Telemedizin.

Die Coronavirus-Pandemie erhöht im gesamten Land die Nachfrage nach intensivmedizinischer und epidemiologischer Behandlung. Bei schweren Krankheitsverläufen soll das Behandlungsniveau in jedem Krankenhaus im Land mit dem einer Universitätsklinik vergleichbar sein. Das reduziert patientengefährdende Transporte zwischen Krankenhäusern und die vor Ort vorhandenen pflegerischen Ressourcen können besser genutzt werden. Zudem kann die Behandlung von intensivpflichtigen schwersterkrankten Covid-19 Patienten so lange wie möglich heimatnah erfolgen.

Für den ersten Test des Virtuellen Krankenhauses gingen die Aachener und ihre Dürener Kollegen allerdings bewusst nicht auf die Intensivstation. Die Aachener Verantwortlichen schalteten sich mit Ministerpräsident Laschet per Videokonferenz in das Patientenzimmer von Ludwig Rombey, der die Infektion mit dem Corona-Virus überstanden hat und kurz vor der Entlassung aus dem Krankenhaus steht. So konnte Armin Laschet sich auch mit dem Patienten austauschen, der aus einem Heinsberger Krankenhaus nach Düren verlegt worden war und dem Ministerpräsidenten nun schilderte, wie gut er sich aufgehoben fühlte. „Wir können froh sein, dass wir in Deutschland leben und hier so gut versorgt werden“, resümierte er seine Erfahrung als Covid-19-Patient im Krankenhaus.

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