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Das Krankenhaus Düren ist ein bevorzugter Partner in der Region, wenn es um Kompetenz im Fachgebiet "Wasserrettung + Notfallmedizin" geht. Foto: Krankenhaus Düren

Tauch- und Ertrinkungsunfälle stellen eine besondere Herausforderung für Mediziner dar. Das theoretische Wissen und insbesondere die persönliche Erfahrung im Umgang mit im Wasser Verunglückten spielen bisher nur eine untergeordnete Rolle in der Aus- und Weiterbildung. Das Krankenhaus Düren ist ein bevorzugter Partner in der Region, wenn es um Kompetenz im Fachgebiet "Wasserrettung + Notfallmedizin" und um spezielle Fortbildungen für Rettungsdienstler und Ärzte geht. So wurde auch der aktuelle Taucherarztkurs des HBO-Zentrums Euregio Aachen wieder vom Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Prof. Stefan Schröder, unterstützt. „Schnelles, überlegtes Handeln, die vorhandenen Ressourcen sinnvoll nutzen und die richtigen Kommunikationskanäle wählen, waren Kernpunkte eines Workshops am Fühlinger See auf dem Gelände des Tauchsportvereins Blue Marlin“, berichtet Prof. Schröder.

„Es geht darum, eine Tauchunfallversorgung von Suchen, Retten, ins Boot bringen, Primärversorgung, Neurocheck, Sauerstoffversorgung, Wiederbelebung und Atemwegsmanagement durchzuspielen", konkretisiert Daniela Koonen, Ärztin am HBO-Zentrum, das Ziel der Veranstaltung. Der lebensbedrohliche Tauchzwischenfall am Fühlinger See wird nur simuliert, aber es soll alles schnell und gut klappen - wie bei einem echten Notfalleinsatz. Die Teilnehmer durchliefen in Kleingruppen verschiedene Stationen der Rettungskette, von der Alarmierung der Rettungskräfte über Herz-Lungen-Wiederbelebung in der Enge eines Rettungsbootes der DRK-Wasserwacht.  Das Programm am Fühlinger See war eingebettet in ein insgesamt achttägiges Weiterbildungsprogramm, an dessen Ende die tauchärztlichen Diplome vergeben wurden.

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