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In Deutschlands größtem Indoortauchbecken in Siegburg wurde gerade ein bewusstloser Taucher an die Oberfläche gebracht. Zwei Retter sichern den Ohnmächtigen auf dem Spineboard mit Gurten, hieven ihn ins Boot und transportieren ihn schließlich ebenso vorsichtig an Land. Ein zweites Rettungsteam übernimmt die sofortige Atemspende und Herzdruckmassage, bis der alarmierte Rettungswagen eintrifft. Währenddessen simuliert Team 3 auf einem Motorboot der Wasserwacht die Einleitung von Wiederbelebungsmaßnahmen bei Wellengang, fehlendem Platz und Schwierigkeiten in der Kommunikation – schnelle Abstimmung im Team kann über Leben und Tod entscheiden.

Die 1. Siegburger Tauch-, Intensiv- und Notfalltage boten für Ärzte und Rettungskräfte die Gelegenheit, medizintheoretische und -praktische Fortbildungsthemen mit Experten zu diskutieren, Notfälle unter Wasser zu managen und sich persönlich über Berufsgrenzen hinweg auszutauschen. Eine führende Rolle übernahm dabei die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin des Krankenhauses Düren, die sich inzwischen weit über die Region hinaus einen Namen in der professionellen Fortbildung für Notfallmediziner und Rettungskräfte gemacht hat. In Siegburg kooperierten die Dürener unter Leitung von Chefarzt Prof. Stefan Schröder mit dem Druckkammerzentrum Aachen und dem „dive4live“-Tauchsportcenter Siegburg. Verbindendes Element ist bei allen Beteiligten die Liebe zum Element Wasser und das Wissen darum, dass Tauchen als Sportart Gefahren birgt, die nur durch häufiges Training minimiert werden können. 

Die Kombination von Theorie und Praxis, verbunden mit lebensnahen Übungssituationen, erhielt viel Lob. Nach einem intensiven Fortbildungswochenende in Siegburg konnte sich Prof. Schröder, selbst Sporttaucher und Notfallmediziner, über viele positive Rückmeldungen freuen und versprach eine Fortsetzung des inter- und multidisziplinären Programms mit neuen Themen und Schwerpunkten für 2023.

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