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Das Team der Schmerztherapie mit (von links) Dr. Patrick Schweigert, Dr. Stefan Hegemann, Martina Muhren, Margret Kirschnik-Stockhammer, Prof. Dr. Stefan Schröder, Natalie Fuchs und Hermann-Josef Mentgen. Es fehlt: Atabak Mirzapourasl, psychologischer Psychotherapeut. Foto: C. Lammertz

Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Das hat zum Teil schwerwiegende Auswirkungen auf Alltag, Psyche und die Lebensqualität. „Wir erleben oft, dass der Schmerz am Steuer des Autos sitzt und der Patient geknebelt im Kofferraum liegt“, erklärt Oberarzt Dr. Stefan Hegemann sehr anschaulich, wie Patienten ihr Leiden erleben. Dr. Hegemann und sein Team der Schmerztherapie im Krankenhaus Düren wollen dabei helfen, dass die Patienten wieder am Steuer sitzen und die Kontrolle über ihr Leben zurückerlangen.

Die Schmerztherapie im Krankenhaus Düren basiert auf drei Säulen. Im Akutschmerzdienst sind besonders qualifizierte und erfahrene Pflegekräfte, die Pain Nurses, auf allen operativen Stationen des Krankenhauses im Einsatz. Zu den Aufgaben des Akutschmerzdienstes zählt die sehr engmaschige Begleitung von Patienten nach Operationen. Auf allen Stationen wurden Schmerz-Mentoren ausgebildet, die bei der Begleitung der Patienten unterstützen, die Umsetzung von vereinbarten schmerztherapeutischen Standards in allen Kliniken etablieren und somit eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Team der Schmerztherapie und den Stationen des Krankenhauses bilden.

Die Schmerzambulanz

Um die allgemeine schmerztherapeutische Versorgung der Menschen weit über den Kreis Düren hinaus zu verbessern, wurde bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten eine weitere Säule der Schmerztherapie im Krankenhaus Düren ins Leben gerufen: die Schmerzambulanz. Das Team aus Ärzten, Pflegekräften und Psychologen ist Ansprechpartner sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen. 1200 Patienten konnten bisher im Jahr behandelt werden, aufgrund einer zu Beginn dieses Jahres für Dr. Hegemanns Kollegin Margret Kirschnik-Stockhammer ausgesprochenen zusätzlichen Ermächtigung sogar mittlerweile doppelt so viele. Mit Ausnahme von Aachen ist die Schmerzambulanz des Krankenhauses Düren die größte in der Region. Die Bandbreite der Gründe, warum Menschen in die Schmerzambulanz kommen, ist riesig: Ein Löwenanteil entfällt auf Rückenschmerzen, gefolgt von Schmerzen aufgrund von Gelenkverschleiß und Kopfschmerzen. Aber auch Tumorpatienten werden behandelt oder Patienten, die von komplexen Nervenschmerzerkrankungen betroffen sind. „Oft bringen Patienten Berge von Befunden mit, blicken auf eine lange Krankheitsgeschichte zurück“, berichtet Dr. Hegemann. Das Team nimmt sich schon bei der Anamnese viel Zeit, um viele Details zu Erkrankungen aber auch zur Lebenssituation zu erfragen. Denn bei rund einem Viertel der Patienten liegt kein rein körperliches schmerztherapeutisches Problem vor. Der ganzheitliche Ansatz der Therapie ist daher zentrales Element der Schmerztherapie.

Die stationäre Schmerztherapie

Die Schmerzstation ist die dritte Säule der Schmerztherapie im Krankenhaus Düren und das neueste Angebot für Patienten. Die Station verfügt über acht Betten, in denen Patienten 15 Tage sehr intensiv und engmaschig behandelt werden können. In diesem Rahmen kann beispielsweise die Einstellung der Medikamente verbessert oder es können neue Therapieansätze verfolgt werden. Neben täglichen Visiten gibt es Gesprächsangebote, Gruppen- und Einzeltherapie, Ergo- und Physiotherapie sowie ganz individuelle Angebote zur Linderung des Schmerzes und der Erforschung der Ursachen. An der Behandlung sind viele Fachbereiche des Krankenhauses beteiligt. Mit Dr. Patrick Schweigert hat ein versierter Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie die Stationsarbeit übernommen.

Um wieder die Kontrolle über das Steuer zu erlangen und den Schmerz auf die Rückbank des Autos – oder noch besser in den Kofferraum – zu verbannen, gibt es viele Lösungsansätze, bei denen das Team der Schmerztherapie im Krankenhaus Düren Patienten unterstützen kann. Termine können telefonisch unter 02421/301398 abgestimmt werden.

Eine längere Version dieses Artikels finden Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Gesundheitsmagazins InForm: https://www.krankenhaus-dueren.de/images/InForm/InForm_aktuell.pdf.

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