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Auch in der Pflege ist eine akademische Qualifizierung möglich: Das Krankenhaus Düren bietet in Zusammenar-beit mit der Hochschule Niederrhein ein duales Studium an. Foto: C. Lammertz

Fast 60 Prozent der Schulabgänger in Nordrhein-Westfalen haben eine Berechtigung zu studieren. Dass auch in der Pflege eine akademische Qualifizierung möglich ist, wissen viele noch nicht. Im Krankenhaus Düren ist das duale Pflegestudium schon seit drei Jahren etabliert. Mit einem Zusatzkurs, der am 1. November 2021 startet, spricht die Pflegeschule des kommunalen Krankenhauses wieder gezielt junge Menschen an, die von ihrer ersten Studienwahl oder der begonnenen Ausbildung in anderen Branchen enttäuscht sind.

Das Pflegestudium, das in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein angeboten wird, sei ein „Add-on“ zur neuen generalistischen Pflegeausbildung, erläutert Heinz Lönneßen, Leiter der Pflegeschule. „Die Pflegebedarfe immer älter werdender Menschen sind oft so komplex, dass wir zur Bewältigung der Herausforderungen auch pflegewissenschaftliche Antworten brauchen“, sagt Lönneßen.

Aber selbstverständlich muss nicht jeder studieren, der in die Pflegeausbildung startet. Schließlich schlagen Experten für die Pflegeberufe eine Akademisierungsquote von lediglich 10 bis 20 Prozent vor. „Wir freuen uns daher über jede Bewerbung,“ betont Heinz Lönneßen. Mit einer Vielzahl von Möglichkeiten zur Weiterbildung bietet die Berufsausbildung in der Pflege auch ohne Studium nach wie vor zahlreiche Entwicklungsperspektiven. Die generalistische Ausrichtung der Ausbildung qualifiziert heute auch für alle Handlungsfelder der Pflege: Ob man später im Seniorenheim, in der ambulanten Pflege oder auf einer Station in einer Klinik arbeiten möchte, muss man mit der neuen Ausbildung nicht mehr vorher entscheiden.

Weitere Informationen gibt es unter www.pflegeschule-dueren.de. Bewerbungen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.