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Lernen, wie man Leben rettet: 120 Teilnehmer nutzten beim 3. Dürener Anästhesie-Symposium die Chance zum realitätsnahen Lernen. Foto: Christoph Lammertz

Anästhesie-Symposium lockt wieder 120 Teilnehmer ins Dürener Krankenhaus

Wenn es für Notfallmediziner und Rettungskräfte um das für sie so wichtige praxisnahe Training geht, dann ist das Krankenhaus Düren eine der ersten Adressen. Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie hat sich unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Schröder zu einem Kompetenzzentrum in der Fortbildung entwickelt, das weit über die Region hinausstrahlt. Mit dem Dürener Anästhesie-Symposium (DAS) hat das Klinikteam eine Veranstaltung etabliert, an der diese Entwicklung ganz besonders abzulesen ist. Auch im Vorfeld der 3. Auflage des Workshops, bei dem Beatmungstechniken und das Management von schweren Verletzungen des Brustkorbs im Mittelpunkt standen, waren die 120 Teilnehmerplätze innerhalb weniger Tage vergeben.

„Wir bieten einen theoretischen Teil mit hochkarätigen Referenten und praktische Übungsmöglichkeiten, die man so ansonsten nur an den Unikliniken findet“, nennt Dr. Sigurd Kohlen die Gründe für die starke Nachfrage. Er ist mit Dr. Detlef Struck Vater des DAS-Erfolgs. Mit dem Angebot reagiere das Krankenhaus auf das Bedürfnis von Ärzten und Rettungskräften, auch Techniken, die in der Praxis nicht alle Tage angewendet werden müssen, durch realitätsnahes Üben im Ernstfall zu beherrschen, sagt Dr. Struck.
Und realitätsnah waren die Übungen auch bei der 3. DAS-Auflage. Neben künstlichen Phantomen, standen den Teilnehmern wieder anatomische Präparate wie Hirsch-Luftröhren zur Verfügung, um unterschiedlichste Beatmungstechniken oder auch den Luftröhrenschnitt zu trainieren. „Die Luftröhre des Hirschs ist der menschlichen sehr ähnlich“, erklärt Dr. Kohlen. „Manche lebensrettende Maßnahmen wie beispielsweise die Koniotomie, die die Beatmung eines Patienten im Fall eines Lungentraumas ermöglicht, lassen sich aber am besten am menschlichen Körper erlernen und trainieren.“ Wie in der Medizinerausbildung üblich, werden dazu beim DAS die Leichname von Menschen genutzt, die sich bewusst zu einer Körperspende entschieden und so zur guten Ärzteausbildung einen wichtigen Beitrag geleistet haben.

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